Schule ohne Drogenprobleme

Suchtmittel

Eine deutlicher Schriftzug auf dem Schulhof schützt die Jugend und sorgt für eine drogenfreie Schule. Wirkt wahrscheinlich besser, als Probleme Totschweigen, wie es zu meiner Schulzeit üblich war… Gesehen in Chur/Schweiz

Schnell & Sympathisch: Die Wirkung von Sympathomimetika

Sympathomimetika sind zum Beispiel: Ephedrin, Pseudoephedrin, Amphetamin (Speed), Methamphetamin (Crystal Meth), Methylphenidat (Ritalin). Sie verstärken die Wirkung des Sympathikus.

Der Sympathikus ist körpereigenes Alarmsystem und Wachmacher. Er ist Teil des vegetativen Nervensystems. Seine Nerven senden autonom und unwillkürlich aus Hirnstamm und Rückenmark zu allen wichtigen Organen. Der Sympathikus erhöht Blutdruck und Herzfrequenz, erweitert die Bronchien, sorgt also für mehr Sauerstoff im Körper. Er hemmt Organfunktionen, die unter Belastung nicht gebraucht werden, wie etwa Verdauung. Der Parasympathikus macht genau das Gegenteil: Blutdruck senken, beruhigen, Verdauungstätigkeit erhöhen. Das Suppenkoma nach nem guten Mittagessen entspricht der Wirkung des Parasympathikus. Normalerweise arbeiten Sympathikus und Parasympathikus in wohlregulierten Gleichgewicht zusammen.

Noradrenalin

NORADRENALIN

ADRENALIN

ADRENALIN

Wir machen uns Stress: Noradrenalin und Adrenalin
Die Sympathikus-Nerven benutzen für anregende Wirkung spezielle Botenstoffe: Adrenalin und Noradrenalin mit ähnlicher Wirkung, aber unterschiedlichem Einsatzgebiet. Noradrenalin ist Neurotransmitter, also ein chemischer Wirkstoff, der das ursprünglich elektrische Nervensignal durch den engen synaptischen Spalt schnell auf’s Zielorgan überträgt. Ausserdem hat es im Hirn mit Wachheit, Träumen und der Stimmung zu tun. Adrenalin dagegen wirkt hauptsächlich als Hormon: Die Nebennieren schütten es ins Blut aus und es erreicht unspezifisch, langsam aber nachhaltig den ganzen Körper, wo es anregende Sympathikus-Wirkung vermittelt. An den Molekülen fallen drei OH-Gruppen auf. Dadurch sind die Stoffe gut im Wasser (hydrophil) aber nicht in Fett löslich. Sie können fetthaltige Barrieren im Körper, wie Zellmembranen, nicht passieren. Ein wasserlösliches Molekül bleibt brav da wo es ausgesetzt wurde: Hormon in der Blutbahn, Neurotransmitter im Nervengewebe.

Die Interessanten Substanzen ähneln Adrenalin und Noradrenalin in Größe und Form. Allerdings fehlen ihnen die OH-Gruppen am Benzol-Ring. Damit sind sie extrem fettlöslich und können ungehindert die Blut-Hirn-Schranke passieren. Einmal gegessen oder intravenös injiziert verteilen sie sich in Blutbahn und Nervensystem.

PSEUDOEPHEDRIN

PSEUDOEPHEDRIN

EPHEDRIN

EPHEDRIN

Ephedrin und Pseudoephedrin wirken als direkte und indirekte Sympathomimetika. Direkt, in dem sie im Blut zirkulierend an manchen Rezeptoren (z.B. an Herz, Atemwegen oder Blutgefäßen) die Wirkung von Adrenalin hervorrufen. Weil sie dem Adrenalin so ähnlich sehen. Auch der Energieumsatz aller Zellen wird massiv erhöht, was die Stoffe zu sehr effektiven „Fatburnern“ macht.

Ritalin = Methylphenidat

RITALIN = Methylphenidat, die beliebte Lerndroge für unartige Kinder und Jugendliche

Indirekte Sympathomimetika im Nervengewebe: Normalerweise schütten sympathische Nerven Noradrenalin als Neurotransmitter in den synaptischen Spalt aus. Nach dem das Noradrenalin seine Wirkung an Empfänger-Zellen (der Postsynapse) getan hat, nimmt die ausschüttende Nervenzelle es wieder auf benutzt es für ihr nächstes Signal. Das geschieht mit speziellen Kanälen, die eigentlich nur Noradrenalin durchlassen. Ephedrin, Pseudoephedrin und auch Ritalin gelangen in diesen Kanal, aber nicht hindurch und verstopfen ihn. Das natürlicherweise ausgeschüttete Noradrenalin wird nicht wieder aufgenommen und reichert sich im synaptischen Spalt an. Entsprechend stärker wirkt es auf’s Zielorgan.

Methamphetamin =

METHAMPHETAMIN = „CRYSTAL METH“ zieht schnell ins Hirn, dank zusätzlichem CH3 (METHyl-Gruppe) am N

Amphetamin

AMPHETAMIN heißt auch mal Pep oder Speed. Spielt den Booster in XTC-Tabletten.

Amphetamin und Methamphetamin gehen noch einen Schritt weiter: Sie dringen in die präsynaptische Nervenzelle (die das Signal sendet) ein und verursachen dort die permanente Ausschüttung des Neurotransmitters, auch ohne Nervensignal. Das führt zunächst zu einer ziemlich starken Sympathikus-Wirkung. Allerdings verbrauchen die Zellen ihren Neurotransmitter dann sehr nachhaltig. Das erklärt Schlappheit und Ausgelaugtheit nach Konsum und die Toleranz gegenüber immer höheren Dosen bei häufigerem Gebrauch ohne Erholungsphase.

Quellen: Einschlägige Lehrbücher der Biochemie und Anatomie, Wikipedia, http://www.doccheck.com/de/
Die Abbildungen der Strukturformeln stammen aus Wikipedia-Artikeln
AW

La Trappe Quadrupel Trappist

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Belgische Mönche schufen das moralisch einwandfreie Starkbier. Kategorie „Rausch“ ist hier unangebracht.

Ein belgischer Trappist, 10% Alkohol. Ich trink es gekühlt. Im Glas sieht’s aus wie dunkler, trüber Bernstein. Schmeckt süß, aber nicht so pappig wie Bock-Biere. Der Alkohol bindet die Aromen zwischen Bitterkeit und Schärfe. Dieses Bier ist kein Durstlöscher, muss man langsam trinken. Weil in Belgien kein Wein wächst, machten sie wohl Biere, die Andacht verlangen. Nach der Hälfte tritt die Süße in den Hintergrund. Wirklich hopfen-bitter wird es aber nicht, eher scheint die Zunge taub. Ich bekomme Lust auf frische Pommes Frites. Ein interessantes Gebräu, nicht unangenehm. Trotzdem würde ich nicht losrennen und es noch mal kaufen. Bin nach ner Stunde Nuckelei schließlich nicht mal angeheitert.
AW

Ephedrin ohne Rezept – BAYER macht’s möglich

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Abbildung eigenhändig aus’m Internet geklaut

Neulich hatte ich die merkwürdigste Erkältung meines Lebens. Für Grippe nicht heftig genug, aber es ging mir mal richtig bescheiden. Natürlich mußte ich wichtige Sachen lesen, am besten schnell. Also in die Apotheke. Paracetamol half nicht, die Nase lief weiter wie n Wasserhahn. Die resolute Apothekerin verkaufte mir Aspirin Complex und zwang mich, sofort ein Glas zu trinken. Es stellte sich eine befreiende Klarheit ein, die Atemwege waren offen und trocken. Ferner spürte ich ein verdächtiges Kribbeln unter der Schädeldecke. Ich musste spontan an die Supercaps aus’m Headshop denken (hier Infos aus der Sicht der Bodybuilder).
Tatsächlich: in jedem Tütchen ist ne Portion Pseudoephedrin. Genauso lustig wie Ephedrin, zwei Tütchen zwiebeln schon angenehm, ne Packung mit 20 Portionen kost n Zehner. Laut Beipackzettel darf man bei höheren Dosen sogar Halluzinationen erwarten. Und das Aspirin nehmen wir mit, soll ja nen wohltuenden, entzündungshemmenden Effekt haben.
AW

Porter von der Sierra Nevada Brewery

Sierra

Vernünftiges Bier, unvernünftiger Preis – zumindest als Importware in Deutschland.

Beim Dealer steht auf dem Tresen ein Korb mit Flaschen zum halben Preis wegen abgelaufenem MHD. Da lag das Porter von Sierra Nevada für jetzt 1,80 €. Das hübsche Etikett gefiel, also mal probieren. Lecker, deutlich bitter, unaufdringlich heuig, kaum bis gar nicht süß. Schöne Farbe und eine samtige Schaumschicht, die bis zum Schluss geschlossen bleibt. Ohne Frage ein gutes Bier, aber es bleibt nicht wirklich in Erinnerung. Ich würde für die kleine Flasche nicht den vollen Preis von 3,60 bezahlen.

Weil’s doch so ein schönes Bildchen hat, forsch ich weiter. Die Sierra Nevada scheint ne große Nummer in den USA zu sein. Beeindruckende Website professionell gestaltet inklusive Imagefilm. Marketing können die Amis eben. 900.000 Hektoliter Jahresausstoß. Mehr als 20 Sorten Bier. Craft Beer im Industrie-Maßstab. Dass sie ein Kölsch machen, find ich ein wenig skurril.
AW