Unter Dampf – Produkttest Vaporizer

Das Gerät

Pures Kraut korreliert bei der Launch Box mit puristischem Design, Wenn die Batterie seitlich an den Kontakt gedrückt wird, ist die Pfeife an.

Der Dampf

Neulich testete ich einen Vaporizer, eine rundum erfreuliche Konsumform. Ich erwäge ernsthaft, auch so ein Gerät zu kaufen. Dank mildem, wirkstoffreichem Dampf ohne schnellen Tabak-Kick verdampfte ich zügig eine mittelschwere Überdosis. Als Mische-Kiffer vergisst man leicht, daß der gemütliche Hanf gern 20 Minuten braucht, bis die ziemlich beeindruckende Wirkung einsetzt, vor allem weil eher mittelstarkes „Tagesgras“ verdampfte. Der Turn so intensiv und fröhlich wie meine erste Bong, eher stärker aber viel bewusster, tatsächlich klarer als geraucht. Auch hier ein drogeninduzierter Tunnelblick mit kribbelnden Schläfen, aber in keiner Weise beklemmend, die Tunnelröhre ist sozusagen weiß und gut ausgeleuchtet. Und das Zimmer wurde größer und kleiner, im Ansatz potenten Halluzinogenen ähnlich. Der Gastgeber meinte, beim ersten Dampferlebnis verlaufen sich manche auf dem Heimweg. Das gab mein Gras dann doch nicht her. Die Qualität des Rausches war aber durchaus vergleichbar mit Skuff oder selbstgesiebten Pollen. Der Verdampfer löst zuverlässig nur die besten Bestandteile der Pflanze. Der Konsument merkt das am harzig-fruchtigen Geschmack. Das Kondensat ist etwas unangenehm heiß im Rachen. Und auch das für pures Gras typische, aufreizend stechende Kratzen im Hals kam. Dem folgte aber kein Hustenanfall. Vollends überzeugte aber der nächste Morgen, trotz persistierendem THC im Körper fehlten alle Unannehmlichkeiten des Rauch-Exzesses: Kein brennender Hals, freie Atemwege und Nebenhöhlen, kein schweres, verquollenes Gesicht. Scheint echt gesünder zu sein als Rauchen. Aber weil die abgedampften Kräuter noch schmackhaft einen Raucher ernähren, wird das Aufhören nicht so leicht

Das Gerät

Ich probierte eine Launch Box von Magic Flight, ein handliches Gerät, kaum größer als eine Streichholzschachtel, fühlt sich an wie eine elektrische Purpfeife. Die Launch Box ist der technisch einfachste und billigste Vaporizer, dabei gleichzeitig der kleinste und diskreteste, praktisch geruchsfrei. Zum Dampfen braucht es eine Spezial-Batterie, ein Saugrohr und Kräuter. Ein Kopf, genußfertig gestopft, reicht eigentlich für einen ganzen Abend. Wenn man denn rauchen, äh, dampfen kann. Den Umgang mit der Launch Box muss man üben, so wie ein Tabakpfeifen-Raucher seinen Brand kunstvoll hütet. Die primitive Technik bietet eigentlich nur eine Heizvorrichtung. Kein Thermostat, kein Ventilator. Man muss selber mit dem Atem die Temperatur regeln. Bei zu wenig Zug verkokt das Material, bei zu viel Wind wird’s nicht warm. Das muss man erst mal üben. Dabei kann man auch auf YouTube schauen, wie Profis einem das vormachen. Beim Lernprozeß kondensiert dann notwendigerweise einiges mehr als die empfohlene Tagesdosis. Was eigentlich nur für die Launch Box spricht.

Kaufen?

Ob ich nun auch ein Launch Box brauche, will überlegt sein. Zunächst werde ich diesen Laden mal besuchen. Sie vermieten auch Geräte übers Wochenende, da möchte ich schon mal ein komfortableres Modell testen und selbstverständlich von berichten.

 

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10 Gedanken zu “Unter Dampf – Produkttest Vaporizer

      • Wobei noch zu klären wäre, was als Realität bezeichnet werden kann.
        Mir bekommt es inzwischen viel besser vollkommen ohne jeden Rausch zu leben. Selbst die geringste Menge Alkohol macht mir schlechte Chemie im Kopf. Bin auch so meistens irgendwie berauscht.

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      • Oh je, da machst du jetzt aber viele große Fässer auf, liebe tikerscherk. Ich halte die Realität für das Produkt aller Existenzen. Inkl der Probleme, die die ganzen Existenzen so mit sich bringen. Und mit dem Alkohol ist es wie mit Leistungssport oder Solo-Geige: ohne tägliches Training verliert man den Anschluss und gibt das Trinken frustriert auf. Seit ich 30 wurde, hab ich da keinen Spaß mehr dran, der Kater wurde zu heftig und der Rausch zu langweilig. Jetzt pack ich höchstens alle zwei Wochen nen Bier-Test. Wäre eigentlich mal ein schönes Thema zum drüber schreiben…

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  1. Ist nicht meine Droge. Die Meisten meiner Bekannten schwören aber darauf. Auch weil es gesünder ist (obwohl, ist es das? schließlich atmet man doch auch das warme Plastik ein…). Kenne niemanden der nicht gern so ein Ding daheim hat – wenn er es braucht 😉

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  2. Pingback: Vaporizer Arizer Air – Erfahrungsbericht elektrisch Kiffen | meinedrogenpolitik

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