Bekifft im Flugzeug

Speisezubereitungen mit Cannabis wirken lange und stark, dabei ist der Rausch bei richtiger Dosierung leidlich beherrschbar. Es gibt weniger Paranoia als beim Rauchen und wenn man sich selbst weniger verpeilt fühlt, wirkt man auch auf andere kontrollierter. Diese Eigenschaften sollten Haschkeks und Cannabispillen zu einem idealen Medikament gegen Langeweile und Unannehmlichkeit auf Langstreckenflügen machen. Denn man kann sich noch vor allen Sicherheitskontrollen die gewünschte Portion einverleiben, nüchtern den Flieger besteigen und sich dann auf die allmählich anflutende Wirkung freuen, wo andere sich über den unbequemen Sitz in der Economy ärgern.

Mir ist schon bewußt, dass ich mit solch einem Experiment manche Leser vor den Kopf stoßen könnte. Kassandra etwa engagiert sich vehement und mit durchaus guten Gründen gegen Flugreisen. Aber sie ist schon Depressiv und hat mangels wirksamer Heilmittel ein lesenswertes Hobby daraus gemacht, da mache ich mir keine Sorgen, ihre Stimmung zu trüben. Und Arabella verreist zwar nicht gern, aber liest dafür umso lieber, auch Reiseberichte.

Zufällig lagen in der Testschublade noch ein paar Fröhlichkeitspillen aus den Rohstoffen von Do ya own. Die hatten sich ganz ausgezeichnet bewährt wegen ihrer milden, in jeder Hinsicht sozialverträglichen, aber sehr lange andauernden Effekte.
Man kann einwenden, in einem Flugzeug zu sitzen, ist viel zu langweilig und deshalb auch ein wenig Verschwendung des komplexen Wirkstoffe. Denn ein schöner Rausch kommt nicht vom Haschisch allein, er braucht Anregung durch Sinnesreize und Bewegung. Wenn man aber das Flugzeug wechseln muss und durch die unwirkliche Zwischenwelt eines Flughafens schreitet, wird wieder eine ordentliche Portion angereichert Körpersäfte durch den Kreislauf gepumpt.
Es ist ein warmherzig Gefühl, mit einem Betäubungsmittel in der Blutbahn vor den Schalter einer EU-Aussengrenze zu treten.
Der junge Mann am Zoll ist angenehm. Er strahlt etwas unglaublich verlässliches aus. Nicht interessant, aber präsent. Und klar. Und deutlich. Wie das Licht in der Halle, obwohl der Himmel grau ist. Die Frisur etwas eckig, die Augenbrauen setzen leichte Akzente. Kann ich mich auf einmal für junge Männer begeistern? Sollte eine bekiffte Flugreise die sexuelle Orientierung verändern können? Im Flugzeug dann gilt das Interesse wieder ganz den Damen. Die Flugbegleiterinnen sind nämlich alle blond und engelhaft, dabei charakterstark und unnahbar, wie sich das gewisse Propagandaminister in ihren nordischsten Träumen nicht blonder hätten in die Tasche lügen können.
Das ist jetzt aber nicht allein nur die Wirkung der Medizin. Wir sind nämlich mit Finnair über Helsinki geflogen. Da steigt die Wahrscheinlichkeit auf blonde Menschen mit gesunder Haut und sympathischen Gesichtszüge. Schönes angenehm zu beleuchten scheint ausserdem ein Nationalsport zu sein. Das aufgeschlossene Gesicht des Flugbegleiters öffnet mein Herz dann wieder für die Männlichkeit.

Vor einem Flug Haschisch zu essen, ist also rundum erfreulich und in jeder Hinsicht empfehlenswert. In unserem Fall wertet das auch das kulinarische Erlebnis auf. Denn die nüchterne , nordische Küche ist bei Finnair geschmackvoll gepaart mit äußerst protestantischem Alkoholangebot, ausser dem christlichen Glas Wein zum Essen ist der harte Stoff dort durchweg kostenpflichtig. Das schreit nach langsam wirkenden Retard-Mitteln, mutigere Hobbyschmuggler sollten auch irgendwelche legal aussehenden Tabletten oder Gebäck zum Nachschmeißen für das Handgepäck in Erwägung ziehen.

Wir sind also mal wieder auf Weltreise und werden in diesem Monat wenig mehr schreiben. Hier werden Reblogs von Libra erscheinen, die sich ungeduldige Leser natürlich schon vorab im Original ansehen können.
Alle anderen können uns derweil auf unserem familienfreundlichen Fress- und Reiseblog Confusionfood folgen.

Getrockneter Mumin-Speck mit unverbindlichem Geschmier gilt als Highlight finnischer Bordküche. Auch die übrigen Speisen glänzen durch hohe Qualität, extrem gesundheitsbewusste Portionsgröße und den völligen Verzicht auf jegliche Gewürze.

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Boundless CFC Vaporizer – günstig guter Dampf

Boundless CFC Vaporizer

Irgendwann neulich begab es sich, dass irgendwo zwei verschiedene Vaporizer gleichzeitig vor sich hin dampften. Ich hatte meinen Arizer Air dabei und es gab noch einen Boundless CFC. Da staunte ich erst mal, die kleine, elektrische Taschenpfeife vaporisiert genau so gut, wie mein Aluzylinder und kostet nur etwas mehr als halb so viel, nämlich um die 80 Euro. Dazu ist er sehr kompakt, verschwindet in jeder hohlen Hand und nimmt in der Hosentasche weniger Platz weg als ein Mobiltelefon. Bestechend auch die kurze Aufheizzeit, welche die eilende Digitalanzeige noch einmal psychologisch verkürzt, aus den tatsächlichen 30 werden gefühlte 10 Sekunden, dann geht es los.

Dagegen wirkt mein alter Arizer schon etwas betulich mit seiner einzelnen, blinkenden Kontrolleuchte. So eine Digitalanzeige hat wohl der neue Arizer Air inzwischen auch. Vernünftigerweise sollte die auch kein Kriterium sein. Schon im Physikunterricht lernten wir, traue keinem Meßgerät, das Du nicht selber mehrmals geeicht hast. Und Digitalanzeigen gaukeln eine Genauigkeit vor, die eigentlich nicht existiert. Aber wer kifft schon wegen der Vernunft? Digitalanzeigen sind halt einfach totschick.

Das Befüllen der Kammer funktioniert eigentlich Idiotensicher, bedenklich fand ich ein kleines Metallsieb, das lose am Boden liegt und bestimmt gern abends beim Grillen auf der Wiese verloren geht. Da hab ich beim Arizer halt das Glasmundstück, das mal auf hartem Boden zersplittern kann und dann erst mal kaputt wäre und als Ersatzteil nen Zehner kostet.

Im Betrieb tun beide Geräte erstmal nahezu das selbe. Der Arizer fühlt sich insgesamt solider an mit Glasmundstück und Alukapsel. Der Boundless ist halt einfach nur ein Stück ein Plastik. Wegen der kompakten Bauweise wird die Partie um das Mundstück auch irgendwann bald recht heiß. Und der Dampf ist etwas dünner, bei höherer Nominaltemperatur. Für das selbe Kraut muss der Boundless auf über 200° C laufen, während der Air auf zweiter Stufe gemütliche 190° Grad heizt und dabei etwas satteren Dampf macht.

Dass der Boundless keine Konzentrate verdampfen kann, ist bei einem Abend mit Gras erst mal nur ein theoretischer Nachteil. Das könnte der Arizer Air. Auch mag ich grundsätzlich den austauschbaren Akku meines Arizer. Wenn man aber nur leere Ersatzakkus und kein Ladegerät eingepackt hat, ist mit dem Arizer bald Schluss, während der Boundless weiter dampft und mit seinem fest verbauten Energiespeicher nur mal zwischendurch 20 Minuten Erholungspause am USB-Kabel braucht.

Boundless CFC in der Hand

Das Bedienfeld des Boundless CFC. Bilder: CR

Der kleine kann was. Den Gesamteindruck will ich mal mit Autos vergleichen: In einem billigen Fiat Panda kommt man genauso ans Ziel wie in einer Mercedes-Limousine, bei Tempolimit und Verkehrslage sogar in der gleichen Zeit. Die Billigmöhre ist mitunter sogar etwas wendiger, in der Limousine sitzt man aber bequemer.

Ich muss zugeben: Es geht auch um Distinktion. Mit einem teureren, besseren Konsumgut werte ich meine Persönlichkeit auf. Und ein Mercedes poliert auch das Ego, ist für Vielfahrer aber tatsächlich die bessere Wahl. Wer das Geld hat, sollte sich in der höheren Preisklasse umsehen und einmal was richtiges kaufen. Aber wer nicht viel Geld auf einmal ausgeben will, oder ein Zweitgerät für Kino und Inlandsflug haben möchte, ist mit dem kleinen Boundless gut bedient.

Ich bin immer noch zufrieden mit meinen Kauf, aber hätte man mir den Boundless als ersten angeboten, hätt‘ ich den genommen und wär wahrscheinlich genauso froh.

Wer Kräuter für seinen Vaporizer, egal ob günstig oder komfortabel, im Wohnzimmer züchten möchte, kann sich bei GrowGuru, dem  Werbepartner der drogenpolitik nach Gewächshaustechnik umsehen.
growguru

Die Kunst des Dampfens

Puffco elektrischer Dabstick Vaporizer

Ein Puffco+ Vaporizer speziell für Konzentrate, auch Haschöl genannt. Foto: @lofotomanie

Das teure Hobby des Marihuanagenusses hängt für mich seit jeher mit den zwei essentiellen Grundzutaten zusammen: Cannabis oder Hasch und Tabak. Die Mischung bestimmt Wirkstoffgehalt, Geschmack, Rauschverlauf. Eine der beiden Pflanzen steckt im verarbeiteten, genussfertigen Zustand voller Giftstoffe, macht stark abhängig, dumm und impotent, verklebt die Lungenbläschen und verstopft die Arterien. Hier ist nicht die rede vom Gras. Und wer das ohne sauren Tabakgeschmack genießen will, raucht meist pur.

Oder er dampft. Und fühlt sich vielleicht ein bisschen wie ein neumodischer, kiffender Hipster, wenn er das schlanke schwarze Handgerät zum Mund führt und nach dem Inhalieren nichts als eine dünne, dafür aber umso aromatischere Dampfwolke in die Abendluft bläst. Man könnte denken, es handle sich um eine E-Zigarette.

In Wirklichkeit befindet sich in der Keramikheizkammer des mobilen Vaporizers kein Liquid, sondern zerkleinerte, getrocknete Cannabisblüten. Die werden bei Temperaturen zwischen 180° und 210° Celsius erhitzt, ohne zu verbrennen. Die Cannabinoide werden dabei buchstäblich gekocht und verdampft. Der so entstandene Dampf enthält etwa 90% Cannabinoide, während der Rauch beim Verbrennen eines Joints nur 10% der begehrten Wirkstoffe enthält.

Etliche Versuche, das Rauchen aufzugeben, scheiterten am Kiffen. Um der Tabaksucht den Rücken kehren zu können, ohne auf den Cannabiskonsum verzichten zu müssen, kaufte ich mir den Flowermate V5.0S Pro. Das im Gehäuse verstaubare Mundstück aus Glas ist nicht nur edel, sondern auch verdammt praktisch und das Gerät heizt wirklich schnell auf. Es passt in jede Hosentasche, lässt sich leicht reinigen und die Temperatur ist aufs Grad genau einstellbar.

Doch das Umgewöhnen ist gar nicht mal so einfach

Wenn man die Wirkung von Cannabis im Zusammenspiel mit Tabak gewöhnt ist, kommt einem das Dampfen erst mal „läpsch“ vor. Schmeckt zwar lecker, aber richtig breit wird man nicht davon. Der werte Herr Chefredakteur machte mich darauf aufmerksam, dass man das dampfen erst lernen muss. Das heißt, 24 Stunden nicht kiffen und dann dampfen – ruhig mit etwas mehr Gras und einer höheren Temperatur anfangen. Der Wirkungseintritt ist viel verzögerter beim Dampfen und auch der Rausch verhält sich ganz anders.

Seitdem habe ich es oft versucht, auch nach tagelanger Abstinenz, doch der Flowermate kann meinen Ansprüchen nicht genügen. Der Dampf schmeckt schnell nach Popcorn, was für eine zu hohe Temperatur spricht, doch bei niedrigen Gradzahlen kommt überhaupt kein Dampf und die Wirkung fällt auch sehr mau aus. Ich kann mich also nicht wirklich ans Dampfen mit dem Gerät gewöhnen, und so wird der kleine Vaporisierer nur selten genutzt; vor allem zum Verdampfen von getrockneten Heilkräutern wie Salbei oder Thymian – das wirkt bei Erkältungen Wunder und schmeckt obendrein wirklich köstlich.

Zwei gute Freunde konsumieren auf eine ganz andere Art und Weise: Sie verdampfen Extrakt durch einen entsprechenden Vaporizer. Ich durfte das schon mehrmals testen und war so begeistert, dass ich mir vor kurzem so ein Gerät bestellt habe:

Der Puffco+ ist ein sogenannter Vaporizer Pen, kürzer als ein Kuli und mindestens genau so handlich. In der Öffentlichkeit ist er noch dezenter einsetzbar als der Flowermate und durch das stiftartige Design lässt er sich in jeder Tasche verstauen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Konzentrat-Dampfern hat dieser hier keine Heizspule in der Keramikheizkammer. An einem ebenfalls aus Keramik bestehenden Dorn im Innern der Kammer haftet ein Tropfen des wertvollen Öls, das Erhitzen geschieht durch ein Heizelement außerhalb der Kammer. Die wiederum lässt sich dadurch extrem leicht reinigen und das Öl kommt nicht mit Plastik- oder metallteilen in Berührung. Die Dampfentwicklung und die Wirkung sind mehr als zufriedenstellend.

Vaporisiert wird im Puffco, was am Keramikdorn hängenbleibt. Foto: @lofotomanie

Das Vaporisieren von Haschöl hat übrigens große Vorteile

Einer der Überzeugendsten ist wohl der Geschmack. Beim Inhalieren des Dampfs entwickeln sich unfassbar intensive, fruchtige oder würzige Aromen, die je nach Haschsorte und Extraktionsvorgang variieren. Durch das Ausbleiben von Tabak wird das Konsumerlebnis ohnehin schon viel geschmackvoller, aber wer ein Gourmet in Sachen Haschisch ist, sollte diese Erfahrung auf jeden Fall gemacht haben!

Auch das Wirkverhalten ist fast unschlagbar: Der Eintritt der Wirkung lässt nicht ganz so lange auf sich warten wie beim Dampfen von Cannabisblüten und die Wirkung selbst ist intensiver. Allerdings sollte man auch vorsichtiger dosieren. Das Öl ist sehr viel potenter als Gras und auch wenn die Verzögerung im Wirkungseintritt kürzer ist: sie ist da.

Und der Vorteil, den alle Arten des Dampfens inne haben: Kein Tabak, kein lästiges Bauen, keine Paper-Not oder Tip-Knappheit. Nur du und dein Vapo.

Stay high!

Wer selbst Heilkräuter anbauen möchte, zum Vaporisieren oder um Harz zu extrahieren, findet die notwendige Ausrüstung bei unserem Werbepartner GroGurugrowguru

Dabben – Haschöl in der Haschölpfeife

Mit dem neuen Jahr hat die Redaktion auch endlich irgendwann ihr neues Drogenlabor bekommen und wir konnten ausgiebig neue Pflanzenkonzentrate herstellen und zu Testzwecken verkonsumieren. Die Rede ist von Haschöl, dem Extrakt oder Konzentrat der rauscherzeugenden Hanfpflanze. Technisch gesehen ist das natürlich ein Pflanzenharz und kein Öl, denn Pflanzenöle sind flüssig und werden aus Samen oder Früchten hergestellt. Das Haschöl dagegen stammt aus der Pflanze, in unserem Fall aus nicht befruchteten Blütenständen und ist bei Zimmertemperatur eine zähe, wachsartige Masse.

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Das Drogenlabor besteht eigentlich nur aus einem griffigen Glasrohr mit zwei Öffnungen. Rein kommen harzhaltige Kräuter, dann wird Butan durchgesprüht und aus der großen Öffnung läuft es durch das Filterpapier raus. Das Butan dampft dann schnell ein und in der Schüssel bleibt das Harz zurück. Wir verwendeten das Modell Secret Smoke.

Richtig, das gab es alles schon mal bei der Drogenpolitik. Dieses Mal haben wir aber kein rotbraunes Öl mit Isopropanol erzeugt, sondern honiggelbes BHO:

Butane Honey Oil mit Butangas

Das schmeckt feiner, nach frischem Gras, weil das Lösungsmittel Butan kein oder wenig Chlorophyll auswäscht. Und um die Aromen besser zu genießen, haben wir uns dazu eine richtige Ölpfeife besorgt, mit der man viel Konzentrat auf einmal pur wegblubbern kann. Auf Neudeutsch heißt diese US-Amerikanische Konsumform „Dabben“, weil ein winzig kleiner Klecks (dab) auf einen heißen Nagel in der Wasserpfeife getupft (to dab) wird.

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Goldenes Hanfharz mit sehr hohem Wirkstoffanteil ist der Lohn der Mühe.

Das macht das Kiffen mal wieder zu einem ganz besonderen Erlebnis

Bei Cannabiskonsum baut man eigentlich schnell eine Toleranz auf, je mehr man zu sich nimmt, desto weniger spürt man. Auch ist der Rausch nicht wirklich spektakulär. Es ist schon ein wenig wie Fliegen, aber ich würde es jetzt eher mit einer Ballonfahrt vergleichen. Das aufregendste ist der Aufstieg, oben ist es dann windstill und man hat eine schöne Aussicht, aber die Flughöhe ändert sich nicht. Die subjektiv empfundene Überraschung ist daher ein wesentliches Element des Rausches. Deshalb kann der Hanf auch starke, total echte Angstgefühle und Beklemmungen auslösen, welche, mit einem entsprechend sonnigen Gemüt aber auch wieder als tranceartige Entspanntheit interpretierbar sind. Eine emotionale Achterbahnfahrt, die allerdings bei regelmäßigen Konsumenten nach dem ersten Mal nur selten, vielleicht wieder nach längeren Pausen auftritt.

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Eine billige Ölpfeife mit einem noch billigeren Gasbrenner. Mit dem Brenner wird der Glasnagel zum Glühen erhitzt, dann tupft man einen Tropfen Harz auf und genießt. Die Ausrüstung tut ihren Dienst, mehr schlecht als Recht, aber es funktioniert. Gut, man schluckt ein paar Wassertropfen, aber davon geht die Welt nicht unter.

Dabben ist wie Bongrauchen für Erwachsene

Der Konsum von Konzentraten in der Ölpfeife kann auch erfahrenen Kiffern wieder die nötige Beschleunigung für eine Verstörtheit höheren Grades verpassen.  Der Schub beim Start ist ganz enorm, das High aber sehr stabil. Also gar nicht wie ein Flug, eher wie eine rasante Fahrstuhlfahrt auf eine stabile Aussichtsplattform. Typisch für Konzentrate, empfand ich die Wirkung als sehr klar und medizinisch. Nur kurze Paranoia befiel mich beim ersten Dab-Versuch. Und zwar bekam ich – durchaus berechtigt – Angst vor dem billigen chinesischen Gasbrenner, den wir benutzten, um den Nagel der Ölpfeife zum Glühen zu bringen. Sobald ich den aus der Hand gelegt hatte ging es aber. Der mitreisende Drogenlaborpartner empfand das etwas intensiver, aber dem hatte ich auch zwei Köpfe verpasst. Einer reichte mir völlig. Die intensive Wirkung begann nach wenigen Minuten und dauerte sehr lang. Ein einziger Zug wirkte von acht Uhr Abends bis kurz vor Mitternacht. Dann fühlte ich mich wieder fit für die nächste Dosis, aber wo ich früher nachgelegt hätte, musste ich dann nach Hause.

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Einzig der Nagel aus einfachem Glas ist wirklich schlecht. Beim Dabben soll man eigentlich mit einer Stoppuhr in der Hand genau die richtige, möglichst niedrige Temperatur finden, dann wird ein Sport draus. Mit dem billigen Teil ist das nicht möglich, das ist entweder sehr heiß oder gar nicht. Eine neue Pfeife werde ich nicht kaufen. Irgendwann gibt der Nagel den Geist auf, dann kommt nur ein höherwertiger Nagel drauf, der spezialisierte Ölpfeifenversand bietet große Auswahl.

Man denkt, man hätte alles im Griff – ähnlich wie bei viel Schnaps

Wenn manche Cannabis-Konzentrate als harte Drogen bezeichnen, dann haben sie nicht ganz unrecht. Ich fühlte mich nach dem Dabben immer klar, aber geistig völlig auf einem anderen Stern.  Dass da doch ein starker Rausch war, merkte ich so richtig erst am nächsten Tag und danach. Denn es gab die morgendliche, fahrige Entrücktheit nicht nur am nächsten, sondern auch noch am übernächsten Morgen. Wobei, wieder typisch für Cannabis-Konzentrate, die Neben- und Nachwirkung zwar deutlich, aber nicht unangenehm waren. Da ist einfach schon wesentlich reinerer Wirkstoff konsumiert worden, als vermischt mit Pflanzenmaterial. Hasch macht eben keinen Kater, es wirkt nur verdammt lange.

Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunstprojekt Cannabis Rausch, wir werden näher über die Kooperation berichten.

Produkte zur Extraktion bestellten wir von dabbing.de und haben die alle selbst bezahlt. Bezeugen können wir, neben zügiger Lieferung, eine exzellente, kundenorientierte Beratung. Der Besitzer des Shops, Stefan Müller, ist auch ein engagierter Aktivist der informativ und unterhaltsam schreibt, zum Beispiel auf seinem Blog zum Dabben oder dem Informationsportal über niederländische Coffeeshops KeinWietpass. Wenn man auf der Seite stöbert, findet man wesentlich bessere Ölpfeifen als unser Billigprodukt aus einem Headshop.

Produkte zur Zucht harzhaltiger Pflanzen zu Hause findet ihr bei unserem offiziellen Affiliate-Partner GrowGuru:growguru

CBD – Kiffen ohne Rausch

Seit einiger Zeit wird nicht berauschender Faserhanf als CBD-Hanf ganz massiv vermarktet. Das ist jetzt erst mal nichts neuers. Seit Jahren schon gibt es Knaster oder Hanfblütentee. Aber die wollte nie jemand wirklich. Jetzt aber ist es CBD, das neue Wundermittel für alles. CBD tötet Krebszellen und bekämpft hartnäckigen Achselschweißgeruch und macht schön und schlank und satt. Es macht halt nur nicht breit. Das finden wir schade. Aber deshalb ist der Stoff für sich alleine in vielen Ländern total legal und verkehrsfähig. CBD ist ein richtiges Cannabinoid, seine Strukturformel sieht derjenigen des böse berauschenden THC sogar sehr ähnlich. Der Wirkmechanismus ist mal wieder komplex und nicht richtig verstanden. CBD ist wohl wohl kein Agonist an den Cannabinoid-Rezeptoren, sondern wirkt ebendort stark modulierend. Angeblich dämpft es einen THC-Rausch und schwächt ihn ab. CBD ist also die langweilige, große Schwester vom THC. Angeblich ist die Züchtung stark THC-haltiger Sorten der Grund dafür, warum das Gras heutzutage so viel stärker und gefährlicher ist als in der guten alten Zeit. Meine Vermutung ist dagegen, dass die in der guten alten Zeit nur schlecht verarbeitetes Eigenanbau-Gras oder überlagertes Billighaschisch hatten und davon ein, zwei verschämte Züge nahmen. Solche Altvorderen sind natürlich völlig überfordert, wenn sie dann mit ihren Kindern in entspannter Coffeeshop-Athmosphäre ne ordentliche Portion richtigen Stoff durchziehen mussten.

Tatsache ist aber auch, in den 1990ern wusste in Deutschland keiner, was CBD oder irgendwelche anderen Cannabinoide sind. Inzwischen züchten sie in den USA  Gras, das bestimmte Stimmungen gezielt auslösen soll. Dazu wird gezielt die Zusammensetzung der Cannabinoide beeinflusst. Davon sind wir hier noch weit entfernt.

Wir müssen erst mal froh sein, dass wir Hanfprodukte nicht nur handeln dürfen, sondern dass das sogar getan wird. In der Schweiz war es das große Ding, dass sie im Supermarkt Zigaretten aus CBD-Hanf anbieten. Jeder kann da also seine Joints in eine offizielle Hanfzigarettenschachtel stecken. Weil die Polizei das auch weiß, hat die sich jetzt einen Schnelltest besorgt, mit dem sie die Suchtgiftkiffer identifizieren kann. Wir hoffen natürlich, dass die Schweizer so massiv ihre Hanfblüten rauchen, bis die Polizei keine Lust mehr hat, die alle zu kontrollieren.

Aber wollen wir CBD-Hanf selber rauchen?

Eigentlich sind das keine Drogen, das fassen wir also nur mit ganz spitzen Fingern an. Jetzt sind aber ein paar Flocken aus einem Döschen Pollen hier gelandet. Mit Pollen ist Blütenstaub gemeint, aber der aus weiblichen Blüten. Also Haschisch, das darf man aber nicht so nennen. Weil es nicht wie Haschisch wirkt. Und natürlich weil das Produkt sonst bei Amazon rausfliegt. Haschisch geht da nicht, aber Hanfpollen sind ok. Wie wirkt es denn? Merkwürdig. Wie n Espresso und ne halbe Zigarette. Es macht nüchtern. Und da ist eine körperliche Wirkung, wie sie auch mit einem richtigen Haschischrausch einhergeht. Der Blick klärt sich und an der Stirn und an den Schläfen spannt es ein wenig. Natürlich hab ich das auch mal abends bekifft probiert. Da machte es zum Glück nicht nüchtern, aber etwas beruhigt fühlte ich mich schon. Das war es dann aber auch. Immerhin weiß ich jetzt, dass mein Vaporizer auch mit Pollen funktioniert.

Ein großer Nachteil: Das Zeug ist nicht besonders lecker

Der Dampf schmeckt irgendwie sehr stumpf, da ist überhaupt kein fruchtiges Aroma. In Österreich gibt es angeblich schon Hanfcafés, die schöne, aromatische Sorten des nüchternen Krautes anbieten. Das könnte möglich sein, der Geschmack wird ja nicht durch die Cannabinoide, sondern die ganzen anderen pflanzlichen, ätherischen Öle bestimmt. Aber für das vorliegende Produkt würden wir keine 5 Euro pro Gramm ausgeben. Das ist wahrscheinlich ein fairer Preis für Hanf als Nischenprodukt. Aber der mäßige Geschmack beweist: Hanf ist eben einfach kein Genussmittel. Das dampft man nicht zum Spaß und wird das auch keinen Gästen anbieten. Da müssten schon zwingende, medizinische Gründe vorliegen, die wir zum Glück nicht haben.

CBD-Pollen Hanf

CBD-Pollen: Hanfpulver, das langweilig aussieht und auch beim Konsum wenig bis gar keinen Spaß macht.

Wer zu Hause Hanfpflanzen mit viel oder wenig CBD selbst ziehen möchte, ist bei unserem Werbepartner GrowGuru bestens beraten:

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Freies Kiffen im Social Club und Verbotspolitik

Kraut

Lieber das Kraut im Glas, als die Plantage auf dem Dachboden.

Über Drogen redet man nicht, man nimmt sie.

Jeder so, wie es gut oder auch besser bekommt. Nur pubertierende betrinken sich vorsätzlich, erwachsene trinken eben miteinander. Und alles andere konsumiert man für sich und ist dann anschließend gemeinsam berauscht. Der Rausch dient letztlich dazu, die Gesellschaft der anderen besser zu ertragen, da hatte Sartre schon ganz recht mit den verdammten anderen. Die Betäubung ist jedenfalls völlig normal und absolut akzeptiert. Bei uns kann schließlich jeder so viele Drogen nehmen, wie er will. Man darf nur nicht darüber reden und wenn man vor die Tür geht, muss man seinen Rausch so unter Kontrolle haben, dass man die Nachbarn nicht verstört und nicht die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zieht. Eigentlich ganz einfach. Systematisch benachteiligt sind bei dieser bestehenden Regelung natürlich solche Menschen, die sich wegen ihres sozialen Status im Fokus der Polizei befinden. Wer zum Beispiel keinen Neuwagen fährt oder jugendlich ist oder eine nicht standesgemäße Individualität an den Tag legt. Denn die Polizei ist ja dafür da, arme Leute im Allgemeinen und die unangepassten Armen im Besonderen zu drangsalieren. Das ist nicht gerecht und auch nicht besonders schön. Aber besser die Polizei rufen, als sich selber immer mit unbotmäßigen anderen auseinanderzusetzen.

Wozu zahlt der brave Bürger schließlich Steuern?

In letzter Zeit werden die Stimmen bei uns zwar lauter, dass die behördliche Kifferjagd keine besonders sinnvolle Verwendung dieser wertvollen Steuergelder sei. Aber ich glaube, mit der Legalisierung dauert es noch eine Weile. Normalerweise imitiert eine deutsche Regierung amerikanische Sitten mit einem Abstand von 10 bis 15 Jahren. Außerdem sind unsere Gesetze hartnäckige Überlebenskünstler und unsere Kultur definiert sich ganz besonders über Verbote. Rechtsstaat bedeutet schließlich, daß die Polizei ein paar handfeste, ordnungspolitische Vorschriften braucht, wenn sie Jugendliche und/oder arme Menschen grundlos kontrollieren will. Und da eignen sich Drogenverbote eben ganz besonders gut. Man schüchtert einen Verdächtigen einfach so lange ein, bis er nervös wird, was wiederum einen Drogenschnelltest rechtfertigt.

Ganz anders sieht das aus in Ländern, in denen die Polizei noch über natürliche Autorität verfügt. Aus Spanien etwa hört man üble Gerüchte über die verschiedenen Polizeieinheiten. Der Tenor lautet, man soll mit denen besser keinen Streit anfangen, denn sie brauchen keine Gründe, um den zu gewinnen. Genau weiß ich das nicht, ich hab es noch nicht ausprobiert. Die Polizisten sehen nämlich sehr unangenehm aus und tragen oft automatische Waffen aus deutscher Produktion. Aber einen echten Faschisten haben wir schon getroffen. Ein sehr netter, alter Herr, der unserer Tochter Spielzeug schenkte, über seinen deutschen Nachnamen eine Verbindung zu uns herstellte und uns stolz das Franco-Portrait in seiner Brieftasche zeigte. Ganz herzallerliebst. In einem Land mit derart selbstbewusster Obrigkeit und stabilen, alten Werten braucht man den Alltag der Bürger scheinbar nicht strikt zu regulieren.

Denn in Sachen Hanf fährt Spanien seit gut 20 Jahren eine fast schon liberale Politik. Eigentlich ist es gar keine Politik. Denn was nicht explizit verboten ist, das kann man erst mal einfach machen. Und verboten ist beim Hanf nur Handel, nicht aber Besitz oder Konsum oder Anbau. Das führte landesweit zur Gründung sogenannter Social Clubs. Dazu schließen sich mehrere Bürger zusammen, richten gemeinsam eine Plantage ein und verteilen die Ernte untereinander. Da wird nirgendwo nichts gehandelt, also ist erst mal nichts davon strafbar. Sie dürfen auch nicht an Touristen verkaufen. Zumindest nicht an solche, die sie nicht kennen. Unbekannte verirren sich aber auch niemals nicht in so einen Club, denn das sind ja Privatveranstaltungen ohne Firmenschild. Und überhaupt wird ja auch nie nichts verkauft. Wo nichts verkauft wird, können nun auch keine Steuern abgeschöpft werden. Das wäre in der Tat ein Problem, denn in modernen Gesellschaften darf ja keine Ware bewegt werden, ohne das der Staat davon etwas abbekommt. Das regelt in spanischen Social Clubs aber die Polizei völlig selbständig ohne umständliche Dienstvorschrift. Ab und an nämlich fällt wohl tatsächlich ein Überfallkommando der Guardia Civil ein, beschlagnahmt Gras und das Geld, welches dort nicht existieren darf und nimmt erstmal alle in Gewahrsam. Wie sich das eben gehört, wenn die Polizei eine Haschbude stürmt. Es folgen aber in der Regel keine Anklagen oder gar Strafen.

Denn es wurden ja nicht keine Straftaten begangen.

Social Clubs werden übrigens von ENCOD, einer europäischen Vereinigung von NGOs, als das ideale Modell angepriesen, um den Drogenkrieg gegen Cannabis zu beenden, ohne daß Regierungen ihr Gesicht verlieren oder gegen internationale Konventionen gegen Handel mit Betäubungsmitteln verstoßen müssten. Ich würde das sehr begrüßen, denn ich finde es äußerst sympathisch. Tatsächlich bin ich gegen eine Freigabe für Handel und industrielle Produktion, denn ich halte Hanf für ein überschätztes, heimisches Unkraut, welches genauso wenig irgendeiner Regulierung bedarf wie Brennessel oder eine einzelne Tomatenpflanze auf dem Balkon. Momentan scheint aber eine Lösung, welche bevorzugt liberalen Eigenanbau beinhaltet, die Horrorvorstellung der Regierung und auch vieler Legalisierungsbefürworter zu sein. Argumentiert wird mit dem Konsumentenschutz und der Produktsicherheit, welche angeblich nur unter industriellen Bedingungen gewährleistet ist. Angestrebt werden wahrscheinlich hohe Standards, welche von einer Industrie selbst bestimmt werden, ähnlich wie in der Nahrungsmittelproduktion. Dahinter stehen dann die Sorgen um Profit und Steuereinnahmen. Denn bei etlichen Millionen regelmäßiger Kiffer verspricht ein regulierter Handel  recht erträglich zu werden. Vor allem, wenn die Mehrheit der Bevölkerung gerne glaubt, heimische Pflanzen würden in Gewächshäusern unter Kunstlicht und professioneller Aufsicht wesentlich besser wachsen, als mit Sonne, Wind und Regen. Da wachsen keine Pflanzen, sondern es werden unter kontrollierten Bedingungen landwirtschaftliche Produkte erzeugt. Schließlich ist draußen sowieso immer das Wetter so schlecht.

Kräuterpapst

Seine Heiligkeit wacht über das Treiben. Aber niemand hat die Absicht, lange zu verweilen und soziales Miteinander zu pflegen. Dafür ist der Club viel zu sauber und aufgeräumt.

Wer seinen eigenen Social Club gründen möchte, findet bei unserem Werbepartner GrowGuru die nötige Ausrüstung:growguru

Gutes Abitur mit Drogen

Hausmusik bildet

Kulturelles Engagement ist extrem förderlich für einen guten Schulabschluss. Ermuntern Sie Ihr Kind, ein Instrument zu lernen.

Im folgenden lesen Sie wertvolle Tipps vom Lehrerkind für einen sehr guten Schulabschluß bei maximaler emotionaler und sozialer Inkompetenz.

Für die Schule und nicht für das Leben täuschen wir Leistung vor!

Sei freundlich und sanft, wie der Schäfer, der seine Herde zum Schlachter führt. Auch und grade zu den Strebern und Mühsalbeladenen. So halten Dich alle für eine integere Persönlichkeit.

Wenn Du den Ruf einer Integeren Persönlichkeit hast:
Laß die Lehrer glauben, sie hätten diese mitgeformt. Das macht sie Stolz und stolze Lehrer sind leicht zu manipulieren.

Laß jeden abschreiben, egal ob Hausaufgaben, oder Klausur. Aber befreunde dich mit niemandem.

Sei gebildet, wie der KZ-Arzt, der nach anstrengenden Menschenversuchen zur Entspannung Beethoven spielt oder Goethe liest. Bildung und Coolness beeindrucken Lehrer, denn Lehrer sind bildungsbegeistert und empfindsam.

Lerne ein klassisches Instrument oder sei gut in einer Sportart. dann wirst Du in der Schule Privilegien genießen.

Brich deinen Lehrern das Herz, in dem Du kluge Fragen stellst. Ein Lehrer liebt die Klugheit und fürchtet das enge Korsett des 45-Minuten-Taktes. Der Störer stört nur das Konzept, rührt an den Ängsten des Lehrers, sein Plansoll nicht zu schaffen und ärgert ihn. Wer interessante Fragen stellt, die ein Lehrer in der Schulstunde nie erörtern kann, obwohl er es möchte, erinnert ihn Schmerzhaft an die Fesseln des Zeitplans und bricht ihm so das Herz.

Wenn Du etwas sagst:

Sei großkotzig und selbstbewußt.

Dann wirst Du für eine starke Persönlichkeit gehalten. Du bekommst dann in der Regel eine bessere Note, als jemand der mehr arbeitet und mehr weiß, als du, aber das nicht selbstbewußt ausdrücken kann.

Sei vorbereitet. Dazu muß man so bis Klasse 9 oder 10 die meisten Hausaufgaben wirklich machen. Geht nicht anders. Wenn Du die Hausaufgaben von der ersten Klasse an zuverlässig machst, gewöhnst Du Dich daran und sie gehen schnell und leicht von der Hand. Du wirst aber später im Leben nur noch Aufgaben nach Schema F lösen können, bei allem anderen wirst Du kläglich versagen.
In der Oberstufe reicht es oft, sich vorher ein wenig einzulesen. Wenn dann die Dummen und Störer in den ersten 20 Minuten rituell gequält werden, kann man sich während der Folter die Aufgabe erschließen und dann mit einer routinierten Meldung glänzen, ist Held des Lehrers und Retter der Gequälten.

Sei anwesend.

Zumindest körperlich. Fehlende Schüler und Zuspätkommer verursachen Bürokratischen Aufwand, Lehrer hassen das. Außerdem beneiden sie alle, die dem Unterricht fernbleiben können. Neid und Haß des Lehrers wirken sich negativ auf Deine Note aus.

Falls Dir die Anwesenheit schwer fällt: Konsumiere vor dem Unterricht Cannabis. Tue das allein und verabrede Dich nicht während der Schulzeit mit anderen zum Kiffen. Mach auf JEDEN FALL die Hausaufgaben, bekifft solltest Du Deine Vorbereitung schriftlich parat haben.

Setz Dich neben einen Störer oder Klassenrowdy. Durch den direkten Kontrast wirkst Du kompetenter. Außerdem verhindert der persönliche Kontakt zu Störern zuverlässig, daß Du wegen Deiner guten Noten zum Mobbing-Opfer wirst. Auch kann man sich gute Quellen für Cannabis-Produkte erschließen.

Bescheiß nicht bei Drogengeschäften.

Never fuck the factory:

Suche Deine Geschlechtspartner niemals an der eigenen Schule.

Schaue abgedrehte Filme in der Originalsprache.

Wer diese Tipps nicht befolgen kann, für den wird die Schulzeit Qual und Demütigung. Allerdings wäre man so bestens auf das Arbeitsleben vorbereitet und wird eine solide bis glänzende Karriere hinlegen.

Solltest Du diese Tipps befolgen können, bist Du wahrscheinlich ein Lehrerkind. Dann machst Du ein glänzendes Abitur, einen mittelmäßigen Studienabschluß und wirst in der Arbeitswelt untergehen. Du wirst mit Deinen Untergebenen Deine Zeit vertrödeln und Deine Vorgesetzten ängstigen, weil sie Dich um Deine Souveränität beneiden.

Notenpulte

Der Bildungsbürger hat es gern, wenn die Kultur zum Weglaufen sterbenslangweilig daherkommt. Gegen Weglauftendenzen und Depressionen helfen zuverlässig Drogen.

Falls Sie nicht wissen, wo Sie die geeigneten Drogen herbekommen sollten, um die Schullaufbahn Ihres Kindes zu fördern, können Sie Diese bequem zu Hause anbauen. Geeignete Ausrüstung dafür liefert zuverlässig GrowGuru, der offizielle Werbepartner der Drogenpolitik!
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Tischvaporizer – eine Plastiktüte voll Glück

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Es ist mal wieder höchste Zeit für einen Artikel. Denn wir waren eine Woche im Urlaub, da hatten wir keine Lust zu schreiben. Aber wir kamen dort in den Genuss, einen richtigen Vaporizer auszuprobieren. Und zwar den Vapir Digital Air One. Das ist jetzt keine Kaufempfehlung, denn soweit ich meinen Mausfinger müde recherchiert habe, wird das Gerät nicht mehr hergestellt. Auch weiß ich nicht, wie man es bedient, denn ich hatte es gar nicht selber in der Hand.

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Der Digital Air One wurde wohl als tragbares Gerät beworben. da er aber eine Steckdose benötigt und ausschließlich zum Befüllen von Plastikbeuteln gebaut ist, nenne ich ihn Tischvaporizer. Das ist aber letztlich völlig gleichgültig, da das Gerät nicht mehr gebaut wird.

Es handelte sich um einen leistungsstarken Konvektionsvaporizer, welcher eine ordentliche Menge Kräuter in einem Zug von all ihren Wirkstoffen befreit.  Der Vaporizer ist eigentlich ein fein einstellbarer Heißluftfön mit einem Kräuterfach im Luftstrom. Der pumpt den gesamten Dampf einer Kräuterladung auf einmal in eine Plastiktüte. Oder mehrere, aus einem halben Gramm lassen sich gern 4 bis 5 Tüten befüllen. Diese bekommt man vom Gastgeber gereicht. Ein paar vorsichtige Züge des dichten Dampfes reichen. Aber wenn niemand sonst da ist, muss man unter Hustenanfällen eben die gesamte Tüte leer ziehen.

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Kein Bocksbeutel und kein Gesang, anschwellen tut die Tüte trotzdem ziemlich zügig.

Der Unterschied zu einem Handvaporizer ist schon enorm

Ein Handgerät ähnelt eher einem gemütlichen Joint, mehr oder weniger fest gedreht mit relativ hohem Ziehwiderstand. Eine Plastiktüte voller Dampf ist dagegen wie eine Bong mit offenem Kickloch. Hier gibt es keinen Ziehwiderstand und dafür viel puren Wirkstoff. Der Hustenreiz ist also nicht zwingend, sondern der puren Unkenntnis geschuldet. Wenn man sich mal dran gewöhnt hat, kommt man mit der richtigen Technik relativ unbeschadet zum Zuge. Es bleiben jedenfalls keine Zweifel an Wirkung oder Dampfentwicklung. Mit industrieller Gründlichkeit werden hier die Wirkstoffe extrahiert. Und wenn man mal ne Tüte Dampf vor der Nasse hat, darf man das gute Zeug nicht verkommen lassen. Denn ich vermute, nach einiger Zeit werden die dampfförmigen Substanzen den Gesetzen der Physik folgen, erkalten und sich als zähflüssiges Kondensat an der Tüte absetzen. Und das will ja keiner.

Die Wirkung ist wunschgemäß überwältigend, dabei aber schön klar und heiter. Lust auf Kommunikation hatte ich zwar keine mehr, aber auch keine unangenehmen Gedanken oder Beklemmungen. Das kann ich jetzt aber nicht allein auf die Konsumform zurückführen. Denn in einem Land, wo es noch im Oktober eher heiß als warm und Cannabiskonsum praktisch entkriminalisiert ist, fühlt es sich einfach unspektakulär leicht an, total zugeballert durch eine fremde Stadt nach Hause zu schweben und mit einem Rucksack, der nach Gras stinkt, im Bus zu sitzen. Eher fand ich es ein wenig schade, dass der sehr hochwertige Hanf mir die Motivation raubte, in den zahlreichen günstigen Bars bei gutem Wein und Essen schöne Menschen anzusehen. Da sind ein zwei Züge von einem Joint am Mittag am Strand sehr viel verträglicher.

Es ist einfach zu viel des Guten

Das ist der einzige Kritikpunkt, den ich an so einem leistungsstarken Tischgerät zu bemängeln habe. Als Erlebnis war das zwar sehr interessant, da ich aber nicht mehr viel Kiffe und keine Zeit habe, mit Kiffern lange Abende herumzuhängen, habe ich kein Bedürfnis nach einem Vaporizer mit Ballon.

Das Gerät selbst, der Vapir Digital Air One, machte einen soliden Eindruck. Ein Anruf im Verdampferladen klärte mich allerdings darüber auf, daß die kalifornische Firma Vapir ihre Zeit gehabt hatte. Aktuell sind zwei Geräte in Deutschland erhältlich, die aber wohl nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind. Für das selbe Geld bekommt man schönere und bessere Apparate. Vapir verbaut wohl immer noch sehr viel Metall, inzwischen aber sind Glasbauteile Standard, weil diese den Geschmack der Inhalation nicht beeinträchtigen. Außerdem seien die Ersatz- und Verschleißteile verhältnismäßig teuer. Der Händler rät da eher zum Arizer Extreme-Q oder den hochwertigen, aber auch teuren Volcano-Modellen von Storz und Bickel.

Das sind, wie schon erwähnt, keine Kaufempfehlungen, lediglich ungeprüft weitergereichte Empfehlungen des örtlichen Vaporizer-Händlers Verdampftnochmal, von dem wir bisher gut beraten wurden. Mit dem einzigen Handvaporizer, den wir dort kauften, sind wir immer noch hochzufrieden. Wir bekommen von dem Geschäft aber keinerlei Vergünstigungen.

Wer allerdings Kräuter für seinen Vaporizer im Wohnzimmer züchten möchte, kann sich bei GrowGuru, dem  Werbepartner der drogenpolitik nach Gewächshaustechnik umsehen. Da bekommen wir dann tatsächlich eine Anerkennung, falls Ihr über diesen Link kauft.growguru

Rembeteko – griechisches Haschisch und türkische Melodien

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Im Schlafzimmer von ElGreco und seiner Frau steht ein schwarzes Zelt. Niemand darf sehen, was sich in diesem Zelt befindet. Ihr kleiner Sohn betritt das Schlafzimmer der Eltern nie.

Bei Cannabis-Kultur mit eigener Musik, Kleidung, Sprache und Umgangsformen denkt jeder sofort an Hippies aus Kalifornien oder Rastafari aus Jamaica. Kaum jemand aber weiß, daß wir in Europa auch eine ureigene, musizierende und kiffende Subkultur haben. Und zwar die Rembetes, Liebhaber des griechischen Rembeteko. Gesprochen „Rebeteko“, ohne m, das m ist nur dazu da, damit das b nicht wie v ausgesprochen wird. „Rembetes“ heißt wohl so etwas wie die „Ausgestoßenen“ oder „Verlierer“, heute würde man sie vielleicht Gangster nennen. Der Rembeteko ist ihre Musik.

Die Musik klingt sehr exotisch, eine Mischung aus Sirtaki und diesen türkischen Schmachtfetzen, wie sie hier in Moabit und im Wedding gern aus dunklen BMWs tönen. Aber sehr viel „erdiger, wie ein Folk-Enthusiast sagen würde. Manchmal kann ich Rembetika sogar völlig nüchtern eine ganze Weile anhören. Es ist Haschischmusik, man läßt sich bekifft von den Hüften einer Bauchtänzerin hypnotisieren, nur um zu merken, daß die virtuos tanzenden Finger des Bouzoukispielers grade viel interessanter sind. Rembeteko eignet sich auf jeden Fall überhaupt nicht zum versoffenen Balzen. Tatsächlich ist der bekanntere Sirtaki wohl die alkoholtaugliche Variante, die Schlager-Version des Rembeteko. Der echte Rembeteko aber lässt keinen im Kreis tanzen, er träumt und trauert.

(Wer passende Begleitmusik hören will, der suche sich bei Youtube, Suchwort Rembeteka, etwas aus und lasse es beim Lesen laufen.)

Rembetes feierten wohl erstmals in den 1920er in den Slums von Athen, wo die Vertriebenen der kleinasiatischen Katastrophe gestrandet waren. Mehr als eine Million Flüchtlinge strömten in die wenigen Städte, mit fremder Sprache und fremden Sitten und fremden Liedern. Einzig ihr orthodoxer Glaube machte sie zu Griechen. Vorangegangen war der Völkermord an christlichen Türken während des ersten Weltkrieges. Nach dem Krieg teilten die Siegermächte das Osmanische Reich und richteten rund um Konstantinopel Besatzungszonen ein, Gebiete mit vielen Christen wurden Griechenland zugesprochen. England und Frankreich unterstützten diesen griechischen Anspruch. moralisch, aber nicht militärisch. Immerhin drei Jahre lang versuchten griechische Truppen kleinasiatische Siedlungsgebiet rund um Smyrna zu erobern. Beide Seiten sparten nicht an Massakern, aber 1922 brach die Front zusammen und die Türkei vertrieb kurzerhand alle überlebenden christlichen Griechen. Die große Idee griechischer Nationalisten endete in der kleinasiatischen Katastrophe. Statt des großen Reiches drängten sich die Christen nun alle im kleinen Griechenland. Deren türkische Kultur aber, ihre Musik, ihre Kleidung und ihr Haschisch verstieß nun gegen Griechische Staatsdoktrin. Denn das Nationalgefühl bestand nun darin, alles türkische zu hassen. Die für den Krieg verantwortliche Regierungsmannschaft wurde fix abgeurteilt und erschossen. Türkisches, das sich nicht ausmerzen ließ wird noch heute mit orwellscher Sturheit umbenannt. Mokka, den auch Griechen gern trinken, heißt natürlich griechischer Kaffee. Für einen Griechen war klar, Kiffer gehören eingesperrt, denn sie machen etwas türkisches. Und das, obwohl Griechenland das einzige Land auf dem europäischen Festland war, welches offiziell Haschisch produziert hat.

Das sind alles Gerüchte und Träume bei merkwürdig fremder Musik. Griechenland ist mir fern. Angeblich basiert unsere Kultur auf deren Wissen. Ich glaube aber, das ist eine Phantasie, entstanden in der Renaissance, die für alte Steine eine nekrophile Besessenheit entwickelte, die ausgebleichten Skelette von Tempeln und Statuen verehrend. Das knöcherne Weiß priesen sie als Farbe der Reinheit und Unschuld, wo die Akropolis doch in Wahrheit orientalisch bunt gewesen ist. Das echte Griechenland dämmerte da längst als osmanische Provinz vor sich hin. Und die Wiege unserer Kultur, wo sich die Völker mischten, wo die Prinzessin Europa am Strand von ihrem Stier träumte, ist 1922 zusammen mit Smyrna verbrannt.

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Im schwarzen Zelt gedeihen grüne Pflanzen. ElGreco und seine Frau ziehen sie groß und ernten sie. Auch seine Eltern, die Großeltern seines Sohnes mögen die Pflanzen gerne.

Es gibt wohl gute europäische Bücher über Türken, Griechen, Haschischrausch und Flüchtlingskrisen. Ich brauchte aber eines aus Amerika. Wer wissen will, was es mit Asien und Europa, Griechenland und der Türkei auf sich hat, der lese „Middlesex“ von Jeffrey Eugenides. Ich glaube ohnehin, der bessere europäische Familienroman ist ein amerikanischer. Nur aus der großen Distanz wird deutlich, wie sich auf unserem kleinen Kontinent die Völkerfamilien drängen wie Parteien in einem Mietshaus. Man redet nicht mehr als das nötigste miteinander, weil alle den Schein waren wollen und vor allem, weil niemand die alten Wunden aufreißen will. Denn kaum eine Wohnung, wo nicht eine Vertriebene Großmutter aus dem Fenster in die verlorene Heimat stiert, wo nicht ein Elternteil den Gang zum Briefkasten fürchtet, weil keine Nachricht von den verlorenen Kindern kommen wird, die den Familiennamen abgelegt haben, als sie dem kleinen Haus den Rücken kehrte und ins Land ihrer Träume zogen.

Middlesex also von Eugenides. Der Titel klingt etwas schlüpfrig und das ist auch genauso gemeint. Hauptfigur ist ein Zwitter, ein Mädchen, das sich während ihrer Pubertät in einen Jungen verwandelt. Wahrscheinlich ist es kein großes Buch, zu schrill, zu unterhaltsam, zu flüssig lesbar und vor allem zu gut verkauft. Ob es nun seines Pulitzerpreises würdig ist, interessiert mich nicht. Ich lese zur Unterhaltung, und es hat mich gut unterhalten und dabei noch für historische Themen sensibilisiert.

Eugenides also erzählt das Märchen von Teresias, dem Seher, der zwischen den Geschlechtern wandelte. Das Mädchen mit dem Penis ist ein Enkelkind der kleinasiatischen Katastrophe. Die Großeltern bringen die Seidenraupenzucht nach Detroit, derweil ein konvertierter Moslem in den USA nicht nur bürgerkriegsähnliche Zustände, sondern einen richtig echten Bürgerkrieg vom Zaun bricht, der noch heute tobt. Dazu kann man natürlich auch Motown hören, wenn man griechisch-türkische Folklore nicht mag. Der würde besser zum Cadillac der amerikanisierten Familie passen. Derweil hockt der Großvater in seinem Keller, raucht Haschisch und hört Rembeteko.

Bitte hört hier nicht auf zu lesen. Um im Blog nur die besten Informationen und wirksamsten Ideen zu liefern, haben wir den Text zur Korrektur an unser Redaktionsbüro in Griechenland geschickt. Nach ausgiebigster Recherche bekamen wir die folgenden Hintergrundinformationen und Richtigstellungen unserer bekifften Pauschalisierungen über einen Konflikt, bei dem um korrekte Deutung immernoch vehement gestritten wird. Deshalb stellen wir beide Texte unverändert einander gegenüber. Nach dem Bild geht es weiter. 

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ElGreco ist Deutscher. Er hört gern deutschen Hip Hop, während der Ventilator summt und die Abluft über einen Duftfilter abgeleitet wird. Seine Eltern aber sind Griechen. Sein Vater hört gern Rembeteko, das hat er wiederum von seinen Eltern, die nach Griechenland flüchten mussten, ohne ein Wort Griechisch zu können,

Von den Korrespondenten aus Griechenland:

„Die Musik klingt sehr exotisch, eine Mischung aus Sirtaki und diesen türkischen Schmachtfetzen, wie sie hier in Moabit und im Wedding gern aus dunklen BMWs tönen.“
Also für meine Ohren klingt die Musik natürlich überhaupt nicht exotisch, denn sie wird mit Hingabe von Generation zu Generation gespielt und geliebt. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Dass es eine Mischung aus Sirtaki und türkischen Schmachtfetzen sei, ist allerdings auch historisch falsch. Sirtaki ist ein Tanz, der für den Film Alexis Zorbas bzw für Antony Quinn erfunden wurde und kein traditioneller Tanz. Sirtos („gezogen“) nennt man die langsamen Kreistänze, die auf allen griechischen Inseln und auch auf dem Festland bekannt sind und bei dem sich die Tänzer an der Hand halten, während ein wechselnder Vortänzer oder eine Vortänzerin – durch ein Taschentuch – den Kreis mit besonders kunstvollen Figuren anführt.

Die Rembetika-Musik hat ihren Ursprung in Kleinasien – nicht in der Türkei, die im Zuge der Vertreibung und Ermordung anderer Völkerschaften (insbesondere der Griechen und Armenier) erst 1923 gegründet wurde. Vorher war es das Osmanische Reich – ein Vielvölkergemisch.  Rembetika ist ein Stück kleinasiatischer Kultur, die eine Mischkultur war.

„Der echte Rembetiko aber lässt keinen im Kreis tanzen, er träumt und trauert“. So ist es. Bauchtänze gehören nicht dazu. Wenn getanzt wird, dann von einzelnen Männern, immer nur von einem, der mit ausgebreiteten Armen und zur Erde geneigtem Kopf seine komplizierten Figuren tanzt, während die anderen ihm kniend zuklatschen. Warum diese Haltung? Ursprünglich entstand der Tanz wohl in den osmanischen Gefängnissen, beim Rundgang im Viereck des Gefängnishofes. Richtig getanzt, fühlt man dies noch heute. Es ist der Tanz eines Menschen, der umsonst seine Flügel ausbreitet, träumend von dem Flug in die Freiheit. Die Musiker sitzen nebeneinander, aufgereiht und bewegungslos. Außer dem Buzuki gehören Geige, Baklama, Gitarre u.a. zum Ensemble
Rembetes feierten wohl erstmals in den 1920er in den Slums von Athen, richtiger: in Piräus und Saloniki. Ab 1923.

Einzig ihr christlicher Glaube machte sie zu Griechen…  Das ist nicht korrekt. Die Entwurzelten waren kleinasiatische Griechen, nicht Türken christlichen Glaubens (s.o.).

Es gab die direkt Vertriebenen und es gab die Ausgetauschten. Es gab Ausgetauschte, die hauptsächlich die Sprache ihres Herkunftsgebietes sprachen (z. B. die türkischen Kreter und die Griechen aus Kappadozien) und die danach tatsächlich in sprachfremdem Gebiet überleben mussten. Das trifft aber keinesfalls für Smyrna (heute Izmir) und andere kleinasiatische Küstenstädte zu, auch nicht für die Schwarzmeergriechen (Ponti), deren griechische Kultur viel höher entwickelt war als die der Griechen des neuen griechischen Staates.

Vorangegangen war der Völkermord an christlichen Türken  Du meinst offenbar den Völkermord an den Armeniern. Wie oben schon gesagt: Sie waren keine Türken, nicht einmal der Staatsbürgerschaft nach, die es im Osmanischen Reich nicht gab. Sie bildeten eine nicht-türkische Volksgruppe mit besonderen Rechten und Pflichten, von denen es im Osmanischen Reich viele gab. Im neutürkischen Staat gibt es immer noch große nicht-türkische Minderheiten, z. B. die Kurden, die damals von der Vertreibung der Armenier und Griechen profitierten, dann aber sehr bald selbst Opfer von Verfolgung wurden. Auch die Araber, die Aramäer etc sind nicht-türkische Minderheiten. Richtig ist, dass Kemal Atatürk ihnen ihren Minderheitenstatus, der im Osmanischen Reich üblich war, wegnahm, sie wurden zwangsweise türkisiert).

England und Frankreich unterstützten diesen griechischen Anspruch moralisch, aber nicht militärisch. Immerhin drei Jahre lang versuchten griechische Truppen kleinasiatische Siedlungsgebiet rund um Smyrna zu erobern. Smyrna und das Gebiet drumherum wurde aufgrund von Verhandlungen zwischen den Siegermächten und der griechischen Regierung unter Venizelos unter griechische Administration gestellt. Das Stadtgebiet wurde fast nur von Griechen, das Umland aber vorwiegend von Türken bewohnt, die in der Gesamtbevölkerung leicht überwogen. Vorgesehen war, nach einigen Jahren ein Plebiszit abzuhalten, von dem abhängen würde, ob Smyrna und Umgebung dauerhaft zu Griechenland kommen würde. Deshalb machte die griechische Administration eine möglichst türkenfreundliche, versöhnliche Politik, die den griechischen Smyrnioten und insbesondere ihren Kirchenführern ein Ärgernis war. Als nach Wahlen in Athen Venizelos durch die Königstreuen abgelöst wurde, änderte sich das internationale Spiel: der König war ein Schwager des deutschen Kaisers. England ließ daher Griechenland fallen und setzte auf die jungtürkische Karte. Die königstreue Regierung in Athen schickte daraufhin die Armee nach Smyrna, die sogar versuchte, bis nach Ankara zu marschieren. Dieser Kriegszug war verheerend schlecht geplant und brach zusammen. Chaos, Plünderungen, Massaker….Die Folge war dann die „kleinasiatische Katastrophe“, durch die das Griechentum, das dort seit 3000 Jahren siedelte, vollständig entwurzelt wurde.

Und die Wiege unserer Kultur, wo sich die Völker mischten, wo die Prinzessin Europa am Strand von ihrem Stier träumte, ist 1922 zusammen mit Smyrna verbrannt. Dem kann ich zustimmen. Den Ausführungen davor: nun, so und so. Die Renaissance Italiens ist tatsächlich zuerst durch die Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer und Venezianer 1204 (seine Kunstschätze zieren heute noch Venedig) und dann wieder durch den Fall von Konstantinopel durch die Osmanen 1453 in Gang gesetzt worden – und zwar durch die griechisch sprachigen Gelehrten und Künstler, die in Italien eine neue Heimat suchten. Beispielsweise wurde in Venedig der Buchdruck durch Griechen aus Konstantinopel eingeführt….

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Alle Bilder freundlicherweise zur Verfügung gestellt von ElGreco.

Geschmack wie im Coffeeshop – Hanfblüten richtig veredeln

Da wir alles mögen, was süchtig macht und sinnlos Zeit vertrödelt, treibt sich die drogenpolitische Redaktion natürlich auch mit Begeisterung in den sozialen Netzwerken herum. Das meiste da ist ja eher seichte Unterhaltung und kommt mit weniger Buchstaben aus, als ein amerikanischer Präsident für offizielle Statements verschwendet. Manchmal stolpert man aber auch über echte Perlen, wie diesen äußerst ausführlichen Artikel über das Veredeln von Hanfblüten. Da wurde mir richtig warm ums Herz. Denn auch ich habe ja früher ein wenig gegärtnert. Natürlich war das immer das allerbeste Kraut der Welt und sowieso war mein Engagement mindestens so wichtig wie wenn Mahatma Gandhi Salz gewinnt, um die Steuerbehörde zu ärgern. Mein Gewächs wirkte phantastisch, aber hat immer kratzig und arg nach Chlorophyll geschmeckt. Ich versuchte zwar, das zu verbessern, aber sehr halbherzig und mit zu geringen Mengen. Insofern freut es mich, daß der nette Mensch mit Namen Cannabis Tipps&Tricks, hier erklärt, wie es richtig geht:

Geschmack wie im Coffeshop: So trocknet ihr richtig!

Die Trichome sind braun, die Blätter verfärben sich gelblich: Die Pflanze ist erntereif. Bei der Verarbeitung aber gibt es mehrere Methoden, die zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen: Bereits der „Trim“, also das entfernen der Blüten-Blätter, kann riesige Unterschiede machen…

Frisch schneiden/Wet-Trim:

Die wohl häufigste Methode in Deutschland. Die Pflanze wird in einzelne Äste zerteilt und die überstehenden Blätter komplett von den Blüten entfernt, daß sofort die typische „Bud-Form“ entsteht. Nun werden die Äste kopfüber zum Trocknen aufgehängt, am besten in einem Pappkarton. Nach 7-14 Tagen (je nach Größe) sollten die Blüten durchgetrocknet sein, der Stengel im inneren der Bud sollte, mit wenig Widerstand, glatt durchbrechen ohne an einzelnen Fasern zusammenzuhalten.

Vorteil:
Das Schimmelrisiko ist minimal. Auch für ungeduldige Gärtner ist diese Methode definitiv zu empfehlen.

Nachteil:
Beim Wet Trim wird eigentlich nur Wasser entzogen, jedoch kein kratzendes Chlorophyll abgebaut. Die Buds sind nicht „ausgehärtet“, auch die Farbe verändert sich kaum. Den Geruch verlieren die Buds durch die frische Luft auch größtenteils, beim Grinden kann es sein, daß nur ein grünes Pulver entsteht. Qualitativ ist das also leider die unterste Stufe des Trocknens, in einem Coffeshop wird solches Gras nie angeboten…

Trocken beschneiden und Aushärten/Dry-Trim + Curing:

15400291_105322243296472_3380309983953573618_nIm Gegensatz zum Wet-Trim werden hier nur die größten, unverharzten Blätter entfernt. Auch sollte die Pflanze in möglichst großen Stücken trocknen und nicht in ihre Äste zerteilt werden. Auch hier wird die Pflanze kopfüber in einen Pappkarton gehängt. Da im Stamm, in den großen Ästen und den Blättern auch Wasser enthalten ist, dauert das Trocknen jedoch viel länger. Das Ziel: Wir wollen den Enzymen und Bakterien in der Bud möglichst viel Wasser zur Verfügung stellen, OHNE das die Bud dabei schimmelt. Durch die umgebenden Blätter wird außerdem Geschmack und Geruch besser konserviert.
Nun wird es etwas kompliziert:
Sobald die Pflanzen so trocken sind, dass die an den Buds anliegenden Blätter vertrocknet sind, werden die Buds aus dem Pappkarton entnommen, von den Ästen entfernt und in luftdichte Gefäße (Plastikbox,Marmeladenglas o.Ä) verpackt. Dazu legen wir einfach ein kleines Hygrometer um die Luftfeuchtigkeit zu überwachen. ACHTUNG: Mindestens ein Drittel des Inhaltes sollte leer sein, sonst steigt das Schimmelrisiko!

Nun beginnt das Curing
Innerlich sind die Buds zwar noch sehr nass, im äußeren Bereich aber sehr trocken: Das wollen wir jetzt ausgleichen. Nach 1 bis maximal 2 Tagen im geschlossenen Behälter sollte die Luftfeuchtigkeit bei ca. 80% liegen. Jetzt ist es Zeit, das erste Mal auszulüften(Sonst schimmelts!). Ihr lasst die Box also so lange offen (mitunter einige Tage), bis die äußeren Blätter wieder genauso trocken sind wie vor einigen Tagen. Sobald das so weit ist, Deckel drauf und wieder 1-2 paar Tage abwarten, bis die Feuchtigkeit wieder regelmäßig verteilt ist. Diesen Vorgang wiederholt ihr noch einige Male. Bei jedem Durchgang sollte die Luftfeuchtigkeit in dem Gefäß um ungefähr 5-10% abnehmen. Wenn die Luftfeuchtigkeit sich bei ungefähr 60% einpendelt (und dort auch einige Tage bei geschlossener Box bleibt), kommt die Zeit des großen Wartens: 2-3 Wochen sollte man den Buds mindestens geben: In dieser Zeit bauen Bakterien und Enzyme mithilfe des verbliebenen Wassers das Chlorophyll ab, das Produkt wird „sanfter“ und angenehmer zu rauchen.
Überwacht zwichendurch immer mal die Luftfeuchtigkeit in der Box. Die Box wird außerdem jede Woche einmal geöffnet um frischen Sauerstoff an das Produkt zu bringen. Nach der dritten Woche könnt ihr wieder beginnen den Deckel abzunehmen und die Feuchtigkeit langsam (und damit gleichmäßig!) zu senken. ABER: Wirkliche Top-Qualität darf auch gerne mal mehrere Monate rumliegen…Je länger die Blüten liegen, desto härter werden diese. Spätestens im Grinder erkennt ihr aber wieder die „wahre Größe“.

15355558_105323249963038_8397765492393248657_nWelche Rest-Feuchte euer Produkt haben soll ist tatsächlich euch überlassen und hängt auch oft von der Sorte ab (Ich persönlich mag 30-40%). Ich empfehle euch die kleinen Blätter vor dem Rauchen abzuschneiden oder einfach mit den Fingern abzukrümmeln, je nachdem wie trocken euer Produkt ist. Die Blätter könnt ihr dann separat weiterverarbeiten bzw. veredeln.

Falls noch Fragen offen sind, einfach ab in die Kommentare damit! Falls ihr Tipps oder Tricks für euren Garten braucht, schreibt mir doch einfach eine PN!
(Teilen und Liken bleibt nach wie vor legal! )


Text und Bilder von Cannabis Tipps&Tricks, auf der drogenpolitik veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Um auf die Autorenseite zu kommen, muß man ein Facebook-Profil haben.