Fire Rock Pale Ale und Castaway IPA von Kona: Bierbesprechung mit Termindruck und Links zu Mitbloggern

Sehr gerne lese ich hier auf WordPress von schlimmerdurst, der geschickt und unterhaltsam Alkoholhaltige Getränke rezensiert und dazu immer ein passendes Cocktailrezept ausprobiert. Heute Morgen besprach er das Island Lager der amerikanischen Brauerei Kona. Und kündigte zu meinem Erschrecken an, das Fire Rock Pale Ale der selben Marke demnächst verkosten zu wollen. Da muß ich schneller sein und direkt meinen Artikel in die Tasten hacken, denn genau dieses Bier habe ich erst neulich genossen. Es hat mir extrem gut gefallen und wenn ich jetzt mit meinem Artikel schneller bin, kann vielleicht zu seiner Inspiration für ein Cocktailrezept beitragen.

Die Produkte der Kona Brewing Company fallen durch ihre bunten, blumig gestalteten Etiketten mit Hawaii-Motiven auf. Die waren es wohl leid, daß es auf Hawaii kein Bier gab und beschlossen einfach, selber welches zu brauen. Und die bunten Bildchen wiederum ziehen Kundschaft, nämlich mich. Neulich an einem heißen Tag ging ich nämlich zufällig beim Dealer vorbei. Eigentlich wollte ich das Fiege Sommerbier, von dem ich auf Pro-Bierchen las, wo Tom erstaunliche nüchterne Biertests zusammenstellt, katalogartig mit kurzem Test und technischen Daten. Den Fiege Sommerhopfen hatte der Dealer aber nicht. Nur die kräftigen, bunten Hawaiianer direkt auf der Theke. Da nahm ich das Pale Ale und das IPA mit. Ich trank sie an zwei Abenden hintereinander, erst das Fire Rock Pale Ale, dann das Cast Away IPA. Das erstere, Fire Rock Pale Ale hat mir wesentlich besser gefallen. Es schmeckt übertrieben nach allem, was ein leckeres Ale ausmacht. Wie wenn Walt Disney einen schreiend bunten Cartoon über einen Pubbesuch im Englandurlaub macht, mit opulenter Einrichtung, unrealistisch hübscher Bedienung und einer Versammlung von Klischees als Gästen. Das Kräuteraroma des Hopfens ist frisch und fruchtig. Die Bitterkeit rauh wie das Wetter auf der Isle of Wight, alles ruht auf einem kräftigen Malzzucker, so schmeichelnd süß, wie die satte orangene Farbe des Getränks zufrieden stimmt. Mit jedem Schluck höre ich selbstironische Statements im Akzent gebildeter Briten. Ein normaler Feierabend bei schlechtem Fernsehprogramm wird zum Fantasieurlaub.

Mit dieser hohen Erwartung ging ich direkt am nächsten Tag das Cast Away IPA an. Zuerst schien es diese noch zu übertreffen. Denn mit dem Öffnen der Flasche explodierte eine Geruchsbombe aus Zitrone und frischem Heu. Auch mein Schatz, die kein Bier mag, bemerkte überrascht: Das riecht aber gut! Beim Trinken allerdings war da nur eisige Bitterkeit. Als ob alles Aroma in die Luft verpufft wäre und für die Zunge nur eine betäubende Kälte übrig blieb, Sturmwarnung im englischen Seebad, nur die Kurverwaltung spricht noch von idealem Badewetter. Vielleicht hätte das Cast Away nicht in den Kühlschrank gehört. Und nicht zum aufpeppen eines langweiligen Feierabends mißbraucht. Das werde ich aber nicht herausfinden. Denn falls ich noch mal Kona kaufe, dann nur Fire Rock Pale Ale.

Hübsche Etiketten

Hier mit gleißender Sonne als Gegenlicht wird deutlich: Das IPA ist wesentlich heller als das Pale Ale. Und geschmacklich leider auch blasser. Dafür überzeugt der orangige Fire Rock.

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3 Gedanken zu “Fire Rock Pale Ale und Castaway IPA von Kona: Bierbesprechung mit Termindruck und Links zu Mitbloggern

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