Leo Beer – Der Schrecken von Siam

Die Bierlandschaft Thailands ist vielfältiger als man denkt. Nicht anders zu erwarten bei einem Volk, welches allen Gaumenfreuden derart zugetan ist. Jedoch ist, wie eigentlich alles in diesem seltsamsten Land der Welt, auch der Gerstensaft für Europäer durchaus gewöhnungsbedürftig.
Einige Standardsorten begegnen jedem Reisenden, auch in Berlin kann man einige davon finden.
Singha etwa, die Premiummarke ist im großen und ganzen ein gewöhnliches Lagerbier. Und damit immer noch um Klassen besser als das, was uns etwa Anheuser-Busch als „Light-Bier“ andrehen will.
Dann gibt es Chang, den freundlichen Elephanten. Mit 5 komma nochwas Umdrehungen eher stärker und dazu preislich günstiger als die stolzen Tiger von Singha gilt es in Thailand eher als Bauarbeiter-Getränk. Unter Europäischen Rucksackmenschen ist vor allem der Chang-Over berüchtigt.
Das für europäische Geschmäcker beste Bier ist Beer Lao, ein Import aus dem Nachbarland, durch französisch-kolonialherrschaftliche Brautechniken beeinflußt. Leider ist es nicht flächendeckend erhältlich.
Überall zu finden aber ist Leo Beer, der gefleckte hinterhältige Menschenfresser. Mit wenig Kohlensäure belastet entfaltet es einen eher muffigen Malzgeschmack. Um das Vergnügen möglichst in die Länge zu ziehen wird es traditionell noch mit reichlich Eiswürfeln im Glas serviert. Merkwürdigerweise ist diese folkloristische Brauspezialität tatsächlich das Lieblingsbier sehr vieler Thailänder. Nicht nur wegen des günstigen Preises, die Leute scheinen es wirklich zu mögen.
Ich bevorzuge da, allein schon wegen der allgemein heißen Temperaturen, gänzlich alkoholfreie Fruchtshakes.
Leo2

Ein bösartig lauernder Leopard auf dem Etikett achtet streng darauf, dass stets ausreichend Eiswürfel im Bierglas schwimmen.

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7 Gedanken zu “Leo Beer – Der Schrecken von Siam

  1. „Merkwürdigerweise ist diese folkloristische Brauspezialität tatsächlich das Lieblingsbier sehr vieler Thailänder“

    Für solcherlei Absurditäten muss man nicht bis nach Thailand, da reicht ein Blick nach Frankreich. Da ist das Lieblingsbier das „Kronenbourg 1664“ – schlimmer kann das Menschenfresserbier auch nicht sein :-).

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