Gutes Abitur mit Drogen

 

Hausmusik bildet

Kulturelles Engagement ist extrem förderlich für einen guten Schulabschluss. Ermuntern Sie Ihr Kind, ein Instrument zu lernen.

Im folgenden lesen Sie wertvolle Tipps vom Lehrerkind für einen sehr guten Schulabschluß bei maximaler emotionaler und sozialer Inkompetenz.

Für die Schule und nicht für das Leben täuschen wir Leistung vor!

Sei freundlich und sanft, wie der Schäfer, der seine Herde zum Schlachter führt. Auch und grade zu den Strebern und Mühsalbeladenen. So halten Dich alle für eine integere Persönlichkeit.

Wenn Du den Ruf einer Integeren Persönlichkeit hast:
Laß die Lehrer glauben, sie hätten diese mitgeformt. Das macht sie Stolz und stolze Lehrer sind leicht zu manipulieren.

Laß jeden abschreiben, egal ob Hausaufgaben, oder Klausur. Aber befreunde dich mit niemandem.

Sei gebildet, wie der KZ-Arzt, der nach anstrengenden Menschenversuchen zur Entspannung Beethoven spielt oder Goethe liest. Bildung und Coolness beeindrucken Lehrer, denn Lehrer sind bildungsbegeistert und empfindsam.

Lerne ein klassisches Instrument oder sei gut in einer Sportart. dann wirst Du in der Schule Privilegien genießen.

Brich deinen Lehrern das Herz, in dem Du kluge Fragen stellst. Ein Lehrer liebt die Klugheit und fürchtet das enge Korsett des 45-Minuten-Taktes. Der Störer stört nur das Konzept, rührt an den Ängsten des Lehrers, sein Plansoll nicht zu schaffen und ärgert ihn. Wer interessante Fragen stellt, die ein Lehrer in der Schulstunde nie erörtern kann, obwohl er es möchte, erinnert ihn Schmerzhaft an die Fesseln des Zeitplans und bricht ihm so das Herz.

Wenn Du etwas sagst:

Sei großkotzig und selbstbewußt.

Dann wirst Du für eine starke Persönlichkeit gehalten. Du bekommst dann in der Regel eine bessere Note, als jemand der mehr arbeitet und mehr weiß, als du, aber das nicht selbstbewußt ausdrücken kann.

Sei vorbereitet. Dazu muß man so bis Klasse 9 oder 10 die meisten Hausaufgaben wirklich machen. Geht nicht anders. Wenn Du die Hausaufgaben von der ersten Klasse an zuverlässig machst, gewöhnst Du Dich daran und sie gehen schnell und leicht von der Hand. Du wirst aber später im Leben nur noch Aufgaben nach Schema F lösen können, bei allem anderen wirst Du kläglich versagen.
In der Oberstufe reicht es oft, sich vorher ein wenig einzulesen. Wenn dann die Dummen und Störer in den ersten 20 Minuten rituell gequält werden, kann man sich während der Folter die Aufgabe erschließen und dann mit einer routinierten Meldung glänzen, ist Held des Lehrers und Retter der Gequälten.

Sei anwesend.

Zumindest körperlich. Fehlende Schüler und Zuspätkommer verursachen Bürokratischen Aufwand, Lehrer hassen das. Außerdem beneiden sie alle, die dem Unterricht fernbleiben können. Neid und Haß des Lehrers wirken sich negativ auf Deine Note aus.

Falls Dir die Anwesenheit schwer fällt: Konsumiere vor dem Unterricht Cannabis. Tue das allein und verabrede Dich nicht während der Schulzeit mit anderen zum Kiffen. Mach auf JEDEN FALL die Hausaufgaben, bekifft solltest Du Deine Vorbereitung schriftlich parat haben.

Setz Dich neben einen Störer oder Klassenrowdy. Durch den direkten Kontrast wirkst Du kompetenter. Außerdem verhindert der persönliche Kontakt zu Störern zuverlässig, daß Du wegen Deiner guten Noten zum Mobbing-Opfer wirst. Auch kann man sich gute Quellen für Cannabis-Produkte erschließen.

Bescheiß nicht bei Drogengeschäften.

Never fuck the factory:

Suche Deine Geschlechtspartner niemals an der eigenen Schule.

Schaue abgedrehte Filme in der Originalsprache.

Wer diese Tipps nicht befolgen kann, für den wird die Schulzeit Qual und Demütigung. Allerdings wäre man so bestens auf das Arbeitsleben vorbereitet und wird eine solide bis glänzende Karriere hinlegen.

Solltest Du diese Tipps befolgen können, bist Du wahrscheinlich ein Lehrerkind. Dann machst Du ein glänzendes Abitur, einen mittelmäßigen Studienabschluß und wirst in der Arbeitswelt untergehen. Du wirst mit Deinen Untergebenen Deine Zeit vertrödeln und Deine Vorgesetzten ängstigen, weil sie Dich um Deine Souveränität beneiden.

Notenpulte

Der Bildungsbürger hat es gern, wenn die Kultur zum Weglaufen sterbenslangweilig daherkommt. Gegen Weglauftendenzen und Depressionen helfen zuverlässig Drogen.

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Tischvaporizer – eine Plastiktüte voll Glück

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Es ist mal wieder höchste Zeit für einen Artikel. Denn wir waren eine Woche im Urlaub, da hatten wir keine Lust zu schreiben. Aber wir kamen dort in den Genuss, einen richtigen Vaporizer auszuprobieren. Und zwar den Vapir Digital Air One. Das ist jetzt keine Kaufempfehlung, denn soweit ich meinen Mausfinger müde recherchiert habe, wird das Gerät nicht mehr hergestellt. Auch weiß ich nicht, wie man es bedient, denn ich hatte es gar nicht selber in der Hand.

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Der Digital Air One wurde wohl als tragbares Gerät beworben. da er aber eine Steckdose benötigt und ausschließlich zum Befüllen von Plastikbeuteln gebaut ist, nenne ich ihn Tischvaporizer. Das ist aber letztlich völlig gleichgültig, da das Gerät nicht mehr gebaut wird.

Es handelte sich um einen leistungsstarken Konvektionsvaporizer, welcher eine ordentliche Menge Kräuter in einem Zug von all ihren Wirkstoffen befreit. Der Vaporizer ist eigentlich ein fein einstellbarer Heißluftfön mit einem Kräuterfach im Luftstrom. Der pumpt den gesamten Dampf einer Kräuterladung auf einmal in eine Plastiktüte. Oder mehrere, aus einem halben Gramm lassen sich gern 4 bis 5 Tüten befüllen. Diese bekommt man vom Gastgeber gereicht. Ein paar vorsichtige Züge des dichten Dampfes reichen. Aber wenn niemand sonst da ist, muss man unter Hustenanfällen eben die gesamte Tüte leer ziehen.

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Kein Bocksbeutel und kein Gesang, anschwellen tut die Tüte trotzdem ziemlich zügig.

Der Unterschied zu einem Handvaporizer ist schon enorm

Ein Handgerät ähnelt eher einem gemütlichen Joint, mehr oder weniger fest gedreht mit relativ hohem Ziehwiderstand. Eine Plastiktüte voller Dampf ist dagegen wie eine Bong mit offenem Kickloch. Hier gibt es keinen Ziehwiderstand und dafür viel puren Wirkstoff. Der Hustenreiz ist also nicht zwingend, sondern der puren Unkenntnis geschuldet. Wenn man sich mal dran gewöhnt hat, kommt man mit der richtigen Technik relativ unbeschadet zum Zuge. Es bleiben jedenfalls keine Zweifel an Wirkung oder Dampfentwicklung. Mit industrieller Gründlichkeit werden hier die Wirkstoffe extrahiert. Und wenn man mal ne Tüte Dampf vor der Nasse hat, darf man das gute Zeug nicht verkommen lassen. Denn ich vermute, nach einiger Zeit werden die dampfförmigen Substanzen den Gesetzen der Physik folgen, erkalten und sich als zähflüssiges Kondensat an der Tüte absetzen. Und das will ja keiner.

Die Wirkung ist wunschgemäß überwältigend, dabei aber schön klar und heiter. Lust auf Kommunikation hatte ich zwar keine mehr, aber auch keine unangenehmen Gedanken oder Beklemmungen. Das kann ich jetzt aber nicht allein auf die Konsumform zurückführen. Denn in einem Land, wo es noch im Oktober eher heiß als warm und Cannabiskonsum praktisch entkriminalisiert ist, fühlt es sich einfach unspektakulär leicht an, total zugeballert durch eine fremde Stadt nach Hause zu schweben und mit einem Rucksack, der nach Gras stinkt, im Bus zu sitzen. Eher fand ich es ein wenig schade, dass der sehr hochwertige Hanf mir die Motivation raubte, in den zahlreichen günstigen Bars bei gutem Wein und Essen schöne Menschen anzusehen. Da sind ein zwei Züge von einem Joint am Mittag am Strand sehr viel verträglicher.

Es ist einfach zu viel des Guten

Das ist der einzige Kritikpunkt, den ich an so einem leistungsstarken Tischgerät zu bemängeln habe. Als Erlebnis war das zwar sehr interessant, da ich aber nicht mehr viel Kiffe und keine Zeit habe, mit Kiffern lange Abende herumzuhängen, habe ich kein Bedürfnis nach einem Vaporizer mit Ballon.

Das Gerät selbst, der Vapir Digital Air One, machte einen soliden Eindruck. Ein Anruf im Verdampferladen klärte mich allerdings darüber auf, daß die kalifornische Firma Vapir ihre Zeit gehabt hatte. Aktuell sind zwei Geräte in Deutschland erhältlich, die aber wohl nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind. Für das selbe Geld bekommt man schönere und bessere Apparate. Vapir verbaut wohl immer noch sehr viel Metall, inzwischen aber sind Glasbauteile Standard, weil diese den Geschmack der Inhalation nicht beeinträchtigen. Außerdem seien die Ersatz- und Verschleißteile verhältnismäßig teuer. Der Händler rät da eher zum Arizer Extreme-Q oder den hochwertigen, aber auch teuren Volcano-Modellen von Storz und Bickel.

Das sind, wie schon erwähnt, keine Kaufempfehlungen, lediglich ungeprüft weitergereichte Empfehlungen des örtlichen Vaporizer-Händlers Verdampftnochmal, von dem wir bisher gut beraten wurden. Mit dem einzigen Handvaporizer, den wir dort kauften, sind wir immer noch hochzufrieden. Wir bekommen von dem Geschäft aber keinerlei Vergünstigungen.

Chinesische Teezeremonie, ganz profan

Mal wieder möchte von meiner neuen Lieblingsdroge berichten, Grüntee und Oolong nach chinesischer Methode zubereitet. Keine Sorge, ich bin dem Nervengift noch nicht verfallen. Höchstens ein- oder zweimal die Woche gönne ich mir diesen besonderen Genuß. Und der Espresso am Morgen hat immer noch Vorrang. Trotzdem muss ich gleich zu Anfang eine deutliche Warnung aussprechen und Euch bitten, die jetzt beschriebenen Handlungen bloß nicht nachzumachen. Denn die Teezeremonie wird von mir äußerst dilettantisch und unsachgemäß ausgeführt. Eigentlich sollte sie nur von echten Teemeistern beigebracht werden. Aber auch davon raten wir dringend ab, denn sie führt zu suchtartiger Verschwendung teuren Tees und darüber hinaus zu Sammelwahn nach immer teurerem Teegeschirr. Was wiederum direkt zum Drang nach passenden Möbeln und einer größeren Wohnung führt.
Die chinesische Teezeremonie ist, wie eigentlich jede Teezeremonie, nur eine besonders aufwändige und umständliche Form der Zubereitung. Die chinesische Version würde ich da am ehesten mit  einer Weinprobe vergleichen. Es geht um Angeberei hinsichtlich der Teequalität, das Wissen darum und dem geschickten Umgang mit dem Geschirr. Außerdem kann man mit dem komplizierten Verfahren tatsächlich ein Maximum an Geschmack und Wirkstoff aus Teeblättern brühen. Das war es im Prinzip. Jetzt braucht man bloß noch die Charakteristik eines jeden Tees zu kennen und diesen dann in einer jeweils eigenen Tonkanne brühen und in jeweils dem Anlass und dem Tee angemessenen Porzellangeschirr auszuschenken. Ach ja, ein Teetisch ist ebenfalls Pflicht. Das ist eine Art Tablett mit doppeltem Boden und einer Auffangschale, denn beim Aufbrühen muss das Wasser großzügig überschwappen.

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Kanne, Sieb und Pitcher braucht es für einen schönen chinesischen Tee. Wann man abgießen muss, ist Erfahrungssache.

Hab‘ ich alles nicht. Bei mir gibt es ein weiße, emaillierte Kanne, die Beschichtung nimmt keinen Geschmack auf und eignet sich daher  für die verschiedensten Tees. Zelebrieren tu ich das auf einem Teller im Stehen in einer Ecke in der Küche, serviert in Espressogläsern.
Das ganze Verfahren ist schnell erklärt, aber extrem lang gelernt: Viel Tee wird in einer winzigen Puppenstubenkanne kurz aufgegossen, dann in einen Pitcher, also eine Verteilkanne, gefüllt und aus dieser auf die Tassen der Gäste verteilt. Es finden drei bis sechs und mehr Aufgüsse statt, bis alles Koffein und alle Geschmacksnuancen fachmännisch aus den Blättern gespült sind. Jetzt muss man nur noch die Ziehzeiten und Wassertemperaturen beherrschen.

Denn chinesischer Tee soll in der Regel nicht bitter schmecken. Wenn er es doch tut, war er zu lange im Wasser. Um das gewünschte Aroma zu beschreiben, werden gern Worte bemüht wie blumig , grasig oder fruchtig. Ich würde eher sagen, je weniger Eigengeschmack der Aufguss hat, desto besser. Ein guter Grüntee ist heißes Wasser, das intensiv voll und weich schmeckt. Am ehesten ist das Erlebnis für mich noch vergleichbar mit einer guten, klaren Brühe, die ja selbst auch nach nichts schmecken soll, aber alles andere besser macht.
Auch chinesische Schwarztees sind vergleichsweise mild. Sie haben zwar deutliches Röstaroma, aber ätherisch, ohne jede Bitterkeit. Dann gibt es noch meinen Lieblingstee, den halbfermentierten Ooolong, der beides vereint, das leichte blumige eines Grüntees und das zu Vanillehauch verdünnte Röstaroma des durchfermentierten Blattes.

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Oolong ist immer gerollt, links kleinere Halbkugeln, rechts das volle Format.

Die Zubereitung von Oolong ist relativ einfach. Je besser der Tee, desto mehr Fehler verzeiht er, schlechte Qualität verlangt mehr Präzision, da leichter Bitterkeit und krautige Schärfe hervortritt. Die zu festen Kugeln gerollten Blätter werden in der Regel zuerst mit kochendem Wasser übergossen, das wird aber sofort wieder abgegossen, meist um das Geschirr zu Wärmen. Dieser erste Schritt heißt ‚den Tee waschen‘. Das hat aber nichts mit Schmutz zu tun, sondern dient dazu, das Entfalten der Kugeln anzustoßen. Sobald sich die Blätter vollständig  entfaltet haben, gilt der Oolong als ausgelaugt. Umgekehrt kann man also mehr Aufgüsse machen, wenn man die Kanne vollpackt, daß die Blätter kaum Platz haben. Die ersten Aufgüsse sollten 20 bis dreißig Sekunden Ziehzeit nicht überschreiten, ab dem vierten Aufguss kann man den Tee auch mal in der Kanne vergessen, er schmeckt dann immer noch gut.

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Wenn der Oolong sich komplett entfaltet hat, ist aller Geschmack raus.

Grüner Blattee ist da für mich schwieriger. Die Blätter lassen sich nicht so leicht dosieren, wie die Ooolong-Kugeln, die einfach mit dem Teelöffel abzumessen sind. Außerdem verlangt Grüntee kälteres Wasser als Oolong, welcher mit nominell 90 bis 95°C , sehr dankbar einfach mit nicht mehr kochendem Wasser immer gut wird. Grüntee dagegen will 70 bis 80°, was ohne Thermometer nicht sehr gut zu schätzen ist. Ich warte meist nach dem Kochen eine Weile, dann wärme ich mit dem Wasser erst die Kannen vor und benutze es dann. Schließlich lösen sich aus Grüntee auch nach mehreren Aufgüssen noch Bitterstoffe, wenn er zu lange zieht, die Ziehzeit aber verlängert sich mit jedem Aufguss nur um ein paar Sekunden.

Es ist also ein anspruchsvoller Sport. Für mich habe nur folgende Regeln formuliert: Generell immer mehr Tee als man denkt und kürzer ziehen lassen, als man meint. Die zwanzig Sekunden bemisst man gut mit zwei tiefen Atemzügen.

Leckeren Tee und die weiße Kanne gibt es zum Beispiel beim Hamburger Teespeicher
Mehr über die Teezeremonie und besondere Tees kann man bei der deutschen Teemeisterin Elisa auf Oolonglong lesen, welcher ich hiermit für kompetente Beratung ganz herzlich danke.