Kommentieren lohnt sich

 

Das Buch

Ein richtig echter erster Preis, erlangt durchs Bloggen. Und dabei noch was gelernt. Eine Anthologie ist nämlich ein Sammelband mit kurzen Beiträgen verschiedener Autoren, wörtlich eine Blumensammlung. Schönes Wort, und so gebildet.

Die Drogenpolitik hat gewonnen. Keinen virtuellen Award sondern einen richtig echten Preis zum Anfassen. Nämlich ein Buch. Anlaß genug für einen Artikel, der nichts mit Drogen zu tun hat, sondern nur mit erfreutem Dank und deshalb möglichst vielen Links zu TEAMOs Seite. Gewonnen habe ich nicht für Leistung, sondern einfach per zufälligem Losentscheid. Und das, wo ich sonst nie was gewinne. Weil ich nämlich nicht an Preisausschreiben teilnehme. Aber nichtsahnend stöberte ich in Blogs und schaute auf TEAMO Comics. Dort vereint die Geschichte des Bartpiraten Blechbart Illustrationen, Lyrik und zwischenmenschliche Dramen aufs trefflichste. Fast so gut wie der Fluch der Karibik und wesentlich besser als die Fortsetzungsfilme. Mehr reflexhaft als bewußt hinterließ ich wie so oft ein paar unausgegorene Bemerkungen in der Kommentarzeile und wurde damit zum Teilnehmer eines Preisausschreibens. Ein paar Tage später, ich traute meinen Augen kaum: Der erste Preis für Alice Wunder. Ein Comic-Anthologie.

Ich dachte, da kommt jetzt ein Heftchen mit drei oder vier Geschichten, die ich mal auf der linken Arschbacke besprechen kann. Aber dann das: Eine Anthologie, 230 Seiten stark zwischen echten Hardcover-Deckeln. Ich musste erst mal nachschlagen, was eine Anthologie überhaupt ist. Als Medium ist Comic ist natürlich die ideale Literatur für Drogenpolitiker. Da kann man sich noch an den bunten Bildchen erfreuen, wenn die Lesekompetenz schon lange mit dem vorvorletzten Joint durch die Lüftung verschwand. Jetzt hab ich sogar das Thema Drogen eingebaut. Trotzdem konnte ich mir was merken. Es gibt einen Wer-Mops, einen globuli-gläubigen Apotheker, der ein Homö-Fest feiert. Und der Held aus TEAMOs Geschichte fällt ziemlich übel auf die Schnauze. Ja, das ist TEAMOs Stil, mit niedlich-harmlosen Bildchen die volle Härte des Lebens darstellen.

Die drogenpolitik wird natürlich nie ein Preisausschreiben veranstalten. Da sprechen viele Gründe gegen. Einmal werden sämtliche Mittel, die der Redaktion zur Verfügung stehen, ohne Verzug hier im Haus verkonsumiert. Da bleibt nichts zum verschenken übrig. Und wenn doch mal, würden wir hier mit so einigen Vorschriften schwer in Konflikt geraten und so unsere Meinungsfreiheit zum Schaden der Leser aufs Spiel setzen. Das kann keiner ernsthaft wollen. Wer aber bei der Drogenpolitik kommentiert, bekommt immer eine Antwort. Oder halt ein Antwort-Like, wenn mal wieder Nebel im Hirn ist.

AW

Blechbart schlägt zu

Richtig wertvoll wird die Anthologie erst durch die persönliche Widmung eines Autoren. Hier ringt der wackere Blechbart gleich drei heimtückische Ninja-Toasts nieder. Alles nur für mich! Trotz vielfachster Amputationen! Ich bin total gerührt.

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14 Gedanken zu “Kommentieren lohnt sich

  1. Diese Woche scheint die Woche der blinden Hühner die ein Korn finden zu sein, ich gewinne auch selten bis nie und habe vor ein paar Tagen eine Tasse und ein Kulturbeutel mit dem „My big fat greek wedding Logo“ gewonnen.

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  2. Beglückter Alice im Gewinnerland
    Nach meiner Lebenserfahrung ist LIEBEN die gefährlichste Droge auf der Welt
    Daher wird heftig daran gearbeitet Es durch Ersatzhandlungen wie Sex Geld Macht Prestige
    Titel Ämter Auszeichnungen Ruhm und Substanzstreuungen aller Art zu verdrängen…

    Dir meinen Glückwunsch
    dankend Joachim von Herzen

    Gefällt 1 Person

  3. Hi Alice 🙂

    Ich bin ja nich so’n Kommentier-Likes-undsonstwas-Mensch – wie im richtigen Leben – lieber wenige Gute als 200 Follower, mit denen nie wirkliche Kommunikation stattfindet …

    Aber weil du so einen schönen Namen hast, will ich dir eine wahre Geschichte aus meinem Leben erzählen 🙂

    Viele Jahre her.
    Ich saß im Flieger von Düsseldorf nach Barcelona, im Gepäck eine Ausgabe von Alice im Wunderland. die hatte ich gekauft als Geschenk für eine Freundin, die gerade lesen gelernt hatte 🙂
    Saß ich da, hatte ich nix zu tun, dachte ich, ach, dann fängste das einfach noch mal an zu lesen.
    Grad auf den ersten Seiten angekommen, hör ich eine Stimme:
    „Wem gehört dieses Kaninchen?“
    Ich denk… Ich guck hoch… steht vorne der Steward und hält ein lebendiges Kaninchen hoch.
    ööööööööööööh….
    😆
    Es gehörte einem kleinen Mädchen, dass im Flugzeug saß.
    Ich habe sie nicht nach ihrem Namen gefragt,
    aber seitdem weiß ich, dass das alles wahr ist 😉

    Follow the white rabbit 😎

    Alles Liebe von Ananda

    Gefällt 1 Person

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