Drogisten

Abhängigkeit aus der Sicht ehrenamtlicher Helfer. Passend zur Weihnachtszeit ein beeindruckendes Zeugnis selbstloser Mitmenschlichkeit. Danke Dir Iris fürs Tun und Aufschreiben.

Durantis en blogue

Neben Gästen, Volontären und Urlaubern gibt es noch eine weitere Gruppe von Menschen, die ab und an unser Leben auf dem Hof teilt.
Für mich nenne ich sie Drogisten.

Das ist keineswegs despektierlich gemeint: „Drogist“ war während meines Studiums eine spaßhaft gedachte Bezeichnung für diejenigen von uns, die regelmäßig Drogen konsumierten, die „sich auskannten“.
Die Menschen, die die Drogenklinik in Alès zu uns vermittelt, kennen sich sehr viel besser aus, als gut für sie war und konsumieren wollen sie nie wieder.
Aber einen Namen brauchen sie. „Drogenabhängige“ geht mir quer, weil es den Menschen auf seine Abhängigkeit reduziert. „Drogenabhängiger Mensch“ ist zwar politisch korrekt aber ewigst umständlich und „Drogi“ kann ich erst recht nicht leiden: Nichts, aber auch gar nichts im Leben dieser Menschen scheint mir eine Verniedlichung zu rechtfertigen! „Drogist“ mag doof sein – für mich ist es neutral.
Und um diesen neutralen Standpunkt kämpfe ich zur Zeit…

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