Do you like my new car?

Trotz eifrigen Hirnwringens ist uns bis her noch kein neuer Artikel von drogenpolitischer Relevanz eingefallen. Mühsam vom Jetlag erholt, sind die Vorratsschränke der Redaktion weiterhin gut gefüllt mit diversen Tinkturen und Spezereien, ein schöner Scotch vom Duty Free ist auch noch dazu gekommen. Allein, es fehlt die Zeit, das alles zu verkosten.
Deshalb haben wir uns entschlossen, die ganz alten Klamotten auszupacken. Wir wollen Euch heute mitnehmen auf eine Reise in die wilden 1970er Jahre. Viele Leute fragen sich ja, ob die wilden 70er wirklich so wild, Frank Zappa wirklich so schräg und das Hasch damals wirklich so schwachbrüstig war. Alle Antworten, auch auf das Plateauschuhrätsel, vom Mohnexperten und Schriftsteller Andreas Glumm aus Solingen, seines Zeichens Zeitzeuge und Kiffer in den 1970ern, der uns freundlicherweise erlaubte, diese köstliche, unterhaltsame und überaus lehrreiche Geschichte auf der Drogenpolitik zu verlinken.

glumm

In der Zigarettenpause stand ich mit diesem kleinen Nerd zusammen. Er war Mitte Zwanzig und hatte keine Vorstellung davon, was er mit seinem restlichen Leben anstellen sollte, nachdem ihm das erste Drittel wie Fließtext davongerieselt war.

„Computer ist alles, was ich kann“, sagte er trotzig.

Wir unterhielten uns ein bisschen über Rock-Musik, was einem gefällt und was nicht, und als die Sprache schließlich auf mein Alter kam, und er im Stillen nachrechnete, machte er große Augen.

“Moment… dann hast du die Siebziger… ja voll mitgekriegt!”

Er konnte sein Glück kaum fassen, dass da jemand LEIBHAFTIG vor ihm stand, der den Beginn der Punk- und der Disco-Bewegung, Plateauschuhe und Wir Kinder vom Bahnhof Zoo miterlebt hatte, auch wenn die Ära im Nachhinein betrachtet nicht ganz so schräg war, wie einem weisgemacht wird. Plateau-Schuhe etwa waren in den Siebzigerjahren nicht so häufig, wie man glauben möchte, man sah sie hauptsächlich auf großen…

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Hilft Hanf?

Weil wir uns immer noch auf einsamen Inseln herumtreiben, wo schon das bloße Sein einschläfernd wie Opium ist, leihen wir uns heute einen Beitrag von der Schattentaucherin. Da geht es überhaupt nicht um Drogen und noch weniger um Rausch. Es handelt sich um einen sehr detaillierten Erfahrungsbericht einer Selbstmedikation mit CBD-Öl, also bleiben wir mit einem Hanfprodukt doch ein wenig beim Thema des Blogs. Es lohnt sich übrigens, mehr von der Schattentaucherin zu lesen:

https://wp.me/p6T42L-bY

Bekifft im Flugzeug

Speisezubereitungen mit Cannabis wirken lange und stark, dabei ist der Rausch bei richtiger Dosierung leidlich beherrschbar. Es gibt weniger Paranoia als beim Rauchen und wenn man sich selbst weniger verpeilt fühlt, wirkt man auch auf andere kontrollierter. Diese Eigenschaften sollten Haschkeks und Cannabispillen zu einem idealen Medikament gegen Langeweile und Unannehmlichkeit auf Langstreckenflügen machen. Denn man kann sich noch vor allen Sicherheitskontrollen die gewünschte Portion einverleiben, nüchtern den Flieger besteigen und sich dann auf die allmählich anflutende Wirkung freuen, wo andere sich über den unbequemen Sitz in der Economy ärgern.

Mir ist schon bewußt, dass ich mit solch einem Experiment manche Leser vor den Kopf stoßen könnte. Kassandra etwa engagiert sich vehement und mit durchaus guten Gründen gegen Flugreisen. Aber sie ist schon Depressiv und hat mangels wirksamer Heilmittel ein lesenswertes Hobby daraus gemacht, da mache ich mir keine Sorgen, ihre Stimmung zu trüben. Und Arabella verreist zwar nicht gern, aber liest dafür umso lieber, auch Reiseberichte.

Zufällig lagen in der Testschublade noch ein paar Fröhlichkeitspillen aus den Rohstoffen von Do ya own. Die hatten sich ganz ausgezeichnet bewährt wegen ihrer milden, in jeder Hinsicht sozialverträglichen, aber sehr lange andauernden Effekte.
Man kann einwenden, in einem Flugzeug zu sitzen, ist viel zu langweilig und deshalb auch ein wenig Verschwendung des komplexen Wirkstoffe. Denn ein schöner Rausch kommt nicht vom Haschisch allein, er braucht Anregung durch Sinnesreize und Bewegung. Wenn man aber das Flugzeug wechseln muss und durch die unwirkliche Zwischenwelt eines Flughafens schreitet, wird wieder eine ordentliche Portion angereichert Körpersäfte durch den Kreislauf gepumpt.
Es ist ein warmherzig Gefühl, mit einem Betäubungsmittel in der Blutbahn vor den Schalter einer EU-Aussengrenze zu treten.
Der junge Mann am Zoll ist angenehm. Er strahlt etwas unglaublich verlässliches aus. Nicht interessant, aber präsent. Und klar. Und deutlich. Wie das Licht in der Halle, obwohl der Himmel grau ist. Die Frisur etwas eckig, die Augenbrauen setzen leichte Akzente. Kann ich mich auf einmal für junge Männer begeistern? Sollte eine bekiffte Flugreise die sexuelle Orientierung verändern können? Im Flugzeug dann gilt das Interesse wieder ganz den Damen. Die Flugbegleiterinnen sind nämlich alle blond und engelhaft, dabei charakterstark und unnahbar, wie sich das gewisse Propagandaminister in ihren nordischsten Träumen nicht blonder hätten in die Tasche lügen können.
Das ist jetzt aber nicht allein nur die Wirkung der Medizin. Wir sind nämlich mit Finnair über Helsinki geflogen. Da steigt die Wahrscheinlichkeit auf blonde Menschen mit gesunder Haut und sympathischen Gesichtszüge. Schönes angenehm zu beleuchten scheint ausserdem ein Nationalsport zu sein. Das aufgeschlossene Gesicht des Flugbegleiters öffnet mein Herz dann wieder für die Männlichkeit.

Vor einem Flug Haschisch zu essen, ist also rundum erfreulich und in jeder Hinsicht empfehlenswert. In unserem Fall wertet das auch das kulinarische Erlebnis auf. Denn die nüchterne , nordische Küche ist bei Finnair geschmackvoll gepaart mit äußerst protestantischem Alkoholangebot, ausser dem christlichen Glas Wein zum Essen ist der harte Stoff dort durchweg kostenpflichtig. Das schreit nach langsam wirkenden Retard-Mitteln, mutigere Hobbyschmuggler sollten auch irgendwelche legal aussehenden Tabletten oder Gebäck zum Nachschmeißen für das Handgepäck in Erwägung ziehen.

Wir sind also mal wieder auf Weltreise und werden in diesem Monat wenig mehr schreiben. Hier werden Reblogs von Libra erscheinen, die sich ungeduldige Leser natürlich schon vorab im Original ansehen können.
Alle anderen können uns derweil auf unserem familienfreundlichen Fress- und Reiseblog Confusionfood folgen.

Getrockneter Mumin-Speck mit unverbindlichem Geschmier gilt als Highlight finnischer Bordküche. Auch die übrigen Speisen glänzen durch hohe Qualität, extrem gesundheitsbewusste Portionsgröße und den völligen Verzicht auf jegliche Gewürze.

Boundless CFC Vaporizer – günstig guter Dampf

Boundless CFC Vaporizer

Irgendwann neulich begab es sich, dass irgendwo zwei verschiedene Vaporizer gleichzeitig vor sich hin dampften. Ich hatte meinen Arizer Air dabei und es gab noch einen Boundless CFC. Da staunte ich erst mal, die kleine, elektrische Taschenpfeife vaporisiert genau so gut, wie mein Aluzylinder und kostet nur etwas mehr als halb so viel, nämlich um die 80 Euro. Dazu ist er sehr kompakt, verschwindet in jeder hohlen Hand und nimmt in der Hosentasche weniger Platz weg als ein Mobiltelefon. Bestechend auch die kurze Aufheizzeit, welche die eilende Digitalanzeige noch einmal psychologisch verkürzt, aus den tatsächlichen 30 werden gefühlte 10 Sekunden, dann geht es los.

Dagegen wirkt mein alter Arizer schon etwas betulich mit seiner einzelnen, blinkenden Kontrolleuchte. So eine Digitalanzeige hat wohl der neue Arizer Air inzwischen auch. Vernünftigerweise sollte die auch kein Kriterium sein. Schon im Physikunterricht lernten wir, traue keinem Meßgerät, das Du nicht selber mehrmals geeicht hast. Und Digitalanzeigen gaukeln eine Genauigkeit vor, die eigentlich nicht existiert. Aber wer kifft schon wegen der Vernunft? Digitalanzeigen sind halt einfach totschick.

Das Befüllen der Kammer funktioniert eigentlich Idiotensicher, bedenklich fand ich ein kleines Metallsieb, das lose am Boden liegt und bestimmt gern abends beim Grillen auf der Wiese verloren geht. Da hab ich beim Arizer halt das Glasmundstück, das mal auf hartem Boden zersplittern kann und dann erst mal kaputt wäre und als Ersatzteil nen Zehner kostet.

Im Betrieb tun beide Geräte erstmal nahezu das selbe. Der Arizer fühlt sich insgesamt solider an mit Glasmundstück und Alukapsel. Der Boundless ist halt einfach nur ein Stück ein Plastik. Wegen der kompakten Bauweise wird die Partie um das Mundstück auch irgendwann bald recht heiß. Und der Dampf ist etwas dünner, bei höherer Nominaltemperatur. Für das selbe Kraut muss der Boundless auf über 200° C laufen, während der Air auf zweiter Stufe gemütliche 190° Grad heizt und dabei etwas satteren Dampf macht.

Dass der Boundless keine Konzentrate verdampfen kann, ist bei einem Abend mit Gras erst mal nur ein theoretischer Nachteil. Das könnte der Arizer Air. Auch mag ich grundsätzlich den austauschbaren Akku meines Arizer. Wenn man aber nur leere Ersatzakkus und kein Ladegerät eingepackt hat, ist mit dem Arizer bald Schluss, während der Boundless weiter dampft und mit seinem fest verbauten Energiespeicher nur mal zwischendurch 20 Minuten Erholungspause am USB-Kabel braucht.

Boundless CFC in der Hand

Das Bedienfeld des Boundless CFC. Bilder: CR

Der kleine kann was. Den Gesamteindruck will ich mal mit Autos vergleichen: In einem billigen Fiat Panda kommt man genauso ans Ziel wie in einer Mercedes-Limousine, bei Tempolimit und Verkehrslage sogar in der gleichen Zeit. Die Billigmöhre ist mitunter sogar etwas wendiger, in der Limousine sitzt man aber bequemer.

Ich muss zugeben: Es geht auch um Distinktion. Mit einem teureren, besseren Konsumgut werte ich meine Persönlichkeit auf. Und ein Mercedes poliert auch das Ego, ist für Vielfahrer aber tatsächlich die bessere Wahl. Wer das Geld hat, sollte sich in der höheren Preisklasse umsehen und einmal was richtiges kaufen. Aber wer nicht viel Geld auf einmal ausgeben will, oder ein Zweitgerät für Kino und Inlandsflug haben möchte, ist mit dem kleinen Boundless gut bedient.

Ich bin immer noch zufrieden mit meinen Kauf, aber hätte man mir den Boundless als ersten angeboten, hätt‘ ich den genommen und wär wahrscheinlich genauso froh.

Wer Kräuter für seinen Vaporizer, egal ob günstig oder komfortabel, im Wohnzimmer züchten möchte, kann sich bei GrowGuru, dem  Werbepartner der drogenpolitik nach Gewächshaustechnik umsehen.
growguru

Schreiben für Cannabis-Rausch.de

 

Irgendwann im Sommer des letzten Jahres tauchte ein Blog auf, von der Aufmachung her professionell, natürlich mit eigener Adresse, ohne ein Punkt-Kostenlosblog-Anhängsel: Cannabis-Rausch Punkt de. Da stehen viele lange Texte von und über Genusskiffen. Auffällig ist, dass dort nicht die üblichen Legalize-Sprüche stehen. Und auch keine aus dem Internet zusammenkopierten Datenfetzen, die dann als Fakten bezeichnet werden, was immer auch diese ominösen Fakten sind. Nein, bei Cannabis-Rausch stehen selbst ausformulierte Artikel mit eigenen Gedanken. Sicher, manchmal seicht, manchmal weit aus dem Fenster gelehnt oder auch frech. Es kommt rüber, wie ein professionelles, themenspezifisches Unterhaltungsmedium, der Fachmann würde von „Special Interest“ sprechen. Die Zwischenüberschriften machen Lust auf mehr, die Schrift ist gefällig. Immer geht es um Cannabis zum Rausch und Vergnügen. Das ist natürlich von drogenpolitischem Interesse, da wollte ich mehr zu wissen. Die Website kommt mit richtigem Impressum und Adresse und die befand sich sogar direkt bei mir um die Ecke. Also nahm ich Kontakt auf um dem Herrn Daniel Schmidt mal auf den Zahn zu fühlen.

Zur Tür herein kam ein zwei Meter langer, freundlicher Wikinger aus Hamburg. Es wirkt immer sehr bescheiden, wenn übergroße Menschen in normalen Türrahmen erst mal den Kopf einziehen müssen. Wir nahmen einen zivilisierten Tee, Daniel verriet nicht viel über seine Seite und fragte mich stattdessen, ob ich nicht für ihn schreiben wolle. Seit dem produziere ich also ein, zwei Texte im Monat für Cannabis-Rausch und nehme die geistige Beanspruchung als Ausrede, warum ich die Drogenpolitik in letzter Zeit manchmal vernachlässige.

Daniel zeigt als Autor keine Angst vor gar nichts, er nutzt das Medium des Blogs im besten aufklärerischen Sinne. Nämlich um seinen Gedanken freien Lauf zu lassen und nicht um sich als freischaffender Werbefuzzy irgendwelchen Konzernen für eventuelle Kooperationen anzubiedern. Im Gegenteil, er sucht manchmal ohne konkreten Anlass Streit, wenn er über unbekannte, neue Firmen auf dem Cannabis-Markt schreibt. Es gibt auch kein braves Anbiedern an die Langsam-Legalisierer von der Patientenrechte-Front. Im Gegenteil, das Thema Kiffen auf Rezept wird regelmäßig ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten oder politische Deckmäntelchen besprochen. Man ist erst dann erfolgreicher Publizist, wenn man öffentlich beschimpft wird und persönlich Mord, Prügel und Prozesse angedroht bekommt.

Klar großen Medienfirmen passiert das nicht ganz so häufig, eine mehrköpfige Redaktion ist schließlich die institutionalisierte Bedenkenträgerei, aber ein Einmann-Blog, der täglich Neuigkeiten raushauen will, darf seine Gedanken nicht von irgendwelchen Zweifeln filtern lassen.

Ich schreibe genau deshalb nicht meinen Namen unter die Artikel sondern firmiere auch bei Cannabis Rausch als Alice Wunder. Denn ich bin kein freischaffender Hazardeur, sondern auch nur eine bundesrepublikanische Beamtenseele, die ein großes Unternehmen zu allererst als Brötchengeber begreift. Aber ich bin stolz, dass ich bei dem Anarcho-Projekt mit meinen braven Fachartikeln mitmachen kann. Schließlich hat bekanntlich kein Herz, wer mit 20 kein Kommunist war und ich nehme schließlich Drogen seit ich 14 bin, damit ein Teil von mir sich einbilden kann, ewig 20 zu sein.

Inzwischen erreicht Cannabis Rausch mit diesem Konzept mehr als 100.000 Leser im Monat. Ab und zu bekomme ich sogar mal Geld, für zwei Kaffee oder ein Gramm Gras. Nicht mehr als eine Anerkennung, aber Daniel ist der einzige in der Branche, der von sich aus und schnell Geld überweist. Da fragt sich der wunderliche Hobbyblogger doch, was macht so ein hanseatischer Jungunternehmer besser? Auf Cannabis-Rausch gibt es keine Werbung, die Einnahmen kommen aus freiwilligen Spenden der Leser und Affiliate-Links zum großen Kapitalisten Amazon. Daniel kennt sich sehr gut mit Suchmaschinenoptimierung aus, der sogenannten SEO, dem heiligen Gral aller karrierebewussten Blogger. Darüber hinaus erkenne ich da nur viel Idealismus und den für Journalisten so wichtigen, festen Glauben an die Richtigkeit der eigenen Gedanken und die Wichtigkeit ihrer Veröffentlichung. Ganz wesentlich aber, das muss ich neidlos anerkennen, ist der schiere Fleiß, nahezu täglich einen Artikel zu posten. Wer schreibt, der bleibt.

Daniel Schmidt Chefredakteur Cannabis-Rausch.de

Daniel Schmidt, Hanseat und Cannabis-Enthusiast, zu Besuch in den Redaktionsräumen der Drogenpolitik. Befragt zur wirtschaftlichen Situation als freischaffender Blogger äußert er  sich als optimistischer Realist: Zur Zeit bekomme ich ein kleines Taschengeld von der Seite. Davon kann ich noch lange nicht leben, aber damit kann ich paar kleinere Sachen nach vorne bringen, wie die Website-Technologie weiterentwickeln, zu Messen fahren, Server bezahlen, Grafiker bezahlen. Aber das Geld kommt auch erst seit 2 Monaten rein, da die Auszahlungen von Partnerprogrammen mindestens 3 Monate im Verzug sind, wegen Retouren und Fristen. Am Ende des Tages ist es eine ehrenamtliche Tätigkeit. Ich muss zum Leben halt für andere schreiben, programmieren und so weiter. Ist aber im gesamten das, was mich glücklich macht und das kann man mit Geld nicht ausgleichen.

 

Kanna – Ratgeber für Erstkonsumenten

 Die Pflanze

„Kanna“ oder, wie es Intellektuelle nennen, Sceletium tortuosum, ist eine Pflanze, die in Südafrika weit verbreitet ist. Kanna wurde von niederländischen Kolonisten Südafrikas „Kougoed“ genannt was so viel heißt wie „Kaugut“. Ich kann Wikipedia-Einträge lesen. Dieser Name weist auch auf die verbreitete Konsumart des Kauens hins.

Auf dieser Seite ist alles Referate-Wissen und Kolonialfolklore über Kanna zusammengetragen. Aber das Wissen darüber, welche vom Aussterben bedrohten, romantisierten Naturvölker das angeblich nahmen, ist nur schmückendes Beiwerk. Es hilft damit wir vor uns selbst und unseren Eltern gebildet, verantwortungsbewusst und aufgeklärt erscheinen. Die geschichtlich interessanten Daten aber sind ungewiss, nämlich seit wann die westliche Mittelschicht Kanna als Droge konsumiert, um Langeweile und mangelndes Selbstwertgefühl zu betäuben, woher es kam und wer es verbreitete. Kanna scheint ein Phänomen des Internetzeitalters zu sein. Vorher gab es das nicht in der hedonistischen Konsumgesellschaft oder das Wissen hat es nicht aus den Bücherregalen ins Internet geschafft und muss deshalb als verschollen gelten. Erforschung und Vermarktung von Kanna zu Genusszwecken finden erst seit etwa 2010, frühestens seit 2000 statt. Auch die Bundesdrogenbeauftragte erwähnt es noch nicht als empfehlenswerte Substanz.

Kanna Flower Pot Sceletium tortuosum

Die Nachzucht von Kanna ist möglich. Foto: 3thnobotanicals

Was zum Teufel ist da eigentlich drin?

Kanna enthält einige Alkaloide aber die meisten davon sind nutzlos. Uns interessieren nur drei Hauptalkaloide der Pflanze, Mesembrin, Mesembrenin und Tortuosamin. Mesembrin ist der Hauptwirkstoff und wirkt als SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer). Daher kann Kanna antidepressive Wirkung haben, aber auch einige Risiken mit sich bringen (siehe Punkt: Mischkonsum).

Die Wirkung

Kanna hat nach meiner Erfahrung verschiedene Wirkmuster, von denen ich drei dominante unterscheide. Das sind sedierende, aufputschende und psychedelische Wirkung. Diese verhalten sich zueinander wie die Ecken einer „Dreiecksskala“. Also kann entweder eine Wirkungsart dominieren, zwei etwa gleichstarke Wirkungen oder drei total ausgeglichene Wirkungen auftreten. Ich gehe die nun Einzeln durch und versuche, genau zu beschreiben:

Sedierend

Kannas Sedierende Wirkung zeigt sich als angenehmes Verlangen nach Entspannung oder Schlaf. Ich finde, dass hier die empathische Seite von Kanna deutlich aufscheint. Während der Sedierung steigt das Verlangen nach Nähe. Dinge fühlen sich viel, viel angenehmer an und man ist auch viel Entspannter.

Aufputschend

Die aufputschende Wirkung ist ein plötzlicher Rush von Energie mit starkem Bewegungsdrang, eventuell auch mit einem Laberflash (med.: Logorrhoe). Die empathogene Wirkung hält sich in Grenzen, das Körpergefühl ist meist eher kalt bis hin zu einem leichten Gefühl von Schwerelosigkeit. Oder dem genauen Gegenteil davon. Viele Sachen fühlen sich rauer an und die Optik wird um einiges schärfer.

Psychedelisch

Die psychedelische Wirkung ist die interessanteste. Bisher erlebte ich nur zwei Mal mit Kanna eine dominierende psychedelische Wirkung. Die Optik wird schärfer, Dinge am Rand des Blickfeldes scheinen sich zu bewegen. Das sind aber die einzigen optischen Halluzinationen. Interessanter ist, was sich im Kopf abspielt. Die Gedanken werden realistischer. Sie erschein als deutliche, dreidimensionale Bilder im Geist. Der Gedankenfluss ist, ähnlich wie bei Cannabis, viel rapider und kreativer. Auch die psychedelische Wirkung verstärkt die Empathie, jedoch nicht so stark und regelmäßig, wie bei der sedierenden Wirkung. Auch der Tastsinn ist intensiver in diesem Zustand. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber manche Dinge fühlen sich sehr schön an.

Der Konsum (Das Ballern in Volksdeutsch)

Tipp für Einsteiger: Finger weg von einfachem Kanna-Pulver. Kannablätter sind ihr Geld eher wert, da sie sich bequem rauchen lassen. Zu empfehlen ist auch pulverförmiger Extrakt. Normales Pulver ist zwar rauchbar, jedoch braucht man deutlich mehr als bei einem Extrakt und da passiert es ganz gerne mal, dass einem das Zeug in den Mund fliegt. (Vertraut mir es ist mir schon passiert!!!

Wie kann ich mein Kanna konsumieren?

Kanna ist die ultimative Droge wenn es um Konsumarten geht. Kanna kann man rauchen, dampfen, zu Tee verarbeiten, in Alkohol einlegen, Sniffen, unter die Zunge legen und essen. Ob der Konsum rektal möglich ist, weiß ich nicht und möchte es ungerne recherchieren…

Rauchen

„Kanna auf sich alleine gestellt rauchen ist Sinnlos“ Durfte ich wirklich sehr oft schon lesen, jedoch möchte ich jedem Kannaeinsteiger sagen, dass der Monokonsum einer Kannarette nicht sinnlos ist, ich empfinde das sogar als sehr schön für zwischendurch. Die Wirkung erscheint recht Subtil aber ist zu empfehlen für einen kleinen Boost. Empfehlenswert ist der Mischkonsum mit Cannabis (siehe Punkt: Mischkonsum)

Dampfen

Kanna schmeckt beim Dampfen gar nicht so scheiße, sagen mir einige Leute. Leider hab ich bisher nur eine Erfahrung mit Kanna im Macgyver Vaporisierer und in dem schmeckte selbst Ott beschissen also kann ich da nicht viel sagen. Der Siedepunkt von Mesembrin liegt bei 186-190°C

Tee

Happy Tea soll ganz nett schmecken aber man sollte das definitiv mit irgendwas mischen was gut schmeckt, nur so für den Fall.

Sniffen

Beim Nasalen Konsum von Kanna ist definitiv die Stärkste, aber auch kürzeste Wirkung zu erwarten. Zudem brennt es ziemlich mies in der Nase und wenn’s den Rachen runter läuft, fühlt sich das ziemlich ranzig an. Ich mag’s trotzdem.

Sublingual

Viele Leute finden den Geschmack von Kanna abstoßend. Wer den verträgt, kann die Droge unter die Zunge legen und dort für ein paar Minuten liegen lassen.

Oral

In Kapseln einführen, zu Bomben machen oder Toss N Wash empfehlen sich hier sehr, jedoch kann Kanna auch gekaut werden (wers mag).

Dosierung

Die Folgenden Dosierungen sind alle Standardangaben aus dem Internet. Sie beziehen sich auf normales Kanna, nicht auf Extrakte. Ich benutze niemals bestimmte Dosierungen sondern nehme das Zeug immer so Pi mal Daumen.

!!!Tastet euch mit einer kleineren Dosis an. Findet die Dosis welche euch am meisten zusagt anstatt direkt mit einer höheren Dosis zu starten!!!

Oral

Leichte Dosis: 250 – 500mg
Mittlere Dosis: 500 – 1000mg
Starke Dosis: 1000 – 2000mg

Nasal

Leichte Dosis: 20 – 50mg
Mittlere Dosis: 50 – 75mg
Starke Dosis: 75 – 100mg

Rauchen

Leichte Dosis: 30 – 50mg
Mittlere Dosis: 50 – 100mg
Starke Dosis: 100 – 250mg

Hier könnt ihr eine kurze Raucherpause einlegen

 

Alles klar weiter im Text

Mischkonsum

Kanna ist eine Pflanze, welche mit Alkohol und Cannabis wirklich extrem synergetisch wirkt

Kanna im Mischkonsum mit Cannabis

Kanna mit Cannabis zu mischen ist in meinen Augen eine der besten Dinge die man mit Kanna tun kann. Kanna verstärkt die Wirkung von THC und steigert die euphorische und psychedelische Wirkung. Durch den Mix mit Kanna braucht man weniger Cannabis, also ist es auch ein guter Mix für den Geldbeutel.

Kanna im Mischkonsum mit Alkohol

Kanna in Alkohol einlegen oder Kanna rauchen/dampfen/sniffen/usw. während man trinkt, verstärkt die Wirkung von Alkohol erheblich. Beide Drogen gleichen sich aus und passen sehr gut zueinander.

Mischkonsum im Allgemeinen

Kanna ist ein SSRI was den Mischkonsum mit einigen Drogen tatsächlich ziemlich schwer macht

Laut einigen Quellen soll Kanna mischbar sein mit Pilzen jedoch sind sehr kleine Dosen empfohlen. Imo würde ich davon aber eher abraten

Warnung

Wie bereit erwähnt ist Kanna ein SSRI. Es ist absolut davon abzuraten Kanna mit Substanzen wie MDMA, MDA, 2C-B, 4-FA oder anderen SSRIs und MAOIs einzunehmen. Dies kann zu einem Serotoninsyndrom und schließlich auch zum Tod führen. Ebenfalls ist vom Konsum abzuraten, wenn man derzeitig vom Arzt verschriebene Medikamente wie z.B. Antibiotika einnimmt!!!

Von der Einnahme von Kanna ist auch abzuraten wenn man ein schwaches Herz, Bluthochdruck, Gefäßerkrankung, Probleme mit Schilddrüse und/oder Leber, Panikattacken oder Psychischen Erkrankungen hat!!!!

Empfehlenswerter Extrakt

Am meisten Empfehlen kann ich jedem „Kanna Extreme“ jedoch ist nichts falsch daran sich mit 10x an die ganze Kanna Sache ranzutasten.

Herzlichen Glückwunsch

Du hast die Kanna Schule erfolgreich abgeschlossen und bist qualifiziert, um Kanna zu dir zu nehmen

Diese Artikel erschien zuerst auf Facebook Post und ist gewidmet all den Leuten, die sagen, Kanna hätte absolut keine Wirkung und sei Geldverschwendung, den Kanna-Enthusiasten und ganz besonders allen, die gerne sehr, sehr lange Posts auf Facebook lesen (Ihr 0,00000000000000000003% der Weltbevölkerung).

Alexander J. Thompson ist Experte für Sprechgesang und private Medikamententests, im Hauptberuf aber Hesse von Geburt und aus Überzeugung.

 

Die Kunst des Dampfens

Puffco elektrischer Dabstick Vaporizer

Ein Puffco+ Vaporizer speziell für Konzentrate, auch Haschöl genannt. Foto: @lofotomanie

Das teure Hobby des Marihuanagenusses hängt für mich seit jeher mit den zwei essentiellen Grundzutaten zusammen: Cannabis oder Hasch und Tabak. Die Mischung bestimmt Wirkstoffgehalt, Geschmack, Rauschverlauf. Eine der beiden Pflanzen steckt im verarbeiteten, genussfertigen Zustand voller Giftstoffe, macht stark abhängig, dumm und impotent, verklebt die Lungenbläschen und verstopft die Arterien. Hier ist nicht die rede vom Gras. Und wer das ohne sauren Tabakgeschmack genießen will, raucht meist pur.

Oder er dampft. Und fühlt sich vielleicht ein bisschen wie ein neumodischer, kiffender Hipster, wenn er das schlanke schwarze Handgerät zum Mund führt und nach dem Inhalieren nichts als eine dünne, dafür aber umso aromatischere Dampfwolke in die Abendluft bläst. Man könnte denken, es handle sich um eine E-Zigarette.

In Wirklichkeit befindet sich in der Keramikheizkammer des mobilen Vaporizers kein Liquid, sondern zerkleinerte, getrocknete Cannabisblüten. Die werden bei Temperaturen zwischen 180° und 210° Celsius erhitzt, ohne zu verbrennen. Die Cannabinoide werden dabei buchstäblich gekocht und verdampft. Der so entstandene Dampf enthält etwa 90% Cannabinoide, während der Rauch beim Verbrennen eines Joints nur 10% der begehrten Wirkstoffe enthält.

Etliche Versuche, das Rauchen aufzugeben, scheiterten am Kiffen. Um der Tabaksucht den Rücken kehren zu können, ohne auf den Cannabiskonsum verzichten zu müssen, kaufte ich mir den Flowermate V5.0S Pro. Das im Gehäuse verstaubare Mundstück aus Glas ist nicht nur edel, sondern auch verdammt praktisch und das Gerät heizt wirklich schnell auf. Es passt in jede Hosentasche, lässt sich leicht reinigen und die Temperatur ist aufs Grad genau einstellbar.

Doch das Umgewöhnen ist gar nicht mal so einfach

Wenn man die Wirkung von Cannabis im Zusammenspiel mit Tabak gewöhnt ist, kommt einem das Dampfen erst mal „läpsch“ vor. Schmeckt zwar lecker, aber richtig breit wird man nicht davon. Der werte Herr Chefredakteur machte mich darauf aufmerksam, dass man das dampfen erst lernen muss. Das heißt, 24 Stunden nicht kiffen und dann dampfen – ruhig mit etwas mehr Gras und einer höheren Temperatur anfangen. Der Wirkungseintritt ist viel verzögerter beim Dampfen und auch der Rausch verhält sich ganz anders.

Seitdem habe ich es oft versucht, auch nach tagelanger Abstinenz, doch der Flowermate kann meinen Ansprüchen nicht genügen. Der Dampf schmeckt schnell nach Popcorn, was für eine zu hohe Temperatur spricht, doch bei niedrigen Gradzahlen kommt überhaupt kein Dampf und die Wirkung fällt auch sehr mau aus. Ich kann mich also nicht wirklich ans Dampfen mit dem Gerät gewöhnen, und so wird der kleine Vaporisierer nur selten genutzt; vor allem zum Verdampfen von getrockneten Heilkräutern wie Salbei oder Thymian – das wirkt bei Erkältungen Wunder und schmeckt obendrein wirklich köstlich.

Zwei gute Freunde konsumieren auf eine ganz andere Art und Weise: Sie verdampfen Extrakt durch einen entsprechenden Vaporizer. Ich durfte das schon mehrmals testen und war so begeistert, dass ich mir vor kurzem so ein Gerät bestellt habe:

Der Puffco+ ist ein sogenannter Vaporizer Pen, kürzer als ein Kuli und mindestens genau so handlich. In der Öffentlichkeit ist er noch dezenter einsetzbar als der Flowermate und durch das stiftartige Design lässt er sich in jeder Tasche verstauen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Konzentrat-Dampfern hat dieser hier keine Heizspule in der Keramikheizkammer. An einem ebenfalls aus Keramik bestehenden Dorn im Innern der Kammer haftet ein Tropfen des wertvollen Öls, das Erhitzen geschieht durch ein Heizelement außerhalb der Kammer. Die wiederum lässt sich dadurch extrem leicht reinigen und das Öl kommt nicht mit Plastik- oder metallteilen in Berührung. Die Dampfentwicklung und die Wirkung sind mehr als zufriedenstellend.

Vaporisiert wird im Puffco, was am Keramikdorn hängenbleibt. Foto: @lofotomanie

Das Vaporisieren von Haschöl hat übrigens große Vorteile

Einer der Überzeugendsten ist wohl der Geschmack. Beim Inhalieren des Dampfs entwickeln sich unfassbar intensive, fruchtige oder würzige Aromen, die je nach Haschsorte und Extraktionsvorgang variieren. Durch das Ausbleiben von Tabak wird das Konsumerlebnis ohnehin schon viel geschmackvoller, aber wer ein Gourmet in Sachen Haschisch ist, sollte diese Erfahrung auf jeden Fall gemacht haben!

Auch das Wirkverhalten ist fast unschlagbar: Der Eintritt der Wirkung lässt nicht ganz so lange auf sich warten wie beim Dampfen von Cannabisblüten und die Wirkung selbst ist intensiver. Allerdings sollte man auch vorsichtiger dosieren. Das Öl ist sehr viel potenter als Gras und auch wenn die Verzögerung im Wirkungseintritt kürzer ist: sie ist da.

Und der Vorteil, den alle Arten des Dampfens inne haben: Kein Tabak, kein lästiges Bauen, keine Paper-Not oder Tip-Knappheit. Nur du und dein Vapo.

Stay high!

Wer selbst Heilkräuter anbauen möchte, zum Vaporisieren oder um Harz zu extrahieren, findet die notwendige Ausrüstung bei unserem Werbepartner GroGurugrowguru

Psychopharmaka – Glücklich durch Gehirnwäsche

Psychopharmaka

Wenn wir an Drogen denken, dann denken wir meist nicht an Psychopharmaka. „Droge“ hat im Umgangssprachlichen auch eine andere Bedeutung, als in der Fachbezeichnung für Bewusstseinsveränderung durch Einnahme einer Substanz.

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Als Psychiatriepatient lebt man mitunter von der Hand in den Mund.

Psychopharmaka verändern dein Bewusstsein. Es gibt im klassischen Sortiment Antidepressiva, Neuroleptika und die Diazepam-ähnlichen. Diazepam (umschreibung einer Stoffgruppe) ist von allen Psychopharmaka unter den Rausch-Freunden am bekanntesten, denn es findet häufig als „Trip-Killer“, so wie als Downer Verwendung.

Diazepame

Diazepam-ähnliche Medikamente finden in der Psychiatrie meist bei Angstzuständen oder psychotischen Zuständen des Patienten Verwendung. Sie kommen dann in Form von Schmelztabletten zum Einsatz und werden somit sublingual verabreicht. In der Psychiatrie werden sie höchstens zwei Wochen am Stück täglich gegeben, doch meist kürzer. Es gibt viele Hausärzte, die diese Medikamente leichtsinnig verschreiben, wenn man von Angststörungen berichtet und erwähnt, dass es momentan schwierig ist, einen Psychiater auf zu treiben. Aber schön brav sein und nicht ausprobieren.

Antidepressiva

Antidepressiva machen impotent, unfruchtbar und stumpf. Aber der ein oder andere Patient ist auf derartige Drogen angewiesen. Der MAO-Hemmer ist einigen von euch sicherlich bekannt. Auch ein MAO-Hemmer gehört zu der Gruppe der Antidepressiva, ebenso wie beispielsweise SSRI’s. Es lohnt sich nicht auf die Feinheiten einzugehen, da selbst die Psycho-Wissenschaft kein Plan hat, wie der ganze Krempel funktioniert (Stand 2018). Ich selbst habe noch nie Erfahrungen mit Antidepressiva gemacht, da ich noch Kinder kriegen will. Meine Bipolare Störung hat auch ein zu hohes Risiko der Manie mit sich gebracht, weshalb auf Neuroleptika zurückgegriffen wurde.

Neuroleptika

Neuroleptika sind bei allen psychischen Störungen sehr beliebt. Sie helfen immer, so hat man das Gefühl. Manchmal machen sie müde und lethargisch. Und sie machen schön desinteressiert und stumpf. Optimal also, für Menschen, die überemotional sind. Möchte Psychiater meinen. Einige dieser Psycho-Drogen knocken dich aus, als würde dein Gehirn mit 400 kg Schlagkraft gegen deine Schädelwand gedonnert werden.

Haloperidol habe ich selbst mal bekommen. Unter dem Handelsnamen Haldol ist es der Klassiker überhaupt. Es war, als wäre ich einen Monat lang schwerbehindert gewesen. Nach längerer Einnahme beginnt es nämlich das ZNS zu betäuben. Ich konnte meinen Bleistift nicht mehr festhalten und habe gesabbert, aber das kommt eben vor, wenn man geisteskrank ist.

Abilify

Es gibt aber auch ganz erfolgreiche, neuere Neuroleptika, so wie Abilify mit dem Wirkstoff Aripiprazol. „AbiliFly“ unter den Patienten. Bei mir hat es sehr starke antidepressive Effekte, es macht einfach so energiegeladen und stabil. Als würde man ein Unternehmen seit über 20 Jahren sicher betreiben, es macht dich klar und funktionsfähig. Wird das die neue Leistungsdroge 2020? Man muss fast jedes Psychopharmazeutikum vorsichtig einschleichen. Übrigens: „AbiliFly“ verursacht Synergien mit Substanzen wie LSD, Psilocyn oder DMT. Aber Achtung: Das Drogen-Medikament ist erst seit 2004 zugelassen.

Fazit

Ist das nun alles Gehirnwäsche? Ja, ein bisschen. Gehirnwäsche steckt in jeder Droge. Einige Leute haben ein so dreckiges Gehirn, dass eine Wäsche garnicht mal so schlecht wäre. Es kann Fluch und Segen sein. Ich selbst habe eine Bipolare Störung und sammel so meine Erfahrungen mit diesen Substanzen, jedoch muss ich gestehen, dass mich Psychedelika dann doch mehr reizen, als die tägliche bunte Pille für’s normal sein.

Mind Comedy bedankt sich herzlich für’s Lesen. Bleibt gesund ihr Schnuffelbacken.

Leonard von Mind Comedy ist der drogenpolitik schon länger wohlgesonnener Partner. Diese kurze Pharmkopoeia erstellte Mind Comedy exklusiv für die drogenpolitik. Besucht ihn auf seinem Blog und seinem Youtube-Kanal, aus Soundcloud und Instagram wo er mal sachlich, mal poetisch über das Leben, Kunst, bipolare Störung, freiwillige und unfreiwillige Rauschzustände und so einiges mehr berichtet. 

Sour aus Birnenschnaps hilft bei historischen Altlasten

Baron Hildprandt Hruskovice

Als Blogger muss man von seinen Urlaubsreisen schreiben, ein Blog ist schließlich die Diashow des Internetzeitalters. Wer da keine Lust drauf hat, kann sich einfach woanders hin klicken oder die elektronischen Medien zur Seite legen und mal wieder was sinnvolles machen. Allen anderen erzähl ich was von unserem Skiurlaub, denn Wintersport ist bekanntermaßen die perfekte Ausrede, um Frühstück, zweites Frühstück und Mittagessen durch einen Schnaps zu ersetzen. Traditionell sind das in den Bergen natürlich Obstbrände. Diesmal ging es ins Riesengebirge und zwar an die südliche, auf tschechischem Staatsgebiet liegende Flanke, deren Flüsse über die Elbe in die Nordsee drainieren. In diesem Teil Osteuropas, also vom Riesengebirge bis zum Mittelmeer, ist der Obstler der Wahl selbstverständlich ein Pflaumenbrand, Slibovic oder Slivovice. Als geschmacklich bessere Alternative wurde gern der Birnenbrand, Hruskovice, gereicht. Was das H und das R in dem Namen nebeneinander zu suchen haben, ist mir schleierhaft. Das Tschechische gehört eben zu den Sprachen, die mit Vokalen traditionell eher Sparsam umgehen.

Birnenbrand nun ist ganz und gar nicht hip oder populär, aber alle Jahre wieder im Winterurlaub lassen wir uns die Qualität und den angenehme Geschmack dieser ureigentlichen Spirituose gerne wieder in Erinnerung gerufen. Es ist ein total konservativ-altbackenes Getränk. Aber einfach gut und lecker, ohne Werbung, ohne schicken Namen, ohne ein Image. So wie die gute alte Zeit, als die Urgroßeltern im Pferdeschlitten zu Weihnachten unter Pelz und Decken fummeln konnten… oh what fun it is to ride… Die halbe Stunde im One horse open sleigh kostete gut 40 Euro, das sollte einem die Liebste schon wert sein. Die weiße Weihnacht jedenfalls hat für uns Bundesbürger also ausnahmsweise mal nicht der Klimawandel geraubt. Die ist einfach in den Ostgebieten geblieben. Denn das Riesengebirge – es gibt auch einen Tschechischen Namen dafür, aber der hat wieder furchtbar wenig Vokale – ist Teil dessen, was mal Sudetenland hieß.

Als Urlauber braucht uns das nicht weiter zu belasten. Wir können uns beim morgendlichen Schnaps entspannt zurücklehnen und uns freuen, daß die Deutschen das Mittelgebirge so hübsch hergerichtet haben, jetzt aber glücklicherweise weg sind und wir deshalb total entspannt unsere Ferien genießen können. Aber über die Heimatvertriebenen darf man keine Witze machen. Denn auch wenn wir spätgeborenen den grausamen Schrecken von Flucht und Vertreibung nicht nachvollziehen wollen und können, droht uns das Ungemach in Form von Vertriebenenverbänden und deren Vorsitzenden und Vorsitzendinnen, welche nach wie vor unsere Gesellschaft mitgestalten wollen. Auch im Hinblick auf unser aller Zukunft sollten wir uns also nach ein paar Schnäpsen die Frage stellen: Können wir Deutschen mit anderen Völkern zusammenleben, ohne dass wir denen mit unserem unbedingten Gestaltungswillen permanent auf den Wecker fallen?

Im Riesengebirge jedenfalls wird nicht mehr viel gestaltet, seit man die Deutschen erfolgreich verjagt hat. Die letzte Gestaltung betraf die Tschechisierung der Ortsnamen, manchmal durch Übersetzung, oft aber durch gewaltsame Streichung von Vokalen. Die Umgestaltung der Bevölkerung verlief dagegen nicht besonders Nachhaltig. Es wurden bis heute nicht die ursprünglichen Einwohnerzahlen erreicht, wirtschaftlich dümpelt die Gegend so vor sich hin. Der Tourist merkt das daran, daß es in den Skiorten außer Gastronomie praktisch keine normalen Geschäfte gibt. Lebensmittel bekommt man im vietnamesischen Alles-Laden.

Hanfblüten

Entspannender Kräutertee im vietnamesischen Alles-Laden

Aber hinter zwei Vietnamesen fanden wir in einer kleinen Passage eine noch kleinere Wein- und Schnapsboutique. Dort erstanden wir als Souvenir eine Flasche Baron Hildprandt Hruskovice, rund 10 Euro billiger als die halbstündige Schlittenfahrt. Auch der Schnaps kommt natürlich nicht aus dem Riesengebirge, Baron Hildprandt wohnt nämlich gar nicht in den Sudeten, Verzeihung, im Riesengebirge, sondern irgendwo in einem Böhmischen Dorf zwischen den Großbrauereien Pilsen und Budweis. Die Birnen dort scheinen jedenfalls gut zu sein, das vierfach destillierte Erzeugnis schmeckt und wirkt hervorragend, ohne am nächsten Tag unangenehm aufzufallen. Zu Hause im Alltag sind wir aber nur selten so euphorisch, daß wir den Morgen mit einem kurzen Klaren begrüßen möchten. Wegen der vielen, drängenden, deutschen Fragen vermutlich. Deshalb verlegen wir den Alkoholkonsum wieder auf den abendlichen Cocktail. Der einzige Cocktail, den wir können, ist ein Sour. Zitronensaft und Läuterzucker im Schnaps geht nämlich immer, zu Hause kann auf schäumendes Beiwerk wie Eiweiß gerne verzichtet werden. Das Problem ist nur das richtige Mischungsverhältnis für die jeweilige Alkoholsorte. Bei charakterstarkem Whisky ist das einfach, Alkohol:Zitrone:Zucker 2:2:1, funktioniert immer. Bei weniger ausdrucksstarkem Alkohol muss immer mehr Sprit rein. Für Wodka habe ich das Rezept noch nicht gefunden, wer eins hat, bitte melden. Beim Birnenschnaps aber war direkt die erste Runde Google ein Volltreffer, 6:3:2 und die Birne vereinigt sich mit der Zitrone in perfekt-fruchtiger Harmonie. Die Drogenpolitik hat einen neuen Lieblingsdrink.

Skifahren für mehr Schnaps

Skifahren für den Weltfrieden und natürlich für mehr Schnaps

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