Kanna – Ratgeber für Erstkonsumenten

 Die Pflanze

„Kanna“ oder, wie es Intellektuelle nennen, Sceletium tortuosum, ist eine Pflanze, die in Südafrika weit verbreitet ist. Kanna wurde von niederländischen Kolonisten Südafrikas „Kougoed“ genannt was so viel heißt wie „Kaugut“. Ich kann Wikipedia-Einträge lesen. Dieser Name weist auch auf die verbreitete Konsumart des Kauens hins.

Auf dieser Seite ist alles Referate-Wissen und Kolonialfolklore über Kanna zusammengetragen. Aber das Wissen darüber, welche vom Aussterben bedrohten, romantisierten Naturvölker das angeblich nahmen, ist nur schmückendes Beiwerk. Es hilft damit wir vor uns selbst und unseren Eltern gebildet, verantwortungsbewusst und aufgeklärt erscheinen. Die geschichtlich interessanten Daten aber sind ungewiss, nämlich seit wann die westliche Mittelschicht Kanna als Droge konsumiert, um Langeweile und mangelndes Selbstwertgefühl zu betäuben, woher es kam und wer es verbreitete. Kanna scheint ein Phänomen des Internetzeitalters zu sein. Vorher gab es das nicht in der hedonistischen Konsumgesellschaft oder das Wissen hat es nicht aus den Bücherregalen ins Internet geschafft und muss deshalb als verschollen gelten. Erforschung und Vermarktung von Kanna zu Genusszwecken finden erst seit etwa 2010, frühestens seit 2000 statt. Auch die Bundesdrogenbeauftragte erwähnt es noch nicht als empfehlenswerte Substanz.

Kanna Flower Pot Sceletium tortuosum

Die Nachzucht von Kanna ist möglich. Foto: 3thnobotanicals

Was zum Teufel ist da eigentlich drin?

Kanna enthält einige Alkaloide aber die meisten davon sind nutzlos. Uns interessieren nur drei Hauptalkaloide der Pflanze, Mesembrin, Mesembrenin und Tortuosamin. Mesembrin ist der Hauptwirkstoff und wirkt als SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer). Daher kann Kanna antidepressive Wirkung haben, aber auch einige Risiken mit sich bringen (siehe Punkt: Mischkonsum).

Die Wirkung

Kanna hat nach meiner Erfahrung verschiedene Wirkmuster, von denen ich drei dominante unterscheide. Das sind sedierende, aufputschende und psychedelische Wirkung. Diese verhalten sich zueinander wie die Ecken einer „Dreiecksskala“. Also kann entweder eine Wirkungsart dominieren, zwei etwa gleichstarke Wirkungen oder drei total ausgeglichene Wirkungen auftreten. Ich gehe die nun Einzeln durch und versuche, genau zu beschreiben:

Sedierend

Kannas Sedierende Wirkung zeigt sich als angenehmes Verlangen nach Entspannung oder Schlaf. Ich finde, dass hier die empathische Seite von Kanna deutlich aufscheint. Während der Sedierung steigt das Verlangen nach Nähe. Dinge fühlen sich viel, viel angenehmer an und man ist auch viel Entspannter.

Aufputschend

Die aufputschende Wirkung ist ein plötzlicher Rush von Energie mit starkem Bewegungsdrang, eventuell auch mit einem Laberflash (med.: Logorrhoe). Die empathogene Wirkung hält sich in Grenzen, das Körpergefühl ist meist eher kalt bis hin zu einem leichten Gefühl von Schwerelosigkeit. Oder dem genauen Gegenteil davon. Viele Sachen fühlen sich rauer an und die Optik wird um einiges schärfer.

Psychedelisch

Die psychedelische Wirkung ist die interessanteste. Bisher erlebte ich nur zwei Mal mit Kanna eine dominierende psychedelische Wirkung. Die Optik wird schärfer, Dinge am Rand des Blickfeldes scheinen sich zu bewegen. Das sind aber die einzigen optischen Halluzinationen. Interessanter ist, was sich im Kopf abspielt. Die Gedanken werden realistischer. Sie erschein als deutliche, dreidimensionale Bilder im Geist. Der Gedankenfluss ist, ähnlich wie bei Cannabis, viel rapider und kreativer. Auch die psychedelische Wirkung verstärkt die Empathie, jedoch nicht so stark und regelmäßig, wie bei der sedierenden Wirkung. Auch der Tastsinn ist intensiver in diesem Zustand. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber manche Dinge fühlen sich sehr schön an.

Der Konsum (Das Ballern in Volksdeutsch)

Tipp für Einsteiger: Finger weg von einfachem Kanna-Pulver. Kannablätter sind ihr Geld eher wert, da sie sich bequem rauchen lassen. Zu empfehlen ist auch pulverförmiger Extrakt. Normales Pulver ist zwar rauchbar, jedoch braucht man deutlich mehr als bei einem Extrakt und da passiert es ganz gerne mal, dass einem das Zeug in den Mund fliegt. (Vertraut mir es ist mir schon passiert!!!

Wie kann ich mein Kanna konsumieren?

Kanna ist die ultimative Droge wenn es um Konsumarten geht. Kanna kann man rauchen, dampfen, zu Tee verarbeiten, in Alkohol einlegen, Sniffen, unter die Zunge legen und essen. Ob der Konsum rektal möglich ist, weiß ich nicht und möchte es ungerne recherchieren…

Rauchen

„Kanna auf sich alleine gestellt rauchen ist Sinnlos“ Durfte ich wirklich sehr oft schon lesen, jedoch möchte ich jedem Kannaeinsteiger sagen, dass der Monokonsum einer Kannarette nicht sinnlos ist, ich empfinde das sogar als sehr schön für zwischendurch. Die Wirkung erscheint recht Subtil aber ist zu empfehlen für einen kleinen Boost. Empfehlenswert ist der Mischkonsum mit Cannabis (siehe Punkt: Mischkonsum)

Dampfen

Kanna schmeckt beim Dampfen gar nicht so scheiße, sagen mir einige Leute. Leider hab ich bisher nur eine Erfahrung mit Kanna im Macgyver Vaporisierer und in dem schmeckte selbst Ott beschissen also kann ich da nicht viel sagen. Der Siedepunkt von Mesembrin liegt bei 186-190°C

Tee

Happy Tea soll ganz nett schmecken aber man sollte das definitiv mit irgendwas mischen was gut schmeckt, nur so für den Fall.

Sniffen

Beim Nasalen Konsum von Kanna ist definitiv die Stärkste, aber auch kürzeste Wirkung zu erwarten. Zudem brennt es ziemlich mies in der Nase und wenn’s den Rachen runter läuft, fühlt sich das ziemlich ranzig an. Ich mag’s trotzdem.

Sublingual

Viele Leute finden den Geschmack von Kanna abstoßend. Wer den verträgt, kann die Droge unter die Zunge legen und dort für ein paar Minuten liegen lassen.

Oral

In Kapseln einführen, zu Bomben machen oder Toss N Wash empfehlen sich hier sehr, jedoch kann Kanna auch gekaut werden (wers mag).

Dosierung

Die Folgenden Dosierungen sind alle Standardangaben aus dem Internet. Sie beziehen sich auf normales Kanna, nicht auf Extrakte. Ich benutze niemals bestimmte Dosierungen sondern nehme das Zeug immer so Pi mal Daumen.

!!!Tastet euch mit einer kleineren Dosis an. Findet die Dosis welche euch am meisten zusagt anstatt direkt mit einer höheren Dosis zu starten!!!

Oral

Leichte Dosis: 250 – 500mg
Mittlere Dosis: 500 – 1000mg
Starke Dosis: 1000 – 2000mg

Nasal

Leichte Dosis: 20 – 50mg
Mittlere Dosis: 50 – 75mg
Starke Dosis: 75 – 100mg

Rauchen

Leichte Dosis: 30 – 50mg
Mittlere Dosis: 50 – 100mg
Starke Dosis: 100 – 250mg

Hier könnt ihr eine kurze Raucherpause einlegen

 

Alles klar weiter im Text

Mischkonsum

Kanna ist eine Pflanze, welche mit Alkohol und Cannabis wirklich extrem synergetisch wirkt

Kanna im Mischkonsum mit Cannabis

Kanna mit Cannabis zu mischen ist in meinen Augen eine der besten Dinge die man mit Kanna tun kann. Kanna verstärkt die Wirkung von THC und steigert die euphorische und psychedelische Wirkung. Durch den Mix mit Kanna braucht man weniger Cannabis, also ist es auch ein guter Mix für den Geldbeutel.

Kanna im Mischkonsum mit Alkohol

Kanna in Alkohol einlegen oder Kanna rauchen/dampfen/sniffen/usw. während man trinkt, verstärkt die Wirkung von Alkohol erheblich. Beide Drogen gleichen sich aus und passen sehr gut zueinander.

Mischkonsum im Allgemeinen

Kanna ist ein SSRI was den Mischkonsum mit einigen Drogen tatsächlich ziemlich schwer macht

Laut einigen Quellen soll Kanna mischbar sein mit Pilzen jedoch sind sehr kleine Dosen empfohlen. Imo würde ich davon aber eher abraten

Warnung

Wie bereit erwähnt ist Kanna ein SSRI. Es ist absolut davon abzuraten Kanna mit Substanzen wie MDMA, MDA, 2C-B, 4-FA oder anderen SSRIs und MAOIs einzunehmen. Dies kann zu einem Serotoninsyndrom und schließlich auch zum Tod führen. Ebenfalls ist vom Konsum abzuraten, wenn man derzeitig vom Arzt verschriebene Medikamente wie z.B. Antibiotika einnimmt!!!

Von der Einnahme von Kanna ist auch abzuraten wenn man ein schwaches Herz, Bluthochdruck, Gefäßerkrankung, Probleme mit Schilddrüse und/oder Leber, Panikattacken oder Psychischen Erkrankungen hat!!!!

Empfehlenswerter Extrakt

Am meisten Empfehlen kann ich jedem „Kanna Extreme“ jedoch ist nichts falsch daran sich mit 10x an die ganze Kanna Sache ranzutasten.

Herzlichen Glückwunsch

Du hast die Kanna Schule erfolgreich abgeschlossen und bist qualifiziert, um Kanna zu dir zu nehmen

Diese Artikel erschien zuerst auf Facebook Post und ist gewidmet all den Leuten, die sagen, Kanna hätte absolut keine Wirkung und sei Geldverschwendung, den Kanna-Enthusiasten und ganz besonders allen, die gerne sehr, sehr lange Posts auf Facebook lesen (Ihr 0,00000000000000000003% der Weltbevölkerung).

Alexander J. Thompson ist Experte für Sprechgesang und private Medikamententests, im Hauptberuf aber Hesse von Geburt und aus Überzeugung.

 

Shed the Monkey! Terence McKenna und „The Archaic Revival“

Zauberpilze sind außerirdische Lebensformen, die per Panspermie auf die Erde kamen und für die Entwicklung von Affen zum Menschen mitverantwortlich sind, sich uns in der Form des UFO metaphorisieren und uns den Weg weisen, wie wir am Ende der Geschichte (nicht der Welt), 2012, den nächsten Schritt zum Überbewusstsein erreichen, mit dem wir uns dann schnell auf den Weg zu den Sternen machen. So, das als Vorabwarnung; wer jetzt noch weiterliest, hat das Recht verwirkt, nachher süffisant zu grinsen. Diesen zugegebenermaßen zunächst etwas wirr anmutenden Gedankengang finden wir in Terence McKennas Buch The Archaic Revival.

McKenna ist eine der wichtigsten Figuren der psychonautischen Bewegung, ein charmanter Philosoph, hypnotischer Redner und mutiger Vorkämpfer eines für viele unbequemen Themas. Heute ist er leider nur noch denen ein Begriff, die sich nicht von der modernen Vorherrschaft der Ordnung, der Rationalität und des persönlichen Gesundheitswahns, also einer Weltsicht, die alles ablehnt, was planbare Wege verlässt, beherrschen lassen wollen. Für uns Psychonauten ist Ethnopharmakologie kein Relikt aus Hippiezeiten, im Gegenteil, sie ist ein Weg für die Zukunft.

McKenna greift in The Archaic Revival, einem seiner wichtigsten Bücher, unglaublich viele Themen auf und setzt sie (zugegebenermaßen hin und wieder etwas gezwungen, manchmal aber auch in unerwarteter, durchaus kluger Weise) in Zusammenhang mit psychedelischen Erfahrungen. Aus aktuellem Anlass finde ich dabei seine Meinung zur Arecibo-Botschaft spannend, nach der eine entsprechend hochstehende Kultur nicht mittels Radiowellen, sondern mittels direkter Telepathie mit uns Kontakt aufnehmen würde, wenn wir bereit dafür sind. Alles andere ist eigentlich eh, schon allein aufgrund der Wartezeiten, zum Scheitern verurteilt. Sind DMT-Visionen solche Versuche der Kontaktaufnahme?

Die Suche nach dem Spirituellen, ein weiteres der wichtigsten Themen McKennas, ist heute für viele aktueller denn je, und in uns irgendwie veranlagt. McKenna, bekennend inspiriert vom buddhistischen Monismus, beklagt den empfundenen Dualismus einerseits, der unsere Seele scheinbar vom Körper trennt, und glaubt, dass wir durch psychoaktive Stoffe diesen Dualismus irgendwann auflösen können und den haarigen Affen in uns ablegen werden.

We are not primarily biological, with mind emerging as a kind of iridescence, a kind of epiphenomenon at the higher levels of organization of biology. We are hyperspatial objects of some sort that cast a shadow into matter. The shadow in matter is our physical organism. (S. 91)

Halluzinogene Stoffe sind laut McKenna das Mittel der Wahl, wenn es um spirituelle Einsichten geht. Ich bin mir sicher, dass der eine oder andere Prophet sicherlich stoned war, als er seine Visionen hatte – doch das anzuerkennen oder sogar nur in Betracht zu ziehen, fällt vielen schwer.

I think there’s a very strong Calvinistic bias against a free lunch. The idea that you could achieve a spiritual insight without suffering, soul-searching, flagellation, and that sort of thing, is abhorrent to people because they believe that the vision of these higher dimensions should be vouchsafed to the good, and probably to them only after death. It is alarming to people to think that they could take a substance like psilocybin or DMT and have these kinds of experiences. (S. 30)

Meine erste Erfahrung mit halluzinogenen Substanzen war im Studentenwohnheim. Ein Komillitone war diesbezüglich recht erfahren, und überredete mich, über die Pizza ein paar getrocknete, übelriechende und noch schlimmer schmeckende Pilze zu streuen. Die Idee dahinter war, einen lustigen Abend zu verbringen. Das wurde es auch, zugegeben – doch für mich war es eine größere Erfahrung, als ich zunächst selbst erkannte. Es war der völlig unerwartete Eintritt in eine andere, neue, höchstfaszinierende Wahrnehmung der Welt. Für McKenna sind Pilztrips auch ganz klar kein Freizeitvergnügen, sondern echte Suche nach der Wahrheit, nach neuen Einsichten, nach einer neuen Stufe des Bewusstseins. Wer nur Spaß haben will, für den ist das „Fleisch der Götter“ nichts.

TM: I think that if you do these things right, they give you plenty to think about. One thing that people do that I’m definitely opposed to is to diddle with it. If you’re not taking so much that going into it you’re afraid you did too much, then you didn’t do enough. Not the way people will take it to go to the movies, go to the beach, this and that. No, I talk about what I call „heroic“ doses and „committed“ doses. And if you only do heroic doses, then every trip will count. (…)
JL: What is a „heroic“ dose of psilocybin?
TM: Five dried grams. Five dried grams will flatten the most resistant ego. (S. 15)

5 Gramm getrocknete psilocybe cubensis sind wirklich eine deftige Menge, und, obwohl es praktisch unmöglich ist, sich an Psilocybin in Pflanzenmasse überzudosieren, haut das wohl jeden völlig aus den Stiefeln, der nicht, wie McKenna, jahrzehntelang experimentiert hat. Nichts für Spieler also, denn die Erfahrung kann den Erfahrenden verändern.

It [Psilocybin] holds the possibility of transforming the entire species [humans] simply by virtue of the information that comes through it. Psilocybin is a source of gnosis, and the voice of gnosis has been silenced in the Western mind for at least a thousand years. (S. 97)

Diese Kommunikation mit der Wahrheit gibt es laut McKenna nur bei Tryptaminen, nicht bei anderen psychotropen Substanzen wie LSD, das McKenna immer als Abklatsch und wenig spirituell im Vergleich sieht. Tatsächlich ist das Konzept des „Anderen“ bei Einnahme von Psilocybin deutlich spürbar, und im Gegensatz zu LSD, das die visuellen Eindrücke hauptsächlich geometrisch darstellt und aus dem eigenen Ego bezieht, fühlt sich ein Pilztrip organischer, fremdartiger an. Ist der Pilz also ein Orakel, das einem Fragen beantworten kann?

I don’t necessarily believe what the mushroom tells me; rather we have a dialogue. It is a very strange person and has many bizarre opinions. (S. 47)

Nun gilt das aber auch für McKenna selbst. Ohne Zweifel ist er ein überzeugter Psychonaut, der in einer unglaublich mitreißenden Weise über sein Thema spricht. Das Problem mit dieser Art der Diskussion ist aber, dass man nur, wenn man selbst zumindest ansatzweise diese Erfahrungen teilt, nachvollziehen kann, worüber er redet – und vor allem, wie er darüber redet. Viele der Ideen McKennas würde man einfach als spinnertes Gelaber eines durchgeknallten Drogensüchtigen abtun, wenn man selbst nicht schon die Dimensionen gesehen hätte, von denen McKenna redet. Sicherlich ist seine Interpretation sehr spekulativ und extrem in jeder Form, doch gleichzeitig betont er immer wieder, dass es das persönliche Erleben ist, das zählt, die direkte Erfahrung. McKenna will eben keine Religion gründen, die auf Weitergabe aus zweiter oder dritter Hand beruht und nur von Priestern geleitet wird. So, wie man McKenna dann halt entweder für einen Spinner hält, oder für einen modernen Erleuchteten, muss man sich auch bei Halluzinogenen entscheiden, wie man ihnen gegenübersteht.

You either love them [hallucinogens] or you hate them, and that’s because they dissolve worldviews. If you like the experience of having your entire ontological structure disappear out from under you – if you think that’s a thrill – you’ll probably love psychedelics. On the other hand, for some people that’s the most horrible thing they can imagine. (S. 160)

Mir persönlich hat McKenna den Weg gewiesen, die Eindrücke, die man auf psychonautischen Reisen sammelt, zu interpretieren und für sich selbst zu nutzen – er ist ein Lehrer im besten Sinne, obwohl er körperlich nicht mehr unter uns weilt. Viele Drogen werden grundsätzlich negativ dargestellt in unserer modernen Gesellschaft, zum Teil gewiss, weil sie, wie eben zitiert, Fragestellungen aufwerfen, die strukturzersetzend wirken könnten, und das wird als gefährlich wahrgenommen. Doch die positiven Effekte dieser natürlichen Hilfsmittel zur Selbsterkenntnis, die es schon viel länger gibt als die Ratio, die wir so hoch schätzen, können einfach nicht unterbewertet werden. Eines der schönsten Zitate McKennas, das seine so weltbefürwortende Einstellung, seinen Humanismus so wunderbar demonstriert, möchte ich ans Ende dieses Artikels stellen. Lassen wir ihn einfach selbst sprechen.

Nature loves courage. You make the commitment and nature will respond to that commitment by removing impossible obstacles. Dream the impossible dream and the world will not grind you under, it will lift you up. This is the trick. This is what all these teachers and philosophers who really counted, who really touched the alchemical gold, this is what they understood. This is the shamanic dance in the waterfall. This is how magic is done. By hurling yourself into the abyss and discovering it’s a feather bed.

Wer mehr über ihn aus erster Hand, aus seinem eigenen Mund, erfahren will, kann sich seine Vorträge hier kostenlos anhören. Er war ein begnadeter, humorvoller Redner, dem man stundenlang lauschen kann. Terence McKenna darf nicht in Vergessenheit geraten, gerade in einer Zeit, die spirituelle Führung nötiger hat denn je.