Dat Wit von Brewbaker – Wenn die Tage heißer werden

 

Witbier Dat Wit Brewbaker

Pünktlich zum Sommerende präsentiert die Drogenpolitik dann auch mal das Sommerbier des Jahres 2018. Also das Bier, das wir im Sommer sehr gern getrunken haben und von dem wir aus diversen Hinderungsgründen erst jetzt schreiben können oder wollen. Unsere favorisierte Brauerei in der Nachbarschaft, Brewbaker aus Moabit, hat nämlich in diesem Sommer ein Wit gemacht. Ein Wit oder Witbier, nach Belieben kann Bindestrich oder Worttrennung eingefügt werden, ist ein belgisches Weißbier. Es enthält sogar auch Weizen, kommt aber völlig anders daher als ein bayrisches Weiß- oder Weizenbier wie ich es bisher kannte. Schon vom Ansehen ist eine Verwechslung mit Weizen ausgeschlossen: Dat Wit ist durchscheinend blass gelb mit relativ großporigem, recht stabilem Schaum. Geschmacklich setzt ein Wit auch ganz andere Akzente. Wo das Weißbier eher an eine notdürftig verflüssigten Hefeteig im Gärungszustand erinnert, ist ein Wit völlig körperlos und gradezu ätherisch spritzig. Vom Getreide schmeckt man überhaupt nichts, von Hopfen, welcher angeblich auch in sehr geringen Mengen an der Herstellung beteiligt war, wollen wir gar nicht erst anfangen.  Dafür prägen Gewürze den Geschmack. Das klingt jetzt erst mal schlimmer, als es ist.

Gewürztes Weißbier

Diese Gewürze sind wohl richtig mitgebraut. Ich sag jetzt mal, die sind wahrscheinlich beim Würzekochen mit in den Kessel gefallen, einfach nur, damit das so klingt, als hätte ich vom Brauen auch ein wenig Ahnung. Das kann einem aber herzlich egal sein, wenn man das Bier nur trinken will. Im belgischen Original werden wohl traditionell – auch ein ganz tolles Rezensions-Adjektiv – Koriander und Orangenschalen verbraut. Das Berliner Wit hat neben Koriander noch Zitronengras und Kaffirlimetten bekommen, laut Aussage des Braumeisters jedenfalls, auf dem Etikett steht nämlich nur ganz allgemein Gewürze. Das Triplett ist auch europäischen Gaumen wohl bekannt und allgemein beliebt aus Thai-Curry und Coca Cola, mithin absolut getränketauglich.

Mit einem guten Schuss limonadiger Säure schmeckt das Wit dann nämlich ein bißchen wie Radler, hat aber 5,5 % Alkohol. Es handelt sich also um ein richtiges, echtes Bier, nichts gepanschtes oder familienfreundlich-alkoholreduziertes. Limonadentypisch wird die Fruchtsäure von einer angenehmen Süße abgerundet, das aber überhaupt nicht pappig, sondern sehr frisch bierig, wie ein Kölsch, nicht wie ein Bock. Diese süße Abrundung könnte von dem Weizen kommen, welcher für ein Wit angeblich unvermälzt mit in die Maische kommt. Es könnte aber auch genauso gut das Zitronengras gewesen sein. Es lohnt sich aber nicht, darüber nachzudenken, denn Witbier soll gar kein großes Kunstwerk sein, sondern ein Bier zum Trinken für heiße Tage. Auch für den immer noch anständig warmen Herbst ist es eine gute Empfehlung. Wir haben schließlich keine Zeit mehr, nach den Schuldigen für den Klimawandel zu suchen, sondern müssen zusehen, wie wir mit den veränderten Bedingungen leben können, ohne unnötig lange nüchtern zu bleiben. Da will schnell ein passendes Bier gefunden sein. Wit ist ein guter Kandidat.

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Ketamin in der „Wilden Renate“ in Berlin

Strategien gegen Vernunft

Wie das halt so ist. Man reist durch die ganze verdammte Republik, durch die ganze abgefuckte Provinz, um schließlich in der Hauptstadt von Ostdeutschland anzukommen. So was merkt man nämlich ganz schnell wenn man durch den Osten fährt, dass Berlin nämlich vor allem die Hauptstadt von Ostdeutschland ist. Vom Rest ist man ziemlich weit entfernt. WEST-Berlin hin oder her. Das hier ist der Osten. Nirgendwo gibt es so viel antisemitische Überfälle in der Bundesrepublik. Ganz klares Ossi-Ding. Oder Dortmund. Aber da bin ich das letzte Wochenende ja nicht hin.

Ich habe eh keinen Plan warum Berlin immer als so tolerant dargestellt wird, denn, nirgendwo wird man auf offener Straße so grundlos und saublöd angemacht wie hier. Das gibt es nicht einmal in Bayern. So was ist doch konservativ. Leute blöd anwichsen wegen nichts. Okay. Meistens ist es dann auch wirklich eh egal was für ne Hautfarbe oder Geschlecht das verabscheute…

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Dabben nur mit Banger? Die Wahl der richtigen Haschölpfeife

Seit einiger, nicht mehr exakt rekonstruierbarer Zeit erfreut sich die Redaktion der drogenpolitik an der erfrischenden Wirkung berauschender Hanfharz-Konzentrate. Der Genuss von Haschöl hat nämlich so unglaublich viele Vorteile, dass wir die gar nicht alle einzeln aufzählen können. Selbst wenn wir wollten, fallen uns die meisten davon so aus dem Stehgreif nicht ein. Denn ein ganz wesentlicher Vorteil des Konzentrate-Kiffens ist, dass man sein Alltagsgedächtnis nicht mehr mit unnötig vielen, überflüssigen Details belastet. Dafür fokussiert der Geist mehr auf die wesentlichen Dinge. Zum Beispiel beschäftigten uns intensiv die Gerätschaften, die für aufstrebende, erfolgreiche Haschölkiffer neu angeboten werden.

Haschöl selbst ist jetzt nichts neues, es wird schon seit den Tagen der Altvorderen verwendet. Bösen Gerüchten zufolge nutzten schon die Schmuggler rund um das Mittelmeer die platzsparenden Eigenschaften des Wirkstoffkonzentrates, so dass sie aus Nordafrika regelmäßig nur pures Haschöl lieferten, welches dann im Zielland mit naturidentischem Sägemehl zu Standard-Haschplatten aufbereitet wurde. Eine völlig normale Widerlichkeit also, wie wir das von der Nahrungsmittelindustrie durchaus gewöhnt sein sollten. Schließlich leiden die bedauerlichen Konzerne alle unter extremem Rationalisierungsdruck. Warum sollte es ihren Glaubensgenossen aus der Schattenwirtschaft da besser gehen?

Der neue, heiße Scheiß

Heutzutage hat Hanfkonzentrat aber eine ganz andere Ästhetik. Mal wieder aus den USA importiert, bringt uns ein neuer Hanfkonsumtrend aufwendig gereinigte Produkte, die dann natürlich nur in speziellen Ölpfeifen verköstigt werden müssen. Das Ganze nennt sich, wir erwähnten es schon, „Dabben“. Der Tropfen dab wird getupft, to dab. Auf diesen Zug sind wir natürlich mit größter Begeisterung aufgesprungen.

Dab-Rig und Torch

Die Basis-Ausrüstung aus billiger Ölpfeife und kleinem Brenner für Creme Brulé. Die Pfeife ist gut, der Glas-Nail taugt gar nichts.

Wie lange genau wir das nun schon machen, ist im Hanfharznebel verschwommen. Es ist aber schon genug Konzentrat über die Lungenbläschen gedampft, dass wir uns langsam ein wenig mit der Ausrüstung beschäftigen können. Denn es ist ein umfangreicher Markt an Zubehör, Krimskrams, Hilfsmittel und Accessoires rund um das Dabben gewachsen, die sogenannten Paraphernalia. Das ist ein gefundenes Fressen für marketingorientierte Journalisten und Blogger. Wir sind aber leider viel zu bekifft zum Schnorren. Und zu wenig berühmt, als dass wir von allein Sachen geschenkt kriegen würden. Deshalb dabben wir immer noch mit dem ganz billigen Pfeifchen aus dem örtlichen Headshop. Natürlich hätten wir nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Wasserpfeifenhändler, der das hier zufällig liest, uns so ein schickes, mundgeblasenes, phantasievolles und mehrere hundert Euro teures Dab-Rig schenken würde. Ein einfacher, kleiner Wasserbehälter reicht aber völlig zum befriedigenden Dabben.

Mehr Aufmerksamkeit sollte man da schon den „Nails“ schenken. Was bei der Bong der Kopf war, ist beim Dab-Rig der oder die oder das „Nail“, der Nagel also. Eine Fläche, welche mit einem Gasbrenner – oder auch einer elektrischen Heizspirale – erhitzt wird, um dann den Dab darauf zu verdampfen. Das waren ursprünglich wirklich nagelförmige Platten aus Metall oder Keramik. Diese Materialien eignen sich dafür besonders gut, weil sie schön viel Hitze speichern, geschmacksneutral sind oder bestenfalls in ihren Poren die fantastischen Pflanzenharzaromen besonders gut anreichern und aus vielen anderen, erwähnenswerten Gründen mehr. Das nutzt aber alles nichts, Titan und Keramik sind total out. Heutzutage müssen alle Nails zwingend aus Glas sein. Wie so oft, es geht nicht so sehr um den Nutzwert, den hitzebeständiges Glas natürlich auch mitbringt, sondern viel mehr um die Ästhetik. Auf Instagram sieht es besser aus, wenn goldenes Pflanzenharz im kristallklaren Glasbecher einkocht. Da können alle nichttransparenten Materialien einfach nicht mithalten und verstauben jetzt als Ladenhüter in den Regalen der Dab-Zubehör-Händler.

Glas-Nail für vernünftige Portionen

Vernünftigerweise sollte man sich nur sehr selten einen kleinen Dab einverleiben. Am besten alle drei bis vier Tage oder eher seltener, dann kommt es zu maximaler Wirkung, Halluzinationen ähnlich. Dafür reicht dann auch sehr wenig Konzentrat, der Tropfen braucht nicht größer zu sein, als ein halbes Reiskorn. Für solche vernünftigen Kleinstmengen eignet sich ganz wunderbar unser blumenförmiger Nail aus Quartzglas, großzügig an den Seiten geschlitzt für einen ordentlichen Luftstrom, dass kein Wölkchen verloren gehen kann. Wir erstanden das gute Stück an einem Messestand der Firma Black Leaf für kaum mehr als 10 Euro. Zum Dabben wird der Nail nun erstmal erhitzt, bis er deutlich sichtbar rot glüht. Dann gewähren wir ihm eine gewisse Zeitspanne zum Abkühlen. Je heißer, desto knaller, je kühler, desto leckerer. Mit 20 Sekunden Wartezeit spürt man noch ein rauchähnliches Kratzen in der Kehle. Ab 35 Sekunden entfaltet sich ein herrlich milder Kräuterbalsam. Das Heraustüfteln der richtigen Temperatur ist Geschmackssache und ein wirklich schöner Sofa-Sport für den engagierten Konzentrate-Kiffer.

Glasnail auf Rig

Mit dem geschlitzten Glas-Nail „Quartz“ lässt sich schon etwas anfangen. Hohe und niedrige Temperaturen können mit der Stopuhr angesteuert werden. Perfekt für den kleinen Dab zwischendurch.

Da geht natürlich mehr – Dabben ohne Limit

Denn Hanfkiffen ist ein toller Zeitvertreibt, den man durchaus täglich und dann mehrmals betreiben kann. Auch wenn die Wirkung sich nicht mehr steigern lässt, gefühlt sogar einem normalen Geisteszustand (was ist schon normal?) weicht, kann man trotzdem mehrere Gramm an einem Abend wegballern. Wer gern raucht, der weiß, wovon ich rede. Das Limit ist dann nur die vom Rauch überreizte Kehle. Und diese Überreizung fällt beim Dabben weg, vor allem wenn man es schafft, den Nail genau auf die richtige, milde Temperatur einzustellen. Die Jagd nach dem „Sweet Spot“ ist der heilige Gral der Dabber. Es geht nicht mehr darum, breiter zu werden, sondern die Aromenexplosion des Kräuterextrakts immer wieder zu schmecken.

Ist das vernünftig? Natürlich nicht. Cannabis ist ja schließlich trotz aller Heilkräuterei immer noch eine Droge und Drogen nimmt ein vernünftiger Mensch, um seiner Vernunft auch mal ein wenig Freizeit zu gönnen. Work-Life-Balance oder Quality Time heißt das auf Neu-Esoterisch. Wir befürworten so etwas ganz ausdrücklich. Dafür braucht es dann aber eine bessere Ausrüstung:

Thermal Banger

Nach ausgiebiger Recherche in den sozialen Medien mussten wir uns einen sogenannter Banger besorgen. Das ist ein Glasnail in Form eines Bechers, worin besonders viel Harz besonders ansehnlich und mild verdampfen kann. Wir entschieden uns für einen sogenannten Thermal Banger mit einer doppelten Becherwand, die besonders viel Hitze länger speichern kann. Ob nun der Thermal Banger besonders viel besser ist als ein normaler Banger, das wissen wir auch nicht. Wir haben ja bisher nur den einen ausprobiert und sind sehr zufrieden damit. Den Banger kauften wir bei dabben.de weil uns das Angebot mit Carb Cap sehr günstig vorkam und außerdem grade in passender Größe lieferbar war.

Thermal Banger

Thermal Banger, welcher durch den Innenbecher praktisch eine hitzestabile Doppelwand und darüber hinaus noch sehr viele technische Vorteile besitzt. Die mitgelieferte, kugelförmigen Carb Cap liegt aus ästhetischen Gründen fürs Foto auf ihrer zugedachten Position.

Der Thermal Banger jedenfalls ist schon ein ganz andere Dimension als der einfache Glas-Nail. Das Material speichert die Wärme gut doppelt so lange. Den Sweet Spot suchen wir hier irgendwo im Bereich zwischen 55 und 65 Sekunden. Heißer knallt irgendwie besser, kühler schmeckt erstmal besser, aber hinterlässt manchmal einen fast schon zu milden Eindruck. Bei einer sehr kleinen Portion kann man den Nail etwas länger abkühlen lassen, ein großer Dab ist bei 65 Sekunden gefühlt zu mild.

An dieser Stelle muss eine Warnung an alle preisbewussten und sonstwie vernunftorientierten Kiffer ausgesprochen werden. In einen Banger gehören unserer Meinung nach immer etwas größere Portionen. Und außerdem schmeckt das Dabben aus dem Banger so gut, dass man es mehrmals am Abend machen möchte und dann auch tut.

Aber warum muss da jetzt so viel in den Banger rein? Ein Banger sollte immer mit der oben schon erwähnten Carb Cap betrieben werden. Das ist ein Deckel, den man aufsetzt um den Luftstrom drastisch zu reduzieren. Dadurch entsteht Unterdruck, welcher wiederum aus irgendwelchen physikalischen Gründen den Siedepunkt aller Materie herabsetzt. Man kann also erstmal bei bei etwas niedrigerer Temperatur dampfen. Angeblich. Auf jeden Fall wird mit Carb Cap der Dampf dichter, es schmeckt intensiver und macht gefühlt stärker und vor allem schneller platt. Das ist der Sinn der Übung. Aber man muss diesem Prozeß schon ein paar Sekunden Zeit geben. Es dauert ja auch schon vom Harzreinschmeißen bis zum Carb-Cap-Aufsetzen mit einer Hand, die andere Hand muss schließlich die Pfeife halten. Wenn der Tropfen aber zu klein war, ist der Spaß schon vorbei, bevor man überhaupt richtig angefangen hat. Das geht zwar auch, aber je länger, je lieber. Kleine Portionen machen im Banger einfach nicht so viel Spaß. Punkt.

Kostenlose Werbung für Freunde der drogenpolitik zum Thema Dabben:

Ausgezeichnete Beratung über Zubehör zum Dabben und zur Herstellung von Konzentraten bietet dabbing.de mit Shop und sehr ausführlichem und lesenswertem Blog zur Thematik.

Lesen übers Dabben könnt ihr bei Cannabis-Rausch.de, da hat Lorenz sehr viel zu geschrieben, hier zum Beispiel über die Jagd nach der richtigen Temperatur und hier ein Test über einen E-Nail, mit dem immer Wunschtemperatur herrscht.

Kräuterkunde intim – Gleitcreme mit Cannabis

Es ist uns gelungen, für einen themenübergreifenden Testbericht die atemberaubende Frau Müller zu gewinnen. Die Suche nach dem passenden Adjektiv hat jetzt aber ein wenig gedauert. Denn normalerweise ist ja in Mediensprech „bezaubernd“ die gängige Bezeichnung, wenn es um nette, guttaussehende Frauen geht, die das geschätzte Publikum an ihrer Sexualität teilhaben lassen. Bezaubernd sind aber in der Regel eher niedliche Backfischlein mit hübschen Rehaugen und anderen Attributen. Hier schreibt aber eine erfahrene, selbstbewusste Frau von ihren Erlebnissen mit ihren Vertrauten beim gemeinsamen, heiteren Spiel mit einem als Gleitgel angewandten Kräuterextrakt. Der Artikel ist eine leicht eingekürzte und veränderte Version des Originals, welches zuerst hier auf Cannabis-Rausch.de erschien. Die Änderungen wurden ziemlich willkürlich von der Redaktion der drogenpolitik vorgenommen. Und zwar nicht, weil irgendetwas an der Sprache auszusetzen wäre, sondern weil Google uns Blogger hasst, wenn wir wortwörtlich voneinander abschreiben. Vor allem, wenn es dabei um Artikel von und mit und über Lehrer geht. Deshalb sauge ich mir auch so eine verquaste Einleitung aus den Fingern.
Die Verwendeten Präparate wurden nach dem Rezept von Do-Ya-Own hergestellt, von dem wir mal ein Paket geschenkt gekriegt haben. Die Drogenpolitik hat es überzeugt, Frau Müller scheint auch recht angetan. Aber lest selbst:

Wenn man sich traut, auch mal jenseits des Standards zwischen Quinoasmoothie und Drogeriehaul zu bloggen, hat man den Vorteil, dass man auch mal nach Meinungen zu nicht standardisierten Dingen gefragt wird. Zauberkapseln und Hexensalbe zum Beispiel. Unschuldig kamen die kleinen Kapseln daher, weniger unschuldig die Salbe, die mir schon beim Öffnen des Deckels mit einem Duftgemisch die Sinne vernebelte, das mich einerseits stark an meinen Lieblingskokosschokoriegel und andererseits an das erinnerte, was ich in einem kleinen Döschen im Todesschrank meiner Einbauküche gleich neben dem Doppeldildo aufbewahre und am liebsten in exklusiver Gesellschaft meiner Lieblingsmenschen zum Freitagabend inhaliere. In den Kapseln befand sich das gleiche vielversprechend duftende Gemisch. Nur eben für die innere Anwendung. Einem Testbericht aus den Tasten des Herrn Wunder entnahm ich, dass diese kleinen feinen Dingerchen einen ganzen Tag gute Laune versprechen.

Die Dosis machts – oder auch nicht

Ich gebe zu, ich gehöre zu den vorsichtigen Menschlein in solchen Dingen. Nicht aus einem Misstrauen heraus, aber etwas, dessen Wirkung ich nicht abschätzen kann, teste ich lieber in geschützter Umgebung. Das könnte an meinem Lehrerberuf liegen. Zumindest sekundär. Denn der ernährt mich nun mal und das nicht allzu schlecht. Und auch wenn die Aussicht auf einen ganzen Tag guter Laune gerade im Hinblick auf einen bevorstehenden Wandertag mit Kevin und Chantal aus Absurdistan oder gar einem Elternabend oder Ausflug mit dem Kollegen äußerst vielversprechend anmutet, entschied ich mich gegen ein Selbstexperiment im beruflichen Setting. Und wenn an den Nachmittagen der Sommerferien einskommazwei Millionen fremde Kinder den Garten der Müllermansion überrennen und ins Poolwasser schwitzen, wäre ne ganze Hand voll solcher Kapseln vermutlich das Mittel der Wahl. Allerdings erinnere ich mich gerne an das letzte Verschmelzen meines Körpers samt Geist mit den Polstern meines Terrassensofas nach Vaporisator-Gebrauch. In diesem Zustand ein fremdes Kloppskind aus den Federn eines Trampolins befreien, erscheint mir selbst mit einigem Abstand als unlösbare Aufgabe.

Frieden in der Kapsel

Nun besuchte ich kürzlich mit meinen Lieblingsmenschen und Geschlechtspartnern, wie Sarah es liebevoll nennt, den Leipziger CSD und verbrachte den anschließenden Sonntag entspannt im Kanal- und Seendurchwirkten Umland. Ich muss sagen, ich habe die Wirkungen der kleinen Freudenbringer überschätzt. Sicherlich bewirkten beide Tage schon auf ganz natürliche Weise bei uns allen vieren gute Laune und ein äußerst entspanntes Gefühl, wie viel davon jedoch auf die Einnahme der Kapseln bzw auf den urlaubsartigen Gesamtzustand ohne Kinder zurückzuführen war, lässt sich nicht sagen. Einzigen Ansatzpunkt bietet die Tatsache, dass Sarahs Aggressionspotential deutlich herabgesetzt erschien. Anders kann ich mir das Überleben des scheinbar stark alkoholisierten jungen Mannes, der ihr in der Fußgängerzone versehentlich Schnaps in die Sandale geschüttet hat, nicht erklären. Und auch ihr, wenn auch bemüht, deeskalierendes Verhalten gegenüber einem frechen Barkeeper, der uns als Heterofrauen augenscheinlich in einer Traube schwuler Männer mit Getränkewünschen an seinem Tresen einfach ignorierte, erscheint mir auffällig.

Es geht zu Sache

Deutlich mehr überzeugte das kokosfettige Geschmiere im unschuldigen Apothekendöschen. Allein der Duft hat auf mich aphrodisierende Wirkung. Irgendwie wie ein geiles Grasbounty. Doppelter Genuss im Töpfchen. Doppelt ist da irgendwie auch gleich das Stichwort. Jedenfalls prädestinieren Duft, Geschmack, Konsistenz und die sowohl hautpflegende als auch entspannende Wirkung das Zeug als hervorragendes Gleitmittel. Aufpassen sollte man nur, dass das beste Stück nicht allzu viel davon abbekommt (was gar nicht so einfach ist, wie man sich vorstellen kann, wenn man einmal im Gras-Bounty-Rausch ist und Lippen, Hände und Muschis riechen und schmecken wie nach einer jamaikanischen Ayurvedabehandlung). Sonst – Obacht – ist bei den Herren der Schöpfung für ein Weilchen die Entspannung ein wenig zu „entspannt“. Ob neben unseren Geschlechtsteilen auch die Hirne nennenswert berauscht waren, lässt sich ebenfalls objektiv noch nicht beurteilen. Die Tatsache allerdings, dass ich nach einem Mann-Frau-Mann-Dreier, den Sarah sich aus Sicht eines Pornoregisseurs von einem Stuhl vor dem Bett aus anschaute, irgendwie an Spanferkel denken musste (ihr wisst schon, hinten und vorne aufgespießt, dreht es sich so lustig um die eigene Achse… das mit dem Drehen haben wir allerdings nicht versucht) und wir im Anschluss nur aus Durst (und weil kein Leitungswasser im Haus war) binnen zehn Minuten zu viert eine Flasche Apfelkorn leerten, lässt darauf schließen. Die Testreihe ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Nächstes Mal hab ich die Regie und nehm Sarah vorher die Poppers weg.

Bekiffte Ameisen auf alter Sandale

 

Haschisch Essen für Fortgeschrittene – ein Produkttest

Heimapotheke Cannabis Edibles

Wir haben mal wieder ein Produkt für den schöneren Cannabis-Genuss geschenkt bekommen. Und zwar ein Set für Cannabis-Esswaren mit dem Namen Do-Ya-Own. Wenn man als Blogger etwas geschenkt bekommt, dann schreibt man einen positiven Bericht darüber oder schweigt. Dieses Edible-Set gefällt mir ausgesprochen gut und ist auf jeden Fall einen Bericht wert.

Zu kaufen gibt es Grundstoffe (leider kein Cannabis) und Rezepte, um unter anderem Canna-Sirup (30 Euro) und Fröhlichkeitspillen (18 Euro) zu Hause selbst herzustellen. Das funktioniert wirklich hervorragend, ist sehr bequem in der Herstellung und hat anschließend ganz wunderbar positive Effekte auf die Laune und allgemeine Befindlichkeit. Es war wirklich sehr gut, denn ich habe mich länger als eine Woche mit Canna-Kapseln und Sirup von Do-Ya-Own beschäftigt und kann mich an relativ wenig aus dieser Zeit erinnern. Aber zum Glück habe ich mir im Tran auch ein paar Notizen gemacht.

Mit dem Haschischessen ist das so eine Sache

Mittlerweile halte ich Essen tatsächlich für die beste und sinnvollste aller Konsumformen. Denn Cannabis rauchen ist wirklich mit das dümmste, was man mit dem guten Kraut anstellen kann. Aber solange man Cannabis raucht, ist jede andere Konsumform sinnlos. In meiner aktiven Kifferzeit habe ich mich auch nicht von Esswaren begeistern lassen. Wenn man vor dem Essen geraucht hat, merkt man nichts besonderes. Denn Essen knallt nicht. Eine cannabinoide Speise ist nämlich kein wirkliches Genussmittel, nichts zum Zuprosten und nichts um es zu teilen und in der Runde weiterzurreichen. Die Speise ist ein Werkzeug, wie eine Aspirin-Tablette oder ein Stück Seife. Etwas, das in jeden Haushalt gehört und bei Bedarf eingenommen werden kann.

Seit ich nur noch Vaporisiere, bin ich an die milde, aber nachhaltige Wirkung eines reinen High gewöhnt und möchte nichts anderes mehr. Und eine meiner Lieblingszubereitungen zum Haschischessen ist eine Alkoholtinktur, die ich aus vaporisierten Resten herstelle.

Was bekommt man von Do-Ya-Own?

Im Paket sind einfache Grundzutaten, Werkzeuge und ein geheimer Wirkverstärker, die es alle sogar etwas billiger in diversen Läden einzeln zu kaufen gibt. Bei den Grundzutaten handelt es sich um Kokosfett für die Kapseln und Glycerin für den Canna-Sirup. Dazu ein idiotensicheres und überraschend angenehm wirksames Rezept.

Wer also schon ein funktionierendes Familienrezept für Brownies oder Haschbutter hat, braucht eigentlich kein Do-Ya-Own-Set. Auch geschickte Hobby-Alchemisten, die immer Trichter, Pipetten, leere Pillenkapseln und das restliche Heimapothekenlabor vorrätig haben, wären nicht besonders beeindruckt. Für alle anderen aber ist Do-Ya-Own eine tolle Idee. Ich zum Beispiel würde mich als semi-ambitionierten Experimentator bezeichnen. Und ich bin total begeistert von den Kleinigkeiten aus dem Do-Ya-Own-Paket. Alle notwendigen Fläschchen und Meßbecher sind dabei. Der Herstellungsprozess wird nicht unterbrochen von dem üblichen „was nehm ich jetzt dafür?“ und „wo soll ich das jetzt wieder kaufen?“ Klar, einzeln sind die Sachen billiger. Aber am Ende hätte ich mit Suchen und Versandkosten wahrscheinlich sogar mehr ausgeben und einen Tausendervorrat von Sachen zu Hause, die ich vielleicht zwei Mal im Jahr brauche. Es ist ein bißchen so wie diese Miracoli-Fertig-Packs inklusive Spaghetti. Wer kochen kann, lacht darüber, aber Leute ohne Erfahrung und ohne die richtigen Werkzeuge profitieren enorm.

Der wirkliche Mehrwert von Do-Ya-Own aber sind die Rezepte, für die es mit dem Set einen Zugangscode gibt. Im Netz und in Büchern kursieren für die Haschisch-Küche 1000 Rezepte und mindestens eine Millionen abschreckende Erfahrungsberichte, wie Leute es total versaut haben. Ich will hier gar nicht von dem Polizisten anfangen, dem ich hinten drauf gefahren bin, als ich mir mal zwei Gramm Braunen in den Tee gebröselt hab. Denn alle solchen großen und kleinen Katastrophen passieren mit dem Do-Ya-Own-Set erst gar nicht.

Die Extraktion erfolgt beim Fett und beim Glycerin mit Kaltauszug ohne Kochen oder Backen. Es funktioniert mit Gras, Gebrösel oder Haschöl. Und es funktioniert richtig gut.

Cannabis KapselnSchwer beeindruckt war ich von der Fettkapsel

Die zeitigt mit minimalem Cannabiseinsatz allerangenehmste Wirkung. Bei mir kamen in eine Kapsel der rechnerische Wirkstoffanteil von 0,04 Gramm Gras. Und beim ersten Versuch war ich von dieser Winzigkeit zum Frühstück den ganzen Tag glücklich. Ich verbrachte einen schönen Frühlingstag draußen mit meiner Familie. Dabei war ich in keiner Weise unzurechnungsfähig und spürte keine körperlichen Wirkungen. Aber Kopf und Gemüt waren so deutlich berührt, dass ich nicht das Bedürfnis hatte, nachzuschmeißen. Zwei Tage später ließ sich das Ergebnis freilich nicht in der Intensität reproduzieren. Zu Hause bei schlechtem Wetter hielt eine Kapsel nur wenige Stunden, ich langweilte mich dann gegen Mittag, so dass ich einen kleinen Dab nachlegte. Mit der heiteren Grundstimmung war das eine gute Idee, welche ich jederzeit zur Nachahmung empfehlen kann.

Zeit also, den Sirup zu testen

Hier funktioniert die Minimalmenge nicht so gut, schon die Anleitung empfiehlt Portionen, die den üblichen Krautmengen von etwa 0,1 Gramm entsprechen. Das passt aber hervorragend, denn so ein Schnapsglas voll Sirup gehört auch in mein Standard-Sour-Rezept. Entgegen den Empfehlungen machte ich erst einen richtigen Sour-Cocktail mit Alkohol, der da eigentlich reingehört. Das vertrug sich gut, der Schnaps überbrückte die halbe Stunde Wartezeit bis der Hanf im Gehirn einmarschiert, danach verbrachte ich einen Abend in schöner Bekifftheit. Auch zum Frühstück tut ein Schluck Cannasirup sehr gut. Empfehlenswerte Tätigkeiten sind Außentermine bei schönem Wetter. Am späten Nachmittag dachte ich, es wär langsam vorbei und gönnte mir ein Bier, was den Sirup aber noch einmal sanft anschob.

Während ich hier tippe, fällt mir aber auf, dass vor lauter Begeisterung über die cremig-fluffige Hanfseligkeit noch gar keine ordentliche Portion getestet habe. Passenderweise war ich auch grad ein paar Tage nüchtern und dürfte keine große Toleranz mehr haben.

Also wird diesmal ein großes Glas getrunken, mit Wirkstoff von einem Viertelgramm gutem Gras, vor dem Mittagessen. Das lässt dann tatsächlich keine Wünsche mehr offen. Ah, jetzt, ja. Die Limonade war köstlich-süffig. Nach einer Viertelstunde setzen erste Entfremdungserscheinungen ein, nach einer halben Stunde ist der Sirup voll da. Damit kann ich keiner geregelten Arbeit mehr nachgehen, aber ohne irgendwelche Paranoia einen seltsamen Tag in der Stadt verbringen. Kein Rauschen, kein Ziehen in den Schläfen, keine Beklemmungen, sogar sinnvolle Gespräche mit Fremden sind möglich, trotz heftigster Verklatschtheit. Es ist einer dieser stundenlangen Momente, wo sich Cannabis fast ein wenig wie LSD anfühlt. Nach Zwei Stunden Realweltzeit aber sind die gröbsten Seltsamkeiten dann auch wieder vorbei und eine lange Entspannung setzt ein, die auch am späten Abend noch spürbar ist.

Meine einzige Kritik bezieht sich auf den Geschmack. Das Kokosfett mit Gras ist nämlich total lecker, dieses soll aber laut Rezept in Kapseln verpackt und einfach geschluckt werden. Ich könnte mir vorstellen, über einen warmen Kuchen geträufelt, würde das toll harmonieren. Beim Sirup dagegen schmeckt man gar nichts mehr vom Gras, denn der mitgelieferte Monin-Sirup überdeckt einfach alles.

Beide Produkte wirken sehr viel angenehmer und milder als mein selbstaufgesetzter Schnaps. Das fällt mir im Dauertest auf. Denn von meiner Tinktur aus Vaporizer-Resten habe ich nach spätestens zwei Tagen Gebrauch für längere Zeit keine Lust mehr auf Cannabis, die Do-Ya-Own-Edibles mit frischem Gras dagegen machen mir jeden Tag aufs neue Appetit.

Do-Ya-Own Edibles sind Kreationen von Till Kasch, einem Cannabis-Patienten, der gegen seine Migräne intensiv mit Esswaren experimentiert und daraufhin die Produkte entworfen hat. Auf Neudeutsch nennt man so ein Projekt wohl Start-Up. Wir haben Sets für CannaCaps und den Sirup Canna Lean Sour Greenly bekommen, wofür wir uns ganz herzlich bedanken.

Dieser Artikel wurde zuerst auf Cannabis-Rausch veröffentlicht. Da mir für den Blog im Moment echt nix neues einfällt, danke ich Daniel ganz herzlich für sein Einverständnis zur Zweitverwertung.

Bekifft im Flugzeug

Speisezubereitungen mit Cannabis wirken lange und stark, dabei ist der Rausch bei richtiger Dosierung leidlich beherrschbar. Es gibt weniger Paranoia als beim Rauchen und wenn man sich selbst weniger verpeilt fühlt, wirkt man auch auf andere kontrollierter. Diese Eigenschaften sollten Haschkeks und Cannabispillen zu einem idealen Medikament gegen Langeweile und Unannehmlichkeit auf Langstreckenflügen machen. Denn man kann sich noch vor allen Sicherheitskontrollen die gewünschte Portion einverleiben, nüchtern den Flieger besteigen und sich dann auf die allmählich anflutende Wirkung freuen, wo andere sich über den unbequemen Sitz in der Economy ärgern.

Mir ist schon bewußt, dass ich mit solch einem Experiment manche Leser vor den Kopf stoßen könnte. Kassandra etwa engagiert sich vehement und mit durchaus guten Gründen gegen Flugreisen. Aber sie ist schon Depressiv und hat mangels wirksamer Heilmittel ein lesenswertes Hobby daraus gemacht, da mache ich mir keine Sorgen, ihre Stimmung zu trüben. Und Arabella verreist zwar nicht gern, aber liest dafür umso lieber, auch Reiseberichte.

Zufällig lagen in der Testschublade noch ein paar Fröhlichkeitspillen aus den Rohstoffen von Do ya own. Die hatten sich ganz ausgezeichnet bewährt wegen ihrer milden, in jeder Hinsicht sozialverträglichen, aber sehr lange andauernden Effekte.
Man kann einwenden, in einem Flugzeug zu sitzen, ist viel zu langweilig und deshalb auch ein wenig Verschwendung des komplexen Wirkstoffe. Denn ein schöner Rausch kommt nicht vom Haschisch allein, er braucht Anregung durch Sinnesreize und Bewegung. Wenn man aber das Flugzeug wechseln muss und durch die unwirkliche Zwischenwelt eines Flughafens schreitet, wird wieder eine ordentliche Portion angereicherter Körpersäfte durch den Kreislauf gepumpt.
Es ist ein warmherziges Gefühl, mit einem Betäubungsmittel in der Blutbahn vor den Schalter einer EU-Aussengrenze zu treten.
Der junge Mann am Zoll ist angenehm. Er strahlt etwas unglaublich verlässliches aus. Nicht interessant, aber präsent. Und klar. Und deutlich. Wie das Licht in der Halle, obwohl der Himmel grau ist. Die Frisur etwas eckig, die Augenbrauen setzen leichte Akzente. Kann ich mich auf einmal für junge Männer begeistern? Sollte eine bekiffte Flugreise die sexuelle Orientierung verändern können? Im Flugzeug dann gilt das Interesse wieder ganz den Damen. Die Flugbegleiterinnen sind nämlich alle blond und engelhaft, dabei charakterstark und unnahbar, wie sich das gewisse Propagandaminister in ihren nordischsten Träumen nicht blonder hätten in die Tasche lügen können.
Das ist jetzt aber nicht allein nur die Wirkung der Medizin. Wir sind nämlich mit Finnair über Helsinki geflogen. Da steigt die Wahrscheinlichkeit auf blonde Menschen mit gesunder Haut und sympathischen Gesichtszüge. Schönes angenehm zu beleuchten scheint ausserdem ein Nationalsport zu sein. Das aufgeschlossene Gesicht des Flugbegleiters öffnet mein Herz dann wieder für die Männlichkeit.

Vor einem Flug Haschisch zu essen, ist also rundum erfreulich und in jeder Hinsicht empfehlenswert. In unserem Fall wertet das auch das kulinarische Erlebnis auf. Denn die nüchterne , nordische Küche ist bei Finnair geschmackvoll gepaart mit äußerst protestantischem Alkoholangebot, ausser dem christlichen Glas Wein zum Essen ist der harte Stoff dort durchweg kostenpflichtig. Das schreit nach langsam wirkenden Retard-Mitteln, mutigere Hobbyschmuggler sollten auch irgendwelche legal aussehenden Tabletten oder Gebäck zum Nachschmeißen für das Handgepäck in Erwägung ziehen.

Wir sind also mal wieder auf Weltreise und werden in diesem Monat wenig mehr schreiben. Hier werden Reblogs von Libra erscheinen, die sich ungeduldige Leser natürlich schon vorab im Original ansehen können.
Alle anderen können uns derweil auf unserem familienfreundlichen Fress- und Reiseblog Confusionfood folgen.

Getrockneter Mumin-Speck mit unverbindlichem Geschmier gilt als Highlight finnischer Bordküche. Auch die übrigen Speisen glänzen durch hohe Qualität, extrem gesundheitsbewusste Portionsgröße und den völligen Verzicht auf jegliche Gewürze.

Boundless CFC Vaporizer – günstig guter Dampf

Boundless CFC Vaporizer

Irgendwann neulich begab es sich, dass irgendwo zwei verschiedene Vaporizer gleichzeitig vor sich hin dampften. Ich hatte meinen Arizer Air dabei und es gab noch einen Boundless CFC. Da staunte ich erst mal, die kleine, elektrische Taschenpfeife vaporisiert genau so gut, wie mein Aluzylinder und kostet nur etwas mehr als halb so viel, nämlich um die 80 Euro. Dazu ist er sehr kompakt, verschwindet in jeder hohlen Hand und nimmt in der Hosentasche weniger Platz weg als ein Mobiltelefon. Bestechend auch die kurze Aufheizzeit, welche die eilende Digitalanzeige noch einmal psychologisch verkürzt, aus den tatsächlichen 30 werden gefühlte 10 Sekunden, dann geht es los.

Dagegen wirkt mein alter Arizer schon etwas betulich mit seiner einzelnen, blinkenden Kontrolleuchte. So eine Digitalanzeige hat wohl der neue Arizer Air inzwischen auch. Vernünftigerweise sollte die auch kein Kriterium sein. Schon im Physikunterricht lernten wir, traue keinem Meßgerät, das Du nicht selber mehrmals geeicht hast. Und Digitalanzeigen gaukeln eine Genauigkeit vor, die eigentlich nicht existiert. Aber wer kifft schon wegen der Vernunft? Digitalanzeigen sind halt einfach totschick.

Das Befüllen der Kammer funktioniert eigentlich Idiotensicher, bedenklich fand ich ein kleines Metallsieb, das lose am Boden liegt und bestimmt gern abends beim Grillen auf der Wiese verloren geht. Da hab ich beim Arizer halt das Glasmundstück, das mal auf hartem Boden zersplittern kann und dann erst mal kaputt wäre und als Ersatzteil nen Zehner kostet.

Im Betrieb tun beide Geräte erstmal nahezu das selbe

Der Arizer fühlt sich insgesamt solider an mit Glasmundstück und Alukapsel. Der Boundless ist halt einfach nur ein Stück ein Plastik. Wegen der kompakten Bauweise wird die Partie um das Mundstück auch irgendwann bald recht heiß. Und der Dampf ist etwas dünner, bei höherer Nominaltemperatur. Für das selbe Kraut muss der Boundless auf über 200° C laufen, während der Air auf zweiter Stufe gemütliche 190° Grad heizt und dabei etwas satteren Dampf macht.

Dass der Boundless keine Konzentrate verdampfen kann, ist bei einem Abend mit Gras erst mal nur ein theoretischer Nachteil. Das könnte der Arizer Air. Auch mag ich grundsätzlich den austauschbaren Akku meines Arizer. Wenn man aber nur leere Ersatzakkus und kein Ladegerät eingepackt hat, ist mit dem Arizer bald Schluss, während der Boundless weiter dampft und mit seinem fest verbauten Energiespeicher nur mal zwischendurch 20 Minuten Erholungspause am USB-Kabel braucht.

Boundless CFC in der Hand

Das Bedienfeld des Boundless CFC. Bilder: CR

Der kleine kann was. Den Gesamteindruck will ich mal mit Autos vergleichen: In einem billigen Fiat Panda kommt man genauso ans Ziel wie in einer Mercedes-Limousine, bei Tempolimit und Verkehrslage sogar in der gleichen Zeit. Die Billigmöhre ist mitunter sogar etwas wendiger, in der Limousine sitzt man aber bequemer.

Ich muss zugeben: Es geht auch um Distinktion

Mit einem teureren, besseren Konsumgut werte ich meine Persönlichkeit auf. Und ein Mercedes poliert auch das Ego, ist für Vielfahrer aber tatsächlich die bessere Wahl. Wer das Geld hat, sollte sich in der höheren Preisklasse umsehen und einmal was richtiges kaufen. Aber wer nicht viel Geld auf einmal ausgeben will, oder ein Zweitgerät für Kino und Inlandsflug haben möchte, ist mit dem kleinen Boundless gut bedient.

Ich bin immer noch zufrieden mit meinen Kauf, aber hätte man mir den Boundless als ersten angeboten, hätt‘ ich den genommen und wär wahrscheinlich genauso froh.

Kanna – Ratgeber für Erstkonsumenten

 Die Pflanze

„Kanna“ oder, wie es Intellektuelle nennen, Sceletium tortuosum, ist eine Pflanze, die in Südafrika weit verbreitet ist. Kanna wurde von niederländischen Kolonisten Südafrikas „Kougoed“ genannt was so viel heißt wie „Kaugut“. Ich kann Wikipedia-Einträge lesen. Dieser Name weist auch auf die verbreitete Konsumart des Kauens hins.

Auf dieser Seite ist alles Referate-Wissen und Kolonialfolklore über Kanna zusammengetragen. Aber das Wissen darüber, welche vom Aussterben bedrohten, romantisierten Naturvölker das angeblich nahmen, ist nur schmückendes Beiwerk. Es hilft damit wir vor uns selbst und unseren Eltern gebildet, verantwortungsbewusst und aufgeklärt erscheinen. Die geschichtlich interessanten Daten aber sind ungewiss, nämlich seit wann die westliche Mittelschicht Kanna als Droge konsumiert, um Langeweile und mangelndes Selbstwertgefühl zu betäuben, woher es kam und wer es verbreitete. Kanna scheint ein Phänomen des Internetzeitalters zu sein. Vorher gab es das nicht in der hedonistischen Konsumgesellschaft oder das Wissen hat es nicht aus den Bücherregalen ins Internet geschafft und muss deshalb als verschollen gelten. Erforschung und Vermarktung von Kanna zu Genusszwecken finden erst seit etwa 2010, frühestens seit 2000 statt. Auch die Bundesdrogenbeauftragte erwähnt es noch nicht als empfehlenswerte Substanz.

Kanna Flower Pot Sceletium tortuosum

Die Nachzucht von Kanna ist möglich. Foto: 3thnobotanicals

Was zum Teufel ist da eigentlich drin?

Kanna enthält einige Alkaloide aber die meisten davon sind nutzlos. Uns interessieren nur drei Hauptalkaloide der Pflanze, Mesembrin, Mesembrenin und Tortuosamin. Mesembrin ist der Hauptwirkstoff und wirkt als SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer). Daher kann Kanna antidepressive Wirkung haben, aber auch einige Risiken mit sich bringen (siehe Punkt: Mischkonsum).

Die Wirkung

Kanna hat nach meiner Erfahrung verschiedene Wirkmuster, von denen ich drei dominante unterscheide. Das sind sedierende, aufputschende und psychedelische Wirkung. Diese verhalten sich zueinander wie die Ecken einer „Dreiecksskala“. Also kann entweder eine Wirkungsart dominieren, zwei etwa gleichstarke Wirkungen oder drei total ausgeglichene Wirkungen auftreten. Ich gehe die nun Einzeln durch und versuche, genau zu beschreiben:

Sedierend

Kannas Sedierende Wirkung zeigt sich als angenehmes Verlangen nach Entspannung oder Schlaf. Ich finde, dass hier die empathische Seite von Kanna deutlich aufscheint. Während der Sedierung steigt das Verlangen nach Nähe. Dinge fühlen sich viel, viel angenehmer an und man ist auch viel Entspannter.

Aufputschend

Die aufputschende Wirkung ist ein plötzlicher Rush von Energie mit starkem Bewegungsdrang, eventuell auch mit einem Laberflash (med.: Logorrhoe). Die empathogene Wirkung hält sich in Grenzen, das Körpergefühl ist meist eher kalt bis hin zu einem leichten Gefühl von Schwerelosigkeit. Oder dem genauen Gegenteil davon. Viele Sachen fühlen sich rauer an und die Optik wird um einiges schärfer.

Psychedelisch

Die psychedelische Wirkung ist die interessanteste. Bisher erlebte ich nur zwei Mal mit Kanna eine dominierende psychedelische Wirkung. Die Optik wird schärfer, Dinge am Rand des Blickfeldes scheinen sich zu bewegen. Das sind aber die einzigen optischen Halluzinationen. Interessanter ist, was sich im Kopf abspielt. Die Gedanken werden realistischer. Sie erschein als deutliche, dreidimensionale Bilder im Geist. Der Gedankenfluss ist, ähnlich wie bei Cannabis, viel rapider und kreativer. Auch die psychedelische Wirkung verstärkt die Empathie, jedoch nicht so stark und regelmäßig, wie bei der sedierenden Wirkung. Auch der Tastsinn ist intensiver in diesem Zustand. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber manche Dinge fühlen sich sehr schön an.

Der Konsum (Das Ballern in Volksdeutsch)

Tipp für Einsteiger: Finger weg von einfachem Kanna-Pulver. Kannablätter sind ihr Geld eher wert, da sie sich bequem rauchen lassen. Zu empfehlen ist auch pulverförmiger Extrakt. Normales Pulver ist zwar rauchbar, jedoch braucht man deutlich mehr als bei einem Extrakt und da passiert es ganz gerne mal, dass einem das Zeug in den Mund fliegt. (Vertraut mir es ist mir schon passiert!!!

Wie kann ich mein Kanna konsumieren?

Kanna ist die ultimative Droge wenn es um Konsumarten geht. Kanna kann man rauchen, dampfen, zu Tee verarbeiten, in Alkohol einlegen, Sniffen, unter die Zunge legen und essen. Ob der Konsum rektal möglich ist, weiß ich nicht und möchte es ungerne recherchieren…

Rauchen

„Kanna auf sich alleine gestellt rauchen ist Sinnlos“ Durfte ich wirklich sehr oft schon lesen, jedoch möchte ich jedem Kannaeinsteiger sagen, dass der Monokonsum einer Kannarette nicht sinnlos ist, ich empfinde das sogar als sehr schön für zwischendurch. Die Wirkung erscheint recht Subtil aber ist zu empfehlen für einen kleinen Boost. Empfehlenswert ist der Mischkonsum mit Cannabis (siehe Punkt: Mischkonsum)

Dampfen

Kanna schmeckt beim Dampfen gar nicht so scheiße, sagen mir einige Leute. Leider hab ich bisher nur eine Erfahrung mit Kanna im Macgyver Vaporisierer und in dem schmeckte selbst Ott beschissen also kann ich da nicht viel sagen. Der Siedepunkt von Mesembrin liegt bei 186-190°C

Tee

Happy Tea soll ganz nett schmecken aber man sollte das definitiv mit irgendwas mischen was gut schmeckt, nur so für den Fall.

Sniffen

Beim Nasalen Konsum von Kanna ist definitiv die Stärkste, aber auch kürzeste Wirkung zu erwarten. Zudem brennt es ziemlich mies in der Nase und wenn’s den Rachen runter läuft, fühlt sich das ziemlich ranzig an. Ich mag’s trotzdem.

Sublingual

Viele Leute finden den Geschmack von Kanna abstoßend. Wer den verträgt, kann die Droge unter die Zunge legen und dort für ein paar Minuten liegen lassen.

Oral

In Kapseln einführen, zu Bomben machen oder Toss N Wash empfehlen sich hier sehr, jedoch kann Kanna auch gekaut werden (wers mag).

Dosierung

Die Folgenden Dosierungen sind alle Standardangaben aus dem Internet. Sie beziehen sich auf normales Kanna, nicht auf Extrakte. Ich benutze niemals bestimmte Dosierungen sondern nehme das Zeug immer so Pi mal Daumen.

!!!Tastet euch mit einer kleineren Dosis an. Findet die Dosis welche euch am meisten zusagt anstatt direkt mit einer höheren Dosis zu starten!!!

Oral

Leichte Dosis: 250 – 500mg
Mittlere Dosis: 500 – 1000mg
Starke Dosis: 1000 – 2000mg

Nasal

Leichte Dosis: 20 – 50mg
Mittlere Dosis: 50 – 75mg
Starke Dosis: 75 – 100mg

Rauchen

Leichte Dosis: 30 – 50mg
Mittlere Dosis: 50 – 100mg
Starke Dosis: 100 – 250mg

Hier könnt ihr eine kurze Raucherpause einlegen

 

Alles klar weiter im Text

Mischkonsum

Kanna ist eine Pflanze, welche mit Alkohol und Cannabis wirklich extrem synergetisch wirkt

Kanna im Mischkonsum mit Cannabis

Kanna mit Cannabis zu mischen ist in meinen Augen eine der besten Dinge die man mit Kanna tun kann. Kanna verstärkt die Wirkung von THC und steigert die euphorische und psychedelische Wirkung. Durch den Mix mit Kanna braucht man weniger Cannabis, also ist es auch ein guter Mix für den Geldbeutel.

Kanna im Mischkonsum mit Alkohol

Kanna in Alkohol einlegen oder Kanna rauchen/dampfen/sniffen/usw. während man trinkt, verstärkt die Wirkung von Alkohol erheblich. Beide Drogen gleichen sich aus und passen sehr gut zueinander.

Mischkonsum im Allgemeinen

Kanna ist ein SSRI was den Mischkonsum mit einigen Drogen tatsächlich ziemlich schwer macht

Laut einigen Quellen soll Kanna mischbar sein mit Pilzen jedoch sind sehr kleine Dosen empfohlen. Imo würde ich davon aber eher abraten

Warnung

Wie bereit erwähnt ist Kanna ein SSRI. Es ist absolut davon abzuraten Kanna mit Substanzen wie MDMA, MDA, 2C-B, 4-FA oder anderen SSRIs und MAOIs einzunehmen. Dies kann zu einem Serotoninsyndrom und schließlich auch zum Tod führen. Ebenfalls ist vom Konsum abzuraten, wenn man derzeitig vom Arzt verschriebene Medikamente wie z.B. Antibiotika einnimmt!!!

Von der Einnahme von Kanna ist auch abzuraten wenn man ein schwaches Herz, Bluthochdruck, Gefäßerkrankung, Probleme mit Schilddrüse und/oder Leber, Panikattacken oder Psychischen Erkrankungen hat!!!!

Empfehlenswerter Extrakt

Am meisten Empfehlen kann ich jedem „Kanna Extreme“ jedoch ist nichts falsch daran sich mit 10x an die ganze Kanna Sache ranzutasten.

Herzlichen Glückwunsch

Du hast die Kanna Schule erfolgreich abgeschlossen und bist qualifiziert, um Kanna zu dir zu nehmen

Diese Artikel erschien zuerst auf Facebook Post und ist gewidmet all den Leuten, die sagen, Kanna hätte absolut keine Wirkung und sei Geldverschwendung, den Kanna-Enthusiasten und ganz besonders allen, die gerne sehr, sehr lange Posts auf Facebook lesen (Ihr 0,00000000000000000003% der Weltbevölkerung).

Alexander J. Thompson ist Experte für Sprechgesang und private Medikamententests, im Hauptberuf aber Hesse von Geburt und aus Überzeugung.

 

Die Kunst des Dampfens

Puffco elektrischer Dabstick Vaporizer

Ein Puffco+ Vaporizer speziell für Konzentrate, auch Haschöl genannt. Foto: @lofotomanie

Das teure Hobby des Marihuanagenusses hängt für mich seit jeher mit den zwei essentiellen Grundzutaten zusammen: Cannabis oder Hasch und Tabak. Die Mischung bestimmt Wirkstoffgehalt, Geschmack, Rauschverlauf. Eine der beiden Pflanzen steckt im verarbeiteten, genussfertigen Zustand voller Giftstoffe, macht stark abhängig, dumm und impotent, verklebt die Lungenbläschen und verstopft die Arterien. Hier ist nicht die rede vom Gras. Und wer das ohne sauren Tabakgeschmack genießen will, raucht meist pur.

Oder er dampft. Und fühlt sich vielleicht ein bisschen wie ein neumodischer, kiffender Hipster, wenn er das schlanke schwarze Handgerät zum Mund führt und nach dem Inhalieren nichts als eine dünne, dafür aber umso aromatischere Dampfwolke in die Abendluft bläst. Man könnte denken, es handle sich um eine E-Zigarette.

In Wirklichkeit befindet sich in der Keramikheizkammer des mobilen Vaporizers kein Liquid, sondern zerkleinerte, getrocknete Cannabisblüten. Die werden bei Temperaturen zwischen 180° und 210° Celsius erhitzt, ohne zu verbrennen. Die Cannabinoide werden dabei buchstäblich gekocht und verdampft. Der so entstandene Dampf enthält etwa 90% Cannabinoide, während der Rauch beim Verbrennen eines Joints nur 10% der begehrten Wirkstoffe enthält.

Etliche Versuche, das Rauchen aufzugeben, scheiterten am Kiffen. Um der Tabaksucht den Rücken kehren zu können, ohne auf den Cannabiskonsum verzichten zu müssen, kaufte ich mir den Flowermate V5.0S Pro. Das im Gehäuse verstaubare Mundstück aus Glas ist nicht nur edel, sondern auch verdammt praktisch und das Gerät heizt wirklich schnell auf. Es passt in jede Hosentasche, lässt sich leicht reinigen und die Temperatur ist aufs Grad genau einstellbar.

Doch das Umgewöhnen ist gar nicht mal so einfach

Wenn man die Wirkung von Cannabis im Zusammenspiel mit Tabak gewöhnt ist, kommt einem das Dampfen erst mal „läpsch“ vor. Schmeckt zwar lecker, aber richtig breit wird man nicht davon. Der werte Herr Chefredakteur machte mich darauf aufmerksam, dass man das dampfen erst lernen muss. Das heißt, 24 Stunden nicht kiffen und dann dampfen – ruhig mit etwas mehr Gras und einer höheren Temperatur anfangen. Der Wirkungseintritt ist viel verzögerter beim Dampfen und auch der Rausch verhält sich ganz anders.

Seitdem habe ich es oft versucht, auch nach tagelanger Abstinenz, doch der Flowermate kann meinen Ansprüchen nicht genügen. Der Dampf schmeckt schnell nach Popcorn, was für eine zu hohe Temperatur spricht, doch bei niedrigen Gradzahlen kommt überhaupt kein Dampf und die Wirkung fällt auch sehr mau aus. Ich kann mich also nicht wirklich ans Dampfen mit dem Gerät gewöhnen, und so wird der kleine Vaporisierer nur selten genutzt; vor allem zum Verdampfen von getrockneten Heilkräutern wie Salbei oder Thymian – das wirkt bei Erkältungen Wunder und schmeckt obendrein wirklich köstlich.

Zwei gute Freunde konsumieren auf eine ganz andere Art und Weise: Sie verdampfen Extrakt durch einen entsprechenden Vaporizer. Ich durfte das schon mehrmals testen und war so begeistert, dass ich mir vor kurzem so ein Gerät bestellt habe:

Der Puffco+ ist ein sogenannter Vaporizer Pen, kürzer als ein Kuli und mindestens genau so handlich. In der Öffentlichkeit ist er noch dezenter einsetzbar als der Flowermate und durch das stiftartige Design lässt er sich in jeder Tasche verstauen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Konzentrat-Dampfern hat dieser hier keine Heizspule in der Keramikheizkammer. An einem ebenfalls aus Keramik bestehenden Dorn im Innern der Kammer haftet ein Tropfen des wertvollen Öls, das Erhitzen geschieht durch ein Heizelement außerhalb der Kammer. Die wiederum lässt sich dadurch extrem leicht reinigen und das Öl kommt nicht mit Plastik- oder metallteilen in Berührung. Die Dampfentwicklung und die Wirkung sind mehr als zufriedenstellend.

Vaporisiert wird im Puffco, was am Keramikdorn hängenbleibt. Foto: @lofotomanie

Das Vaporisieren von Haschöl hat übrigens große Vorteile

Einer der Überzeugendsten ist wohl der Geschmack. Beim Inhalieren des Dampfs entwickeln sich unfassbar intensive, fruchtige oder würzige Aromen, die je nach Haschsorte und Extraktionsvorgang variieren. Durch das Ausbleiben von Tabak wird das Konsumerlebnis ohnehin schon viel geschmackvoller, aber wer ein Gourmet in Sachen Haschisch ist, sollte diese Erfahrung auf jeden Fall gemacht haben!

Auch das Wirkverhalten ist fast unschlagbar: Der Eintritt der Wirkung lässt nicht ganz so lange auf sich warten wie beim Dampfen von Cannabisblüten und die Wirkung selbst ist intensiver. Allerdings sollte man auch vorsichtiger dosieren. Das Öl ist sehr viel potenter als Gras und auch wenn die Verzögerung im Wirkungseintritt kürzer ist: sie ist da.

Und der Vorteil, den alle Arten des Dampfens inne haben: Kein Tabak, kein lästiges Bauen, keine Paper-Not oder Tip-Knappheit. Nur du und dein Vapo.

Stay high!

Sour aus Birnenschnaps hilft bei historischen Altlasten

Baron Hildprandt Hruskovice

Als Blogger muss man von seinen Urlaubsreisen schreiben, ein Blog ist schließlich die Diashow des Internetzeitalters. Wer da keine Lust drauf hat, kann sich einfach woanders hin klicken oder die elektronischen Medien zur Seite legen und mal wieder was sinnvolles machen. Allen anderen erzähl ich was von unserem Skiurlaub, denn Wintersport ist bekanntermaßen die perfekte Ausrede, um Frühstück, zweites Frühstück und Mittagessen durch einen Schnaps zu ersetzen. Traditionell sind das in den Bergen natürlich Obstbrände. Diesmal ging es ins Riesengebirge und zwar an die südliche, auf tschechischem Staatsgebiet liegende Flanke, deren Flüsse über die Elbe in die Nordsee drainieren. In diesem Teil Osteuropas, also vom Riesengebirge bis zum Mittelmeer, ist der Obstler der Wahl selbstverständlich ein Pflaumenbrand, Slibovic oder Slivovice. Als geschmacklich bessere Alternative wurde gern der Birnenbrand, Hruskovice, gereicht. Was das H und das R in dem Namen nebeneinander zu suchen haben, ist mir schleierhaft. Das Tschechische gehört eben zu den Sprachen, die mit Vokalen traditionell eher Sparsam umgehen.

Birnenbrand nun ist ganz und gar nicht hip oder populär, aber alle Jahre wieder im Winterurlaub lassen wir uns die Qualität und den angenehme Geschmack dieser ureigentlichen Spirituose gerne wieder in Erinnerung gerufen. Es ist ein total konservativ-altbackenes Getränk. Aber einfach gut und lecker, ohne Werbung, ohne schicken Namen, ohne ein Image. So wie die gute alte Zeit, als die Urgroßeltern im Pferdeschlitten zu Weihnachten unter Pelz und Decken fummeln konnten… oh what fun it is to ride… Die halbe Stunde im One horse open sleigh kostete gut 40 Euro, das sollte einem die Liebste schon wert sein. Die weiße Weihnacht jedenfalls hat für uns Bundesbürger also ausnahmsweise mal nicht der Klimawandel geraubt. Die ist einfach in den Ostgebieten geblieben. Denn das Riesengebirge – es gibt auch einen Tschechischen Namen dafür, aber der hat wieder furchtbar wenig Vokale – ist Teil dessen, was mal Sudetenland hieß.

Als Urlauber braucht uns das nicht weiter zu belasten. Wir können uns beim morgendlichen Schnaps entspannt zurücklehnen und uns freuen, daß die Deutschen das Mittelgebirge so hübsch hergerichtet haben, jetzt aber glücklicherweise weg sind und wir deshalb total entspannt unsere Ferien genießen können. Aber über die Heimatvertriebenen darf man keine Witze machen. Denn auch wenn wir spätgeborenen den grausamen Schrecken von Flucht und Vertreibung nicht nachvollziehen wollen und können, droht uns das Ungemach in Form von Vertriebenenverbänden und deren Vorsitzenden und Vorsitzendinnen, welche nach wie vor unsere Gesellschaft mitgestalten wollen. Auch im Hinblick auf unser aller Zukunft sollten wir uns also nach ein paar Schnäpsen die Frage stellen: Können wir Deutschen mit anderen Völkern zusammenleben, ohne dass wir denen mit unserem unbedingten Gestaltungswillen permanent auf den Wecker fallen?

Im Riesengebirge jedenfalls wird nicht mehr viel gestaltet, seit man die Deutschen erfolgreich verjagt hat. Die letzte Gestaltung betraf die Tschechisierung der Ortsnamen, manchmal durch Übersetzung, oft aber durch gewaltsame Streichung von Vokalen. Die Umgestaltung der Bevölkerung verlief dagegen nicht besonders Nachhaltig. Es wurden bis heute nicht die ursprünglichen Einwohnerzahlen erreicht, wirtschaftlich dümpelt die Gegend so vor sich hin. Der Tourist merkt das daran, daß es in den Skiorten außer Gastronomie praktisch keine normalen Geschäfte gibt. Lebensmittel bekommt man im vietnamesischen Alles-Laden.

Hanfblüten

Entspannender Kräutertee im vietnamesischen Alles-Laden

Aber hinter zwei Vietnamesen fanden wir in einer kleinen Passage eine noch kleinere Wein- und Schnapsboutique. Dort erstanden wir als Souvenir eine Flasche Baron Hildprandt Hruskovice, rund 10 Euro billiger als die halbstündige Schlittenfahrt. Auch der Schnaps kommt natürlich nicht aus dem Riesengebirge, Baron Hildprandt wohnt nämlich gar nicht in den Sudeten, Verzeihung, im Riesengebirge, sondern irgendwo in einem Böhmischen Dorf zwischen den Großbrauereien Pilsen und Budweis. Die Birnen dort scheinen jedenfalls gut zu sein, das vierfach destillierte Erzeugnis schmeckt und wirkt hervorragend, ohne am nächsten Tag unangenehm aufzufallen. Zu Hause im Alltag sind wir aber nur selten so euphorisch, daß wir den Morgen mit einem kurzen Klaren begrüßen möchten. Wegen der vielen, drängenden, deutschen Fragen vermutlich. Deshalb verlegen wir den Alkoholkonsum wieder auf den abendlichen Cocktail. Der einzige Cocktail, den wir können, ist ein Sour. Zitronensaft und Läuterzucker im Schnaps geht nämlich immer, zu Hause kann auf schäumendes Beiwerk wie Eiweiß gerne verzichtet werden. Das Problem ist nur das richtige Mischungsverhältnis für die jeweilige Alkoholsorte. Bei charakterstarkem Whisky ist das einfach, Alkohol:Zitrone:Zucker 2:2:1, funktioniert immer. Bei weniger ausdrucksstarkem Alkohol muss immer mehr Sprit rein. Für Wodka habe ich das Rezept noch nicht gefunden, wer eins hat, bitte melden. Beim Birnenschnaps aber war direkt die erste Runde Google ein Volltreffer, 6:3:2 und die Birne vereinigt sich mit der Zitrone in perfekt-fruchtiger Harmonie. Die Drogenpolitik hat einen neuen Lieblingsdrink.

Skifahren für mehr Schnaps

Skifahren für den Weltfrieden und natürlich für mehr Schnaps

Wer Birnenstöcke oder Zitronenbäumchen in seinem Wohnzimmer züchten möchte, findet die passende Ausrüstung bestimmt bei unserem Werbepartner GrowGuru.growguru